Pigmentflecken – Infos zur Ursache und Vorbeugung

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Wie haben unsere Großmütter in jungen Jahren noch mit ihren Sommersprossen gehadert. Und heute? Spätestens seit Pippi Langstrumpf gelten sie als niedlich. Topmodels wie Cintia Dicker und Stars wie Julianne Moore haben sie endgültig salonfähig gemacht. Nun sind zarte Pünktchen auf den Wangen das eine. Größere und dunklere Varianten, die ab der Lebensmitte auftreten, jedoch das andere. In der Regel sind sie völlig harmlos, stören aber das Ideal einer makellosen Haut. Hier erfahrt Ihr das Wichtigste rund um die Hautveränderung und was gegen Pigmentflecken wirklich hilft.

Wie entstehen Pigmentflecken überhaupt?

Die so genannte Hyperpigmentierung entsteht vor allem durch UV-Licht, aber auch durch Hormone, Medikamente, Stress oder einen ungesunden Lebenswandel. Oft bilden sich Pigmentflecken im Gesicht und an anderen exponierten Stellen wie Schultern, Dekolleté oder Hände. Auch die eigene Veranlagung ist daran beteiligt, wenn sich ein Überschuss des Hautfarbstoffes Melanin an den betroffenen Stellen bildet.

Helena Rubinstein CremeWelche Arten von Pigmentflecken gibt es?

Die bereits erwähnten Sommersprossen zählen zu den harmlosen Pigmentflecken. Sie treten besonders bei hellen Hauttypen auf und verblassen im Winter.

Altersflecken können, anders als der Name suggeriert, bereits im mittleren Alter entstehen und sind auf jahrelange Sonneneinstrahlung – sei es an der frischen Luft oder im Solarium – zurückzuführen. Reife Haut kann Melanin weniger gut abbauen. Deshalb treten die Flecken oft ab dem vierzigsten Lebensjahr auf.

Melasmen treten wegen hormoneller Stoffwechselveränderungen hin und wieder in der Schwangerschaft auf und sind als dunkle, großflächige Pigmentierung erkennbar, die in der Regel nach der Geburt wieder verschwindet. In seltenen Fällen bleibt sie bestehen.

Chloasmen können durch die Einnahme von Hormonen in den Wechseljahren entstehen, aber auch durch die Pille begünstigt werden. Die braunen Flecken treten meist im Gesicht auf.

Wie kann man vorbeugen?

Indem man sich vor zu viel Sonneneinstrahlung schützt. Das gilt übrigens grundsätzlich, will man seiner Haut guttun, denn UV-Strahlen tragen zum Aging ebenso bei, wie zu krankhaften Veränderungen. Wen es in die Sonne zieht, der sollte am besten die Morgen- oder Abendstunden nutzen und die Mittagszeit im Schatten verbringen.

Der richtige Sonnenschutz ist ein Muss. Viel hilft viel ist die Devise und regelmäßiges Nachcremen Pflicht. Von Eucerin, Biotherm und anderen Herstellern gibt es spezielle Sonnenschutzmittel gegen Pigmentflecke. Auch Hüte und luftige Sommerkleidung helfen gegen schädliche UV-Strahlen.

Wie kann man Pigmentflecken entfernen?

Clinique CremeSind die Flecken erst einmal da, gibt es mehrere Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. Grundsätzlich gilt: Bevor man sich an die Eigenbehandlung dieser Hautflecken wagt, sollte man sich die Einschätzung eines Facharztes einholen.

Cremes

Verschiedene Wirkstoffe und pflanzliche Substanzen sollen dabei helfen, die Melaninbildung des Körpers zu hemmen und zum Beispiel Altersflecken zu entfernen. Sie sind in vielen Cremes enthalten, die im Schnitt rund 30 Euro kosten und rund ums Jahr aufgetragen werden. Etwas Geduld ist gefragt, bis der erste Effekt zu sehen ist.

