Das Uhren-ABC

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Eine Armbanduhr ist mehr als nur ein Zeitmesser. In diesem kleinen Accessoire steckt jede Menge Technik, Mechanik und Erfindergeist. Lest hier alles rund um die Uhr. Wusstet ihr, dass ein Anker nicht unbedingt Bestandteil eines Schiffes sein muss oder dass es im
Inneren einer Uhr ganz schön unruhig zugeht?

aANKER ist ein zweiarmiger Schalthebel im Inneren der Uhr in der Form eines Ankers, daher der Name. Seine Aufgabe besteht darin, die Kraft vom Räderwerk auf die sogenannte Unruh zu übertragen, um deren Schwingungen aufrechtzuerhalten. Zum anderen verhindert er das ungebremste Ablaufen des aufgezogenen Räderwerks. Durch das Aufeinanderstoßen zwischen den Zähnen des Hemmungsrades und den beiden Zähnen des Ankers entsteht das charakteristische Ticken der Uhr.

ANTRIEB liefert dem Uhrwerk die Energie, die es zum Funktionieren benötigt. Als Antriebsorgan dienen mechanischen Uhren Spiralfedern, elektronischen Uhren
hingegen Magnetfelder.

AUFZUG Er versorgt den Antrieb mit Kraft. Beim Handaufzug wird die Uhr regelmäßig über die sogenannte Aufzugskrone aufgezogen, während sich beim mechanischen
Aufzug das Uhrwerk selbstständig aufzieht, indem die Bewegungen der Uhr am Handgelenk in mechanische Energie umgewandelt wird.

gGANGGENAUIGKEIT Der Begriff wird häufig gebraucht, um die Genauigkeit einer Uhr anzugeben. Er beschreibt die Zeitabweichung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Den Betrag der Gangabweichung nennt man auch Gangfehler.

GANGRESERVE Damit ist der Zeitraum gemeint, in dem eine Uhr läuft, ohne aufgezogen werden zu müssen. Die Gangreserveanzeige bestimmt die verbleibende Zeit
bis zum Stillstand einer mechanischen Uhr.

hHEMMUNG Sie ist das Herz der Uhr – jener Mechanismus, der den Gang des Räderwerkes regelt. Hemmung und Hebung im Wechsel bewirken entsprechend der Unruh-Schwingung einen gleichmäßigen Gang. Die Hemmung entsteht, indem der Anker in das Hemmungsrad eingreift und das Räderwerk hemmt. In umgekehrter Richtung enthält der Mechanismus Energie, um nicht stehen zu bleiben. Durch abwechselndes Hemmen und Heben greift der
Anker so in das Hemmungsrad, dass die Bewegung stets in gleichem Zeitmaß pulsiert.

kKRONE nennt man das seitlich am Gehäuse befindliche geriffelte Bedienelement zum Einstellen der Uhrzeit oder weiterer Anzeigen wie etwa des Datums. Bei Handaufzugsuhren dient die Krone natürlich auch zum Aufziehen der Uhr.

 

lLÜNETTE ist die Bezeichnung für die Umrandung des Zifferblattes einer Uhr. Die Lünette ist entweder fest verschraubt oder drehbar. Eine drehbare Lünette eignet sich zum Beispiel dazu, Zeiten zu markieren, etwa bei Taucheruhren die Tauchzeit. Auch kann sie die Himmelsrichtung, eine zweite Zeitzone oder die Geschwindigkeit anzeigen.

mMECHANISCHE UHRWERKE erhalten ihre Antriebsenergie aus einem mechanischen Energiespeicher, dem Aufzug. Diese gespeicherte potenzielle Energie sorgt für die regelmäßige Zeigerbewegung auf dem Zifferblatt der Uhr. Die Energie wird kontrolliert abgegeben und in eine Drehbewegung, auch Zeigerwerk genannt, verwandelt.

rRÄDERWERKE sind Übertragungsorgane bei mechanischen Uhren und dienen zur Drehzahlerhöhung und damit zur Kraftreduzierung. Sie übersetzen in die verschiedenen Geschwindigkeiten: Sekunden, Minuten und Stunden. Jedes Räderwerk besteht aus einer Serie von Zahnrädern und wird durch das Schwingsystem in Bewegung gesetzt, durch die Hemmung angehalten und dann wieder freigegeben. Die Räder greifen so ineinander, dass jedes einzelne sich in einer Geschwindigkeit dreht, die proportional ist zur Geschwindigkeit der vorangegangenen und der nachfolgenden Räder.

sSKELETTIERUNG bezeichnet ursprünglich das zeitraubende und anspruchsvolle Handwerk, welches einer Uhr ein besonders filigranes Aussehen verleiht. Brücken, Platinen, Zifferblätter und Rotoren werden manuell so ausgesägt, dass möglichst wenig Material übrig bleibt und somit ein kunstvolles Ornament entsteht. Dieses kann dann durch das Uhrglas und häufig zusätzlich durch einen Glasboden bewundert werden. Manuelle Skelettierung ist ein sehr aufwendiges Handwerk, weshalb sich diese Uhren vorwiegend im sehr hochpreisigen Segment befinden. Inzwischen werden aber auch maschinell gefertigte Skelettuhren zu erschwinglichen Preisen angeboten.

uUHRWERK wird der gesamte Mechanismus im Inneren einer Uhr genannt. Das Uhrwerk sorgt dafür, dass die Uhrzeit richtig angezeigt wird. Man unterscheidet mechanische, elektromechanische, elektronische oder digitale Uhrwerke. Ein rein mechanisches oder elektromechanisches Uhrwerk verfügt über mehrere Zahnräder. Ein elektronisches Uhrwerk hat keine Räder und nur wenige bewegliche mechanische Bauteile. In Digitaluhren mit elektro-optischer Ziffernanzeige befinden sich keinerlei bewegte Teile.

UNRUH bezeichnet den Taktgeber des Uhrwerkes bei Armbanduhren und Taschenuhren. Sie funktioniert im Prinzip wie das Pendel einer Standuhr. Doch statt eines
Pendels wird eine Spiralfeder verwendet. Dank dieser Erfindung wurden Uhren leichter und somit tragbar. Die Unruh selbst wird durch das Aufziehen mit Energie versorgt.
Je genauer die Unruh das Schwungrad in Bewegung setzt, desto präziser ist die angezeigte Zeit.

zZEIGERWERK Es dient dem direkten Antrieb der Zeiger, wird vom Gehwerk angetrieben und besteht in der Regel aus drei Rädern: Minutenrad, Stundenrad und Wechselrad. Die Übersetzung des Zeigerwerks liegt normalerweise bei 12:1, bei italienischen Uhren bei 6:1 und bei den astronomischen Uhren bei 24:1.

ZUGFEDERN sind der Kraftstofftank des Uhrwerks. Ohne ihn würde sich kein Rad des komplizierten Mechanismus drehen. Zugfedern sind gewundene, elastische
Spiralfedern, die als Spirale im Federhaus einer Armbanduhr aufgewickelt sind. So können sie die Aufzugsenergie speichern. Zunächst muss diese Energie jedoch zugeführt werden. Beim Aufziehen mit der Hand oder automatisch durch Bewegen des Tragarmes wird
die Feder gespannt und wickelt sich dabei um den Federkern. Das Federhaus dreht sich dann auf dem Federkern – das Uhrwerk läuft. Das völlige Entspannen der Feder wird durch ein Sperrrad verhindert.

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