Die Geschichte des Mascaras

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Für den perfekten Wimpernaufschlag darf das Auftragen von Mascara nicht fehlen. Heutzutage ist Wimperntusche in allen möglichen Farben und mit den verschiedensten Bürstchen erhältlich und kann alles: Volumen zaubern, die Wimpern färben und sie optisch verlängern. Doch bis dahin war es ein langer Weg, wie die Geschichte des Mascaras über Kohl-Anwendungen bis zur ersten zähflüssigen Mascara zeigt. 

Kohl als Schutz vor bösen Geistern im Alten Ägypten

Die Geschichte des Mascaras lässt sich bis ca. 3500 v. Chr. ins alte Ägypten zurückverfolgen. Dort wurde die schwarze Farbe für die Augen allerdings noch nicht „Mascara“ oder „Wimperntusche“ genannt, sondern „Kohl“. Denn im alten Ägypten färbten sich Männer und Frauen mit Kohl ihre Wimpern, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Zudem wurde die Farbe auch auf die Augen der Säuglinge aufgetragen, weil ihr eine desinfizierende Wirkung nachgesagt wurde.

Im Mittelalter tuschten sich Frauen ihre Wimpern nicht, da ein auffälliges Augen-Make-Up zu dieser Zeit als verpönt galt. Häufig entfernten sie sogar ihre Wimpern und Augenbrauen, um ihre Stirn zu betonen. Dies änderte sich erst während des viktorianischen Zeitalters ab ca. 1840. Viktorianische Frauen begannen mit Haushaltsmitteln zu experimentieren, indem sie Asche oder Ruß mit Holundersaft vermischten und die Mixtur anschließend auf ihre Wimpern auftrugen.

Der Durchbruch des Mascaras im 20. Jahrhundert

Clinique_MascaraBereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfand Eugène Rimmel den ersten festen Mascara in Form eines schwarzen Blocks, der aus einer Mischung von Ruß und Seife bestand. Mit einem feuchten Pinsel oder einer feuchten Bürste wurde die schwarze Farbe abgerieben und auf die Wimpern aufgetragen. Bis heute wird die Wimperntusche in einigen Sprachen, wie beispielsweise im Türkischen (rimel) oder im Spanischen (rímel), nach ihrem Erfinder benannt.

Im Jahr 1913 erfand Tom Lyle Williams den ersten pastenförmigen Mascara, bestehend aus Kohlenstaub und Vaseline, um seiner unglücklich verliebten Schwester Maybel zu helfen. Die neue Rezeptur war erfolgreich – Maybel heiratete zwei Jahre später ihren Traummann und ihr Bruder gründete das bis heute erfolgreiche Kosmetikunternehmen Maybelline. Dieses vertrieb ab 1917, zunächst als ein reines Versandunternehmen, den ersten alltagstauglichen „Cake Mascara“. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das neue Produkt ab 1932 auch im Einzelhandel vertrieben.

Revolutionäre Entwicklungen: Automatik-Mascara, bunte Farben und Naturkosmetik

Rubinstein_MascaraDie Geburtsstunde des modernen Mascaras war im Jahr 1957. Helena Rubinstein erfand den sogenannte „Automatik-Mascara“, wie wir ihn heute kennen. Somit gab es erstmals eine Wimperntusche, die nicht mehr in Blockform, sondern als cremeartige Flüssigkeit in einem runden Behälter mit einer Bürste zum Auftragen verkauft wurde. Die Farbe konnte von nun an ohne aufwendige Vorbereitung direkt auf die Wimpern aufgetragen werden.

Im Unterschied zu den herkömmlichen schwarzfarbigen Mascaras, entwickelte Revlon drei Jahre später die ersten farbigen Wimperntuschen. Frauen nutzten fortan neben dem Klassiker auch dunkelgrüne oder violette Farbe für ihre Wimpern. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Mascaras setzt der „Ultra Lash“ Mascara von Maybelline, der ebenfalls 1960 auf den Markt kam. Er gilt als erste wasserfeste Wimperntusche in Fläschchenform, der durch seine Spiralbürste ein besonders gleichmäßiges Auftragen ermöglicht.

1997 wurde der erste Mascara auf Naturbasis von Dr. Hauschka entwickelt. Dieser enthielt weder Silikone noch chemische Farbstoffe und war somit schonender für die Wimpern. Allerdings konnte er zunächst nur wenige Frauen überzeugen. Es dauerte noch einige Jahre, bis die natürlichen Schönheitsprodukte für die Augen ein fester Bestandteil in der dekorativen Kosmetikwelt wurden.

Im Jahr 2005 entwickelte Procter & Gamble ein Mascara-Bürstchen, dessen Borsten nicht mehr aus Nylon, sondern aus Thermoplastik bestanden. Grund dafür war, ein noch präziseres und gleichmäßigeres Auftragen der Wimperntusche zu ermöglichen. Bis zum heutigen Zeitpunkt werden die Rezepturen und die Bürstchen immer wieder überarbeitet, um noch schönere Wimpern für ein perfektes Augen-Make-Up zu zaubern.

Sabrina Fritsche

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Kommentare
  1. Hallo! Super Beitrag. Da ich für eine Veranstaltung in der Uni ein Referat über Mascara halten muß, wäre ich dankbar für wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema. Meine Recherche hat bis jetzt noch nichts ergeben. Können sie mir bitte Quellen nennen? Das wäre super lieb.
    lg I. Hammer

    1. Lieben Dank für das positive Feedback! Leider können wir dir keine wissenschaftlichen Quellen für dein Referat nennen. Unsere Redakteurin hat sich natürlich verschiedenster Quellen bedient, doch wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

      Lieben Gruß,
      dein GALERIA Kaufhof Team

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