Die Geschichte des Nagellacks

Dir gefällt der Beitrag? Dann teile ihn mit Freunden, Familie und Bekannten! Mit dem Klick auf den Social Media Button wirst du zu dem jeweiligen Netzwerk weitergeleitet und gestattest die Datenübermittlung an die Betreiber der sozialen Netzwerke.

Schöne und gepflegte Hände sind ein Muss für ein perfektes Erscheinungsbild. Besonders Nagellack ist ein beliebtes Beautyprodukt für die Fingernägel und mittlerweile in allen möglichen Farbnuancen erhältlich. Doch wie sind unsere heutigen Produkte für die Nägel eigentlich entstanden? Die spannenden Ursprünge des Nagellacks und der Nagelpflege lassen sich weit zurückverfolgen.

Mystische Nagelverzierungen um 5500 vor Christus

©iStock French NailsBereits 5500 vor Christus wurden im frühen China Fingernägel mit Pfanzenfarben verziert. Besonders interessant ist, dass dieser Nagelschmuck damals den Männern vorbehalten war.  Die Verzierungen galten als Symbol für Macht und Reichtum. Im alten Ägypten entdeckten mit Kleopatra und Nofretete die ersten Frauen rote Farbe für die Nägel. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in Europa die Anfänge der Nagelpflege und –verzierung. Frauen begannen damit ihre Nägel zu polieren, um ihnen auf diese Weise Glanz zu verleihen.  Die Franzosen kamen sogar im 18. Jahrhundert schon auf die Idee die Nagelspitzen weiß zu färben. Mit einem weißen Stift übermalten sie so den Alltagsschmutz, der sich unter den Nägeln befand. Dies ist der Vorläufer der heute so beliebten French Nails. Die Methoden für den natürlichen Fingernagel-Look sind seitdem selbstverständlich fortschrittlicher geworden. Neben den Färbemethoden mit einem Stift oder Lack, gibt es heutzutage auch die permanenten French Nails. Sie bestehen aus einem Nagelgel, das unter UV-Strahlen ausgehärtet wird und viele Wochen hält.

Der Beginn der Maniküre

Ihren richtigen Durchbruch erlebt die Nagelpflege aber erst im 19. Jahrhundert. Um 1800 liegen kurze, mandelförmig Nägel im Trend. Diese wurden mit Leder glänzend poliert und mit parfürmiertem roten Öl eingefärbt. Nachdem ein Arzt im Jahr 1830 erstmals Orangenholzstäbchen einsetzte, um die Nagelhaut zu entfernen, beginnt sechzig Jahre später die Hochzeit der Maniküre. Die Orangenholzstäbchen-Methode wird international bekannt und 1892 eröffnen die ersten Maniküre-Salons. Diese sind bei den Frauen so beliebt, dass die Branche schnell wächst und neue Methoden der Nagelpflege sowie weitere Kosmetikprodukte nicht lange auf sich warten lassen.

Lack aus der Automobilbranche

Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es mit eingefärbten Cremes und Pudern weitere Vorläufer des Nagellacks. Kurz darauf kommt der erste durchsichtige Nagellack auf den Markt. Es entsteht die sogenannte „Mond-Maniküre“, bei der der Nagellack ausschließlich auf die Mitte des Nagels aufgetragen wird.  Der Nachteil all dieser Vorläufer ist, dass die Farbe nur sehr kurz hält und deswegen ständig erneuert werden muss. Eine Lösung für dieses Problem entsteht 1920 in der Automobilindustrie. Der Autolack deckt gut ab und seine Pigmente eignen sich auch für die Herstellung von Nagellack. Auf dieser Basis kreieren Charles und Joseph Revson im Jahr 1932 den ersten farbintensiven, deckenden Nagellack, mit dem ein streifenfreies Auftragen möglich wird.

©iStock Nagellack-Trend Rouge Noir

Es folgen zunächst weitere Nagellack-Modelle in allen möglichen Rottönen. Kräftige und grelle Farben gelten lange Zeit als verpönt. Ab den 50iger Jahren sind dann aber auch bunte Farben für die Fingernägel beliebt und die Mond-Maniküre wird abgelöst von einem Auftragen auf den gesamten Nagel. Richtig ausgefallen wird es mit den Metallic-Nagellacken ab 1972. Blaue und grüne Farben im Glitzer-Look sind der neue Trend. Außerdem wird mit der Zeit nicht mehr nur eine Farbe verwendet, sondern mehrere Farben gleichzeitig und weitere Verzierung, beispielsweise durch Schmucksteine, dekorieren fortan die Fingernägel. Zunehmend wird all dies nicht mehr nur direkt auf die Fingernägel aufgetragen, denn viele Frauen entscheiden sich für Kunstnägel. Diese boomen ab den 70iger Jahren und weisen schnell eine große Vielfalt auf. Form, Farbe und weitere Verzierungen gibt es schon bald in allen möglichen Varianten und bieten den Frauen abwechslungsreiche Looks für ihre Nägel.

Die Geburt eines Kultnagellacks

Nagellack in DunkelrotIm Jahr 1995 wird der rote Nagellack wieder zum Kult. Allerdings handelte es sich nicht um irgendeinen rotfarbigen Lack, sondern um die Variante einer bekannten französischen Luxus-Brand – der bis heute bekannteste Nagellack. Der schwarz-rote Nagellack schmückt im Film Pulp Fiction die Fingernägel der Schauspielerin Uma Thurman. Das kultige Rot gilt mittlerweile als Klassiker und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Neben dem klassischen Look, sind heute aber auch alle anderen Farben angesagt. Im Sommer liegen beispielsweise bunte, knallige Farben oder Pastelltöne  im Trend. Ganz nach dem Motto – erlaubt ist, was gefällt – sind den Nagelfarben und weiterem Schmuck auf den Fingernägeln heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt. Die Branche der Nail Arts ist erfolgreich wie nie zuvor.

 

The following two tabs change content below.

Gast-Blogger

Neueste Artikel von Gast-Blogger (alle ansehen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.