10 Facts zu Halloween: Von Rüben, die das Fürchten lehrten

10 Facts zu Halloween: Von Rüben, die das Fürchten lehrten

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| Jana W. Tags: |
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Endlich ist sie angebrochen: Die Jahreszeit zum Gruseln, Erschrecken, Kürbisse schnitzen und Süßigkeiten sammeln. Halloween ist eine jahrhundertealte Tradition und jedes Jahr wird dieser Brauch aufs Neue gefeiert. Aber, was hat Halloween mit Partnerbörsen zu tun und warum sind Spinnen ein Segen im Haus? Lest hier 10 haarsträubende Fakten zum 31. Oktober.

Gespenster, Hexen, Kürbisse – in wenigen Tagen sind sie wieder vermehrt auf den Straßen. Denn der Herbst ist da und somit auch der gruseligste Tag von allen: Halloween. Damit Ihr auf der nächsten Halloween-Party neben Eurem Kostüm auch Euer Wissen über diesen Feiertag zum Besten geben könnt, erfahrt Ihr hier 10 spannende Fakten zu diesem Feiertag.

1. Wer hat’s erfunden?

Man kennt es aus den Hollywood-Filmen: Die USA scheinen regelrecht besessen von diesem Feiertag zu sein. Alle Nachbarn möchten sich gegenseitig übertrumpfen mit der gruseligsten Deko vorm Haus und dem schönsten Kürbis. Der größte Kürbis wog übrigens 1054 Kilogramm und wurde in der Schweiz gezüchtet. Aber das Halloween-Fest stammt nicht aus den USA. Wer hat’s also erfunden? Nein, auch nicht die Schweizer, obwohl sie unschlagbare Nummer 1 im Kürbiszüchten sind. Es waren die Iren. Der Name stammt ab von dem englischen Wort All Hallows‘ Eve, der Abend vor Allerheiligen am 1. November. Zum Ende des Sommers hin, vor diesem Feiertag, feierten die Iren diesen Brauch, den sie Samhain nannten. Schon in der Eisenzeit, also viele Hundert Jahre vor Christus, bescherte dieser den Kelten einiges an Vergnügen. Ein ganz schön altes Fest, das erst die irischen Einwanderer in die USA trugen!

2. Warum gruselt man sich an Halloween?

Nun, das haben wir auch den Kelten zu verdanken. Denn als sie das Ende des Sommers feierten und den Herbst und den Winter begrüßten, da geschah gleichzeitig etwas mit den Seelen der Verstorbenen. Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November zurück auf die Erde kämen. Viele von ihnen, diejenigen, die ihre Häuser und Liebsten fanden, waren sehr friedlich. Aber es gab auch die Geister, die sich verirrten und in jener Nacht herumspukten und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzten. Noch heute verkleiden sich Kinder und Erwachsene an diesem Tag als Hexen, Vampire, Gespenster und Co. – in der Hoffnung, die bösen Geister aus der keltischen Samhain-Nacht zu vertreiben. Denn vielleicht treiben sie ja immer noch ihr Unwesen in unseren Straßen. Wer weiß das schon?

3. Was hat Jack O’Lantern mit einem Kürbis zu tun?

Der Kürbis ist das Symbol schlechthin für Halloween. Am besten ausgehöhlt und mit einer frech grinsenden geschnitzten Visage. Aber warum ist dieses Gewächs an Halloween so beliebt? Die fiesen Kürbisfratzen haben ihren Ursprung ebenfalls in Irland. Eine wichtige Rolle kommt dem Betrüger und Trinkenbold Jack O’Lantern bei. Dieser tat so viel Schlechtes in seinem Leben, dass ihm nach seinem Tod der Zugang zum Himmel verwehrt blieb. Und da er den Teufel einst übers Ohr gehauen hatte, durfte er auch nicht in die Hölle wandern. Und so fristete er ein tristes Dasein zwischen Himmel und Hölle, in unerträglicher Einsamkeit und Dunkelheit. Der gütige Teufel hatte Erbarmen und schenkte ihm eine Rübe und ein Stück glühender Kohle. Mit diesem erleuchtete er fortan seinen Weg und vertrieb böse Geister. Aus der Rübe ist mit den Jahren ein Kürbis geworden, einfach, weil er praktischer zu schnitzen ist und mehr Kerzen Platz in ihm finden. Noch heute gilt der Kürbis als Symbol dafür, die bösen Geister in der Halloween-Nacht zu vertreiben.

