Muttis Bügeltipps: Coole Tricks am heißen Eisen

Muttis Bügeltipps: Coole Tricks am heißen Eisen

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| Peter Tags: |
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Der schicke, gepflegte und professionelle Look verträgt keine Falten. Und wenn es Mutti nicht mehr für uns macht, wird es Zeit, selber Hand anzulegen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tipps und ein bisschen Übung ist es einfacher, als es aussieht. Und mit der richtigen Musik macht es sogar Spaß!

Während unsere ersten Bügeltipps Ihnen das Leben erleichtern, ist das Eisen noch eiskalt. Die Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Was gehört zu einem Arbeitsplatz, an dem es sich locker plätten lässt?

1)    Das richtige Bügeleisen

Philips_Dampfbügeleisen Die Auswahl ist groß und Hightech ist heute für jeden erschwinglich. Wer mehr als einmal pro Monat bügelt, sollte hier nicht knausrig sein. Ein Dampfbügeleisen der Mittelklasse macht einen spürbaren Unterschied zu leichten Sparmodellen. Dampfstärke, die Qualität der Sohle und gute Verarbeitung sparen sichtlich Zeit und Nerven.

Wo sich die Berge wöchentlich häufen, greifen Profis zur Dampfbügelstation. Deren Dampfleistung ist eine ganz andere Welt und lohnt die Anschaffung unbedingt.

Philips_Dampfbügelstation Befüllt euer Dampfbügeleisen am Anfang und entleert es am Ende wieder, wenn ihr es nicht am nächsten Tag gleich wieder braucht. Bei hoher Härte im Leitungswasser hilft destilliertes Wasser, Kalk zu vermeiden. Vor dem ersten feinen Teil empfehlen sich ein oder zwei Striche über ein wertloses Tuch, falls doch irgendwo Rost, Kalk oder Schmutz sitzen sollte.

2)    Das Bügelbrett

Das Bügelbrett ist der Dreh- und Angelpunkt. Es lässt sich schnell aufstellen und bringt die ideale Oberfläche mit. Stellt es auf die richtige Arbeitshöhe ein. Aufrecht bügeln ist angenehmer für den Rücken und die Stimmung. Der Tisch mit weicher Unterlage ist höchstens ein Ersatz für dringende Notfälle.

Bügelbrett Das Bügelbrett steht so, dass die Steckdose dahinter und auf der Seite der Ablage ist. So stört das Kabel am wenigsten. Ein günstiges Brett mit wackligem Stand oder ohne feste Ablage an der Seite ist die Anschaffung nicht wert. Ein Ärmelbrett ist eine Option für perfekte Ergebnisse, aber kein Muss.

Stellt das Eisen nur auf der Ablage ab! Die feste Gewohnheit schützt vor Brandflecken. Und ein Gerät, das aufrecht auf dem weichen Bügelbrett steht, fällt gerne bei jedem Stoß herunter: Eine unangenehm teure Lektion!

3)    Die nähere Umgebung

In Griffweite braucht ihr Kleiderbügel und den Schrank oder eine Wäschestange. Wenn empfindliche Teile zwischengelagert werden, ist ein Teil der Arbeit schnell für die Katz. Also kommen Hemden und Blusen sofort vom Brett auf den Bügel!

In Reichweite steht auch noch eine befüllte Sprühflasche, um hartnäckige Stellen zielgenau befeuchten zu können. Die eingebaute Sprühfunktion genügt nämlich auch bei wertigen Dampfbügeleisen hin und wieder nicht den höchsten Ansprüchen. In das Sprühwasser mischen ausgefuchste Perfektionisten gern auch mal einen Tropfen eines dezenten Parfums.

Das Einmaleins am Bügelbrett

1)    Die Hitze einstellen

Jetzt wird es heiß. Wie heiß, sagt das Etikett. Auf dem Waschzettel jedes Kleidungsstückes gibt ein Bügeleisensymbol mit ein, zwei oder drei Punkten die zulässige Hitze an. Fangt am besten frisch und konzentriert mit den feinen Sachen an und arbeitet euch bis zum Berg unempfindlicher Baumwoll-T-Shirts vor.

2)    Links oder rechts?

Was bügelt man von welcher Seite? Hier streiten sich auch die Experten. Empfindliche Stücke sollten nur von links gebügelt werden. Vor allem bei tiefschwarzen Stoffen und bei edler Seide ist höchste Vorsicht angesagt. Auch schwarzer Denim bekommt leicht einen unerwünschten Glanz.

Achtet auf Applikationen, Monogramme und Aufdrucke. Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, legt ein feuchtes Baumwolltuch auf den glattgelegten Stoff und bügelt so mit schwacher bis mittlerer Hitze.

Der Perfektionist bügelt manchmal gern erst links, dann nochmal rechts. Ob das manchmal wirklich nötig ist, entscheidet euer Auge und Anspruch.

3)    Gut gelegt ist halb gewonnen

© Syda Productions - Fotolia.comDer Anfänger scheitert in der Regel nicht beim Bügeln, sondern beim Legen. Das kenne ich noch gut aus eigener Erfahrung. Die meisten Textilien haben eine ziemlich komplexe Struktur und je hochwertiger ein Teil geschnitten ist, desto schwieriger ist es, das gute Stück komplett glatt hinzulegen.