Kleine Wunderwaffen gegen Pigmentflecken sind zum Beispiel „Even Better Skin“ von Clinique. Außerdem „NatuPerfect Anti Pigment & Brightening“ von Annemarie Börlind oder „RE-PLASTY White Serum“ von Helena Rubinstein. Sie reduzieren bereits vorhandene Altersflecken und beugen neuen Pigmentveränderungen vor, pflegen und durchfeuchten die Haut.

Chemisches Peeling

Mithilfe unterschiedlicher Säuren werden die obersten Schichten der Haut quasi weggeätzt. Je nach Verfahren und Produkt reicht die Wirkung unterschiedlich tief. Es gibt leichtere Peelings für zu Hause, zum Beispiel mit einer geringeren Konzentration an Fruchtsäure und intensivere Peelings, die nur eine Fachkraft durchführen sollte. Die Kosten liegen bei etwa hundert Euro pro Sitzung. Die Methode sollte nur in den Wintermonaten und – da sie die Haut angreift – auch nur sehr vorsichtig eingesetzt werden. Die Flecken werden heller, aber bleiben in der Regel weiterhin sichtbar.

Laserbehandlung

Laser können auch tieferliegende Pigmentflecken entfernen. Betroffenen Hautzellen werden gezielt behandelt und überschüssige Pigmente freigesetzt. Den Rest erledigt das eigene Immunsystem, das die zu stark gefärbten Zellen abtransportiert. Die Laserbehandlung wird nur im Winter durchgeführt und kostet zwischen 100 und 500 Euro, je nach Anzahl der Sitzungen.

Wie kann ich Pigmentflecken kaschieren?

Wer die Flecken nicht vernichten, sondern einfach nur zu besonderen Gelegenheiten abdecken möchte, hat je nach Ausmaß der Pigmentierung verschiedene Möglichkeiten.

Concealer

Makeup reicht meist nicht, um die Pigmentstörungen ganz zum Verschwinden zu bringen, oft scheinen sie noch durch. Daher sollte man sie mit einem Concealer (Abdeckstift oder Abdeckcreme) im eigenen Hautton kaschieren und danach erst das Makeup auftragen.

Annemarie Börlind CremeBB- und CC-Creams

Größere Pigmentveränderungen lassen sich mit BB-Cream, also „Blemish Balm“, korrigieren. Dieser Alleskönner stammt aus dem asiatischen Raum und vereint Gesichtsserum, Sunblocker, Grundierung, getönte Feuchtigkeitscreme und vieles mehr. Nicht selten haben die Produkte zudem bleichende Wirkung. Neu ist die CC-Cream, auch „Color Correcting Cream“ genannt, die stärker pigmentiert ist und in nahezu allen Fällen für einen gleichmäßigen Teint sorgt.

Camouflage

Camouflage ist dank seiner intensiven Farbpigmente ein absolut deckendes Produkt, das mit Puder wasserfest fixiert werden kann und zur Abdeckung von Narben oder eben auch sehr starken Pigmentveränderungen geeignet ist. Weniger ist mehr, lautet hier allerdings die Devise. Lieber in mehreren Lagen vorsichtig auftragen und jeweils mit Puder fixieren, damit das Ergebnis nicht zu maskenhaft wirkt.

Wann sind Pigmentflecke gefährlich?

Auch harmlose Pigmentstörungen sollte man im Auge behalten. Um eine krankhafte Veränderung einzuschätzen, kann man die ABCDE-Regel anwenden. Dabei steht „A“ steht für Asymmetrie, „B“ für Begrenzung, „C“ für Colour (Farbe), „D“ für Durchmesser und „E“ für Erhabenheit. Ist ein Fleck asymmetrisch und ausgefranst, besonders dunkel oder groß oder steht er etwas ab, sollte man einen Hautarzt draufschauen lassen. Das Gleiche gilt bei schnell wachsenden, juckenden oder sich verändernden Flecken. Ab dem 35. Lebensjahr werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen übrigens von der Krankenkasse übernommen.

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