4. Süßes oder Saures!

Heute an Halloween wandern viele Kinder von Haus zu Haus und betteln um Süßigkeiten. Nein, eigentlich ist es kein Betteln, sondern eine halb ernst gemeinte Drohung: Gib mir Süßigkeiten, sonst setzt es was. Zurück geht dieser Brauch ebenfalls auf die Iren. Damals, als die Iren das Samhain-Fest feierten, gingen Bettler von Haus zu Haus und bettelten um Nahrung. Die Kirche förderte damals die Verteilung von sogenannten soul cakes. Im Gegenzug versprachen die Bettler, für die Wohltäter zu beten. Dieser Brauch hat sich etwas gewandelt. Heute geht es nicht mehr um eine Wohltat oder um das Beten für anderen, sondern darum, wer am Ende die meisten Süßigkeiten in seinem Sack hat. Aber Vorsicht: So alt wie der Halloween-Brauch ist auch der der vergifteten Süßigkeiten. Allerdings ist das nur ein Mythos…

5. Wie Halloween nach Deutschland kam

Der Krieg war schuld. Und zwar der erste Golfkrieg. In Deutschland entschied man sich dazu, Karneval in diesem Jahr ausfallen zu lassen, weil im Irak die Bomben fielen und niemand Lust auf ein fröhliches Fest hatte. Für die Wirtschaft war das erdenklich schlecht, blieben viele Verkäufer auf ihren bunten Kostümen setzen. Aber wie das in der Wirtschaft so ist, hat man sich einen Plan B ausgedacht, wie man doch noch seine Waren loswerden könnte. Man hatte bereits von Halloween in den USA gehört und beschloss kurzerhand, das Fest auch in Deutschland populär zu machen.

6. 30 Millionen Euro für den Gruselspaß

Heute ist der Halloween-Verkauf sehr lukrativ geworden. Neben den traditionellen Karnevalskostümen wie Clown, Pirat und Co. entwickelten die Unternehmen zusätzliche Gruselkostüme, wie Hexen, Geister, Vampire und Ähnliches. Damit haben sie absolut ins Schwarze getroffen. Halloween wurde in den 90er Jahren immer beliebter. Mittlerweile kaufen die Deutschen für 30 Millionen Euro und mehr Halloween-Artikel. Dazu zählen nicht nur Kostüme, sondern auch Schminke, Dekoartikel oder witzige Haribokürbisse. Auch wenn extrem viele Süßigkeiten verschenkt und gesammelt werden: An Weihnachten kommt Halloween nicht heran. Denn da ist der Süßwarenkonsum mehr als 30 Mal so hoch.

7. Warum gibt es an Halloween so viele Spinnen?

Ganz klar, Spinnen sind eklig und man gruselt sich vor Ihnen. Aber es rankt sich auch eine Legende um die fiese Spinne und das ist der Grund, warum das Krabbeltier zu Halloween ein beliebtes Dekoobjekt ist. Die Legende besagt, dass die Spinne an Halloween der Geist eines Verstorbenen ist, der über einen wacht. Also, wenn Ihr auf der Halloween-Party im Keller eine Spinne entdeckt, flippt nicht aus, es könnte Eure Großmutter sein…

8. Halloween als Partnerbörse?

Ja, kein Scherz! Es gibt eine alte Sage, die wahrscheinlich auch von den Kelten überliefert wurde und die alle alleinstehenden Frauen an Halloween besonders beachten sollten. Wenn ein Mädchen mit einer Laterne zu einer Wasserquelle geht, erscheint ihr im Wasser das Spiegelbild ihres Zukünftigen. Wenn Ihr grade keine Wasserquelle in der Nähe habt, könnt Ihr auch die Treppe runterlaufen und dabei in einen Spiegel schauen. Einen Versuch ist es wert, oder? Immerhin werden im Juli und August die meisten Kinder in Deutschland geboren.

9. Wenn Menschen an Halloween rückwärts laufen

Wolltet Ihr schon immer einer echten Hexe begegnen? Nicht eine, die ihr Kostüm aus dem nächsten Supermarkt gekauft hat, sondern eine echte Hexe? Dann beherzigt diese überlieferte Tradition: Zieht Eure Klamotten alle auf links herum an und lauft rückwärts die Straße herunter. Ob die Legende wahr wird, werdet Ihr sehen. Wie reagiert man allerdings, wenn man eine echte Hexe trifft?

10. Angsthase!

Übrigens, ein letzter Fakt, mit dem Ihr an Halloween beeindrucken kannst: Es gibt tatsächlich Menschen, die eine irrationale Angst vor Halloween haben. Das Krankheitsbild nennt man Samhainphobie, also die Angst vor dem Samhain-Fest.

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