(H)eis(s)kalter Verführer

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Mit „Le Beau Male“ präsentiert Gaultier eine sexy Ergänzung zu seinem klassischen Herrenduft „Le Male“.

Was ist daran neu?

In erster Linie die gewagte Mischung, denn das Parfüm ist zu gleichen Teilen frisch und sinnlich. Ähnlich bei bei „Le Male“ besteht die Basis aus Minze (in der Antike übrigens gerne als Aphrodisiakum eingesetzt) und Lavendel. Statt Vanille und Zimt wird hier aber Moschus eingesetzt, der für eine animalisch-ledrige Komponente sorgt. Auf der Haut entfaltet sich ein aufregender Mix, der im besten Sinne unentschieden ist: mal düster sinnlich, mal sexy frisch. Die Kampagne zum Duft bringt die Gegensätze auf den Punkt, in dem sie Coolness und heisse Leidenschaft zu einem verführerischen Clip vereint. Dabei sind alle Augen auf Model Kaylan gerichtet – seine Körper, sein Tattoo, seine Pose – denn er inszeniert sich bewusst als Pin-up. Der Mann als Objekt? Ist das sexy?

Zumindest ist es mal eine Abwechslung. Ein Adonis auf einem Bärenfell – warum nicht? Solche Inszenierungen stehen ohnehin nur starken Männern, die sich trauen auch ihre sensitive Seite auszuleben. Herrlich maskulin präsentiert sich daneben der Flakon: wie bei „Le Male“ in Form eines Torsos, allerdings in mattem Weiss mit blauen Streifen. Ein Duft, der gerade wegen seiner Widersprüchlichkeit Begehren weckt.

Wer steckt eigentlich hinter dem Duft?

Jean-Paul Gaultier, einst das ,enfant terrible‘ der Modeszene, ist heute einer der gefragtesten Designer weltweit. Aufgewachsen in Paris und ausgebildet bei Pierre Cardin, machte er sich Ende der siebziger Jahre selbständig und ist seitdem mit seinen unkonventionellen Kreationen sehr erfolgreich. Auch Madonna ist ein grosser Fan: 1990 engagierte sie Jean-Paul Gaultier als Kostümbildner für ihre Blond Ambition Tour. Seine Markenzeichen sind klassische Unisex-Ringelpullis (die er auch selbst am liebsten trägt), Röcke für den Mann und Korsetts für die Damen.

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Gast-Blogger

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