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Presse » Pressemitteilungen » 2007 » RFID-Pilotprojekt Rede Dr. Uwe Schlick
20. September 2007
Rede von Dr. Uwe Schlick, Mitglied des Vorstands der Kaufhof Warenhaus AG
Pressekonferenz 20. September 2007

Wie Herr Dr. Wolfram gerade hervorgehoben hat, ist dieses Projekt das Ergebnis einer intensiven, langjährigen und sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit der METRO Group Future Store Initiative. Dass wir unseren Kunden künftig ein neuartiges Einkaufserlebnis bieten können, basiert auf den Erfahrungen, die im Rahmen dieser Initiative und unseres bereits erwähnten Tests mit Gerry Weber gesammelt wurden.

Dafür auch von mir im Namen der Kaufhof Warenhaus AG ein herzliches Dankeschön. Ein Dank auch an die zahlreichen Technologiepartner der Initiative wie IBM, Checkpoint Systems, Impinj und Reva, die uns bei der Umsetzung unseres Projekts hier in Essen tatkräftig unterstützen.

Welche Ziele verfolgen wir mit der Einführung von RFID auf Artikelebene? Nun, zum einen wollen wir unsere Warenwirtschaftsprozesse optimieren und die Warenverfügbarkeit erhöhen. Bestands- und Standort-Informationen zu den Artikeln stehen dabei im Fokus.

Vor allem aber geht es darum, unseren Kunden eine einzigartige Einkaufsatmosphäre und einen Mehrwert zu bieten. Unser Markenversprechen lautet: Wir bieten Lifestyle-Welten! Eine RFID gestützte Beschleunigung entlang der Prozesskette vom Lieferanten bis in das Regal wird uns helfen, die Aktualität und Attraktivität unserer Sortimente weiter zu steigern. Auf der Fläche bietet RFID zudem zahlreiche Möglichkeiten, den Beratungsservice unserer Mitarbeiter zu unterstützen. Einige davon werden wir Ihnen gleich präsentieren. Zudem können gezielte Cross-Shopping-Impulse gegeben werden.

Und damit sind wir eigentlich schon mitten im Thema: den Vorteilen, die der Einsatz von RFID in unserer Abteilung für Herrenoberbekleidung mit sich bringt. Hier in Essen werden wir nun über einen längeren Zeitraum "live" prüfen können, inwieweit unsere Mitarbeiter durch den Einsatz von RFID von Nebentätigkeiten entlastet werden können und somit mehr Zeit für den direkten Kundenservice gewinnen. Darüber hinaus werden wir mit Hilfe von Befragungen und Studien erfahren, wie unsere Kunden die neue Technologie erleben. Wir möchten hier also testen, ob die Vorteile, die wir uns von RFID auf Artikelebene versprechen, in der Praxis auch realisierbar sind.

Was bedeutet dieser RFID-Einsatz auf Artikelebene nun für unsere Kunden in der HAKA-Etage in Essen?
Nun zunächst einmal: Langes Suchen nach der richtigen Größe oder Farbe eines Kleidungsstücks entfällt. Unsere Mitarbeiter können Ihnen mit Hilfe eines tragbaren RFID-Lesegeräts, dem so genannten Mobilen Assistenten, auf Knopfdruck sagen, in welchen Farben und Größen ein Hemd oder eine Hose im Hause erhältlich ist und wo sich der gewünschte Artikel befindet.

Was ist nun das Neue im Rahmen unseres Pilotprojektes in Essen?
Neu ist, dass erstmals eine komplette Etage in einem deutschen Kauf- und Warenhaus an allen Ein- und Ausgängen einschließlich der Rolltreppen mit RFID-Lesegeräten versehen ist. So kann jeder Artikel beim Zugang auf die Etage, beim Verkauf oder bei sonstigen Bewegungen auf oder aus der Etage erfasst werden.

Zudem erhalten unsere Kunden auf Monitoren Informationen zum Artikel, seinem Material sowie Tipps, wie Sie das Kleidungsstück am besten pflegen. Wie sich solche Services in Zukunft weiterentwickeln lassen, können Sie sich in unserem Gardeur-Shop ansehen. Hier gibt es eine Intelligente Umkleidekabine, die das anprobierte Kleidungsstück via RFID erkennt. Über einen integrierten Monitor kann der Kunde nützliche Hintergrundinformationen zu dem Artikel abrufen.

Solche Angebote wollen wir in Zukunft weiter ausbauen. So wird die Intelligente Umkleidekabine ab Dezember 2007 auch in der Lage sein, dem Kunden zu dem anprobierten Kleidungsstück weitere verfügbare Größen und Farben sowie Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Kleidungsstücken vorzuschlagen. Das bedeutet, Sie erhalten neben der Verkaufsberatung zusätzliche Informationen, ohne überhaupt die Kabine zu verlassen. Auf diese Weise wird es uns gelingen, einen bestmöglichen Service zu bieten und wir hoffen, so die Zufriedenheit unserer Kunden noch weiter steigern zu können.

Mit unserem Pilotprojekt schaffen wir die technischen Voraussetzungen für weitere innovative Anwendungen im Handel von morgen. Alle unsere rund 30.000 Artikel in der Abteilung Herrenoberbekleidung sind mit einem zusätzlichen RFID-Etikett ausgestattet. Der darauf gespeicherte Nummerncode verweist auf in einer Datenbank hinterlegte Angaben wie Größe, Material oder Preis. Lesegeräte gibt es am Wareneingang, an den Übergängen von angrenzenden Flächen in den Verkaufsraum sowie an den Umkleidekabinen, an der Kasse und an den Rolltreppen. Selbstverständlich weisen wir unsere Kunden darauf hin, wo wir RFID einsetzen. Jedes Lesegerät und jeder Smart Chip ist mit einem Logo sowie einem Hinweis gekennzeichnet. Auf Wunsch des Kunden entfernen wir den Smart Chip nach dem Bezahlen an der Kasse.

Im Gardeur-Shop finden Sie übrigens auch Intelligente Regale und Kleiderstangen sowie einen Intelligenten Spiegel. Mehr möchte ich Ihnen aber jetzt noch nicht verraten. Überzeugen Sie sich lieber selbst von den Einkaufsmöglichkeiten der Zukunft. Ich lade Sie ganz herzlich dazu ein, gemeinsam mit Frau Grüter einen Rundgang durch unsere Verkaufsräume zu machen. Dabei wird sie Ihnen die Funktionsweise der Technologie näher erläutern und Ihnen zeigen, wo wir RFID einsetzen.

Mir bleibt nur noch, Ihnen viel Spaß beim Rundgang zu wünschen und mich für Ihre Aufmerksamkeit zu bedanken.

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