Es gilt also das antike Prinzip: „Teile und herrsche!“. Wir bügeln stückweise. Zuerst kommen die kleinen Partien dran, die anschließend nicht mehr so leicht zerknittern. Danach die großen Flächen. Bei Hemden und Blusen ist die klassische Reihenfolge: Kragen, Manschetten, Ärmel, Schultern und dann der flächige Rest von oben nach unten und von der Mitte zu den Seitenpartien. Knopfleisten lassen sich durch die Spitze elegant umschiffen. Die Kante hilft dabei, unter die Knöpfe zu fahren.

Lasst beim Auflegen das knittrige Teil vor euch vorn vom Brett hängen und zieht den Bereich, den ihr gerade bearbeiten wollt, auf dem Brett straff. Das Eisen kommt erst zum Einsatz, wenn die aktuelle Partie wirklich glatt liegt. Sonst schiebt ihr nur frustriert Falten hin und her. Das bügeln selbst ist dann im Handumdrehen gemacht. Ein Zug hin und zurück reicht völlig aus. Einmal fertig zieht ihr die nächste Partie in Position und lasst den bereits gebügeltenTeil dabei seitlich liegen oder nach hinten runterhängen. Nur nicht nach vorne. So macht ihr beim arbeiten keine Falten in glatte Partien.

Lasst euch Zeit beim Legen! Das erspart viel Ärger und der Übungseffekt setzt sehr schnell ein. Ihr werdet euch wundern, wie schnell das Businesshemd von 15 Minuten auf weit unter zehn gesunken ist!

4)    Feuchtigkeit gegen Falten

Generell werden fast alle Stoffe in leicht feuchtem Zustand gebügelt. Den erhaltet ihr, wenn die Wäsche am Morgen draußen von der Leine kommt oder im Trockner nicht komplett durchgetrocknet wird. Dampfbügeleisen feuchten auch knochentrockene Wäsche ausreichend an. Doch Stücke, die schon vorher leicht klamm sind, gehen spürbar schneller.

Wo sich beim Trocknen hartnäckige Falten gebildet haben, hilft die Sprühflasche nach. Feuchtet schwierige Partien an und gebt den Fasern Zeit, sich ausreichend vollzusaugen. Am besten erst die bewussten Stellen anfeuchten und dann zunächst eine andere Partie bearbeiten.

Angefeuchtete Partien werden komplett trocken gebügelt. Beim Nachtrocknen könnten nämlich wieder neue Falten entstehen.

Achtung bei Seide! Die bekommt leicht Wasserflecken. Daher hier den Dampf wie auch die Hitze minimal einsetzen und nicht sprühen. Ein feuchtes Tuch zum Auflegen darf nur feucht und nicht nass sein.

Die kleinen Kniffe der Plättprofis

Nun noch eine Auswahl der Kniffe, mit denen sich der Bügelprofi vom Anfänger abzuheben weiß.

Die Kür ist das Hemd oder die Bluse. Und hier sind die Ärmel immer eine knifflige Sache. Wer für das Bewerbungsgespräch oder aus eigenem Anspruch Perfektion sucht, kann dafür ein Ärmelbrett verwenden oder einfach ein zusammengerolltes Handtuch einstecken. So ist der Ärmel beim Bügeln genau in der richtigen Lage.

Auch für die perfekte Bügelfalte an Ärmeln und Hosenbeinen ist das Legen ausschlaggebend. Richtet erst die Naht unten perfekt am Rand des Bügelbretts aus! Fixiert dann kurz die Mitte der Falte oben und bringt mit einem klaren Zug Richtung Schulter und Manschette die ganze Falte in Form!

Hier noch der Bügeltipp für Bett- und Tischwäsche, wie es sie als Kind bei Oma gab. Das Zauberwort heißt: Wäschestärke. Die gibt es als Wäschesteif zu kaufen. Aber gewöhnliche Speisestärke tut es besser, ist natürlicher und kann leichter nach Bedarf dosiert werden. Ca. zwei Esslöffel kommen auf einen Liter kaltes Wasser. Das ganze glattrühren und aufkochen. Die Mischung kommt beim Waschen in den letzten Spülgang. Das weiße Tischleinen wird so schön steif und fällt in runden Falten wie im Sternerestaurant. Servietten, Bettlaken und auch das eindrucksvoll sitzende Businesshemd bleiben griffiger mit einer hälftig verdünnten Lösung.

Zum Abschluß ein Tipp von Richard Lee, dem charismatischen Meister im Kunstbügeln. Der beeindruckt, indem er zauberhafte Faltenornamente in die Hemden hineinbügelt, anstatt heraus. Sein Wahlspruch für den perfekten Bügelstrich: „Rein mit Dampf – zurück ohne!“

Viel Spaß beim Plätten! Mit diesen Bügeltipps, einem anständigen Eisen in der Hand und der richtigen Musik im Hintergrund wird die nächste Session bestimmt ein so entspanntes wie erfolgreiches Erlebnis!

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