Deutschland reist: Camping von Nord nach Süd

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| Jana W. Tags: , |
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Der Camping-Urlaub in Deutschland hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Mehr als drei Milliarden Euro Umsatz hat die Campingindustrie im letzten Jahr erzielt. Auch für mich heißt es in diesem Sommer: Raus in die Natur und rein ins Zelt. Doch wo schlage ich mein Lager auf? Eine Auswahl der schönsten Campingplätze von Nord nach Süd.

Wisst Ihr, wie viele Übernachtungen im letzten Jahr auf allen Campingplätzen in Deutschland gezählt wurden? Fast 30 Millionen. Die Deutschen machen davon 85 Prozent aus – wir lieben offenbar das Zelten im eigenen Land. Kein Wunder, Deutschland bietet alles, was das Camperherz begehrt: Weite Aussichten am Meer, faszinierende Bergwelten, wilde Flüsse und dichte Wälder. Oft muss man gar nicht so weit reisen, um die Natur hautnah zu erleben. Das habe ich mir in diesem Sommer auch gedacht und mir von den knapp 3000 Campingplätzen ein paar der schönsten rausgesucht.

Camping im Norden: Meeresluft und Sand im Zelt

Wer im Norden Deutschlands campen möchte, der sucht wahrscheinlich nach einer frischen Meeresbrise. Viele Campingplätze haben einen direkten Zugang zum Strand, wie Camping - Zeltbeispielsweise das Insel-Camp auf Fehmarn in der Ostsee. Dieser 5-Sterne-Zeltplatz bietet vor allem Familien alles, was zu einem erholsamen Campingurlaub dazu gehört: Einen Strand für Sandburgenbauer und Sonnenanbeter, Sportangebote für wagemutige Kitesurfer, Wellness für entspannende Momente, Bootsausflüge mit richtigen Fischerkuttern und vieles mehr. Nicht umsonst gehört dieser Campingplatz zu den besten in Deutschland. Das zumindest hat der ADAC nach einer Inspektion festgestellt und ihm die Auszeichnung „BestCamping 2016“ verliehen.

Wer mehr Lust auf Wattenmeer und Deiche hat, der ist an der Nordsee am besten aufgehoben. Hier bietet zum Beispiel das Nordsee-Camp Norddeich seinen Besuchern alles, was man sich vom Urlaub am Meer erhofft. Direkt hinter dem Deich liegend ist man in wenigen Minuten im Wasser. Rund um den Campingplatz gibt es tolle Ausflugsmöglichkeiten: Ein Besuch der Seehundstation, Baden im Süßwassersee Tannenhausen oder Klettern im Kletterwald von Aurich.

Camping im Osten: Zwischen Seenplatte und Felsenmeeren

Wer glaubt, im Osten sei nichts los, der irrt gewaltig. Vor allem für Wanderer bietet der Osten Deutschlands einzigartige Strecken und ein Naturparadies, das jeder einmal besucht haben sollte: Die Sächsische Schweiz. Das zerklüftete Felsengebirge lädt zu langen Wanderungen ein. Wer vor einem beeindruckenden Bergpanorama übernachten möchte, dem sei der Campingplatz Berg-Oase in Kimitzschtal empfohlen. Von hier kann man eine Wanderung zur weltberühmten Bastei unternehmen und den Blick über das Elbtal genießen.

Wer lieber das Campen am Wasser mag, aber nicht unbedingt ans Meer möchte, der ist an der Mecklenburgischen Seenplatte bestens aufgehoben. Der Campinplatz „Naturcamping Zwei Seen“ verspricht, was der Name verrät: Der Platz liegt auf einer Halbinsel am Ostufer am Plauer See und ist von Wasser umgeben. Der Campingplatz legt sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit und Naturschutz. So gibt es dort beispielsweise keine asphaltierten Wege, sondern Sandwege, naturbelassene Strände, hohe Bäume und wenig künstliche Beleuchtung. Ideal für jeden, der der Natur einmal ganz nah sein möchte.

Camping im Westen: Schlafen auf Vulkanen unterm Sternenhimmel

Im Westen Deutschlands glänzen nicht nur der Ruhrpott und die großen Städte. Der Nationalpark Eifel lädt mit seiner vulkanischen Landschaft zum Campen ein. In der Nähe Camping - Kopfkissenvon Simmerath etwa liegt der Campingplatz „Hammer“, direkt am malerischen Ufer des Flusses Rur. Neben der einmaligen Natur können hier auch kleine Eifelstädtchen besichtigt werden. Die Eifel ist vor allem Campern zu empfehlen, die mal einen richtigen Blick auf die Sterne werfen möchten. Der Nationalpark Eifel bekam im Februar 2014 von der International Dark Sky Association den Titel „Sternenpark“ verliehen. Hier ist es dem Hobby-Astronomen noch möglich, abseits der Großstadtlichter einen Blick auf das Weltall zu erhaschen. Also: Fernglas oder Teleskop nicht vergessen!

Aber auch kleinere und vor allem gut angebundene Seen und Flüsse, wie zum Beispiel der Sorpesee, Halterner See oder Biggesee sind ideal für den kurzen Campingurlaub vor der Haustür. So lädt zum Beispiel der Campingplatz „Anna Fleuth“ zum naturnahen Camping mit Angelmöglichkeiten an der Niers ein.

Camping im Süden: Alpenkulisse und Floßfahrten

Wer im Süden Deutschlands Campingurlaub macht, der sucht vor allem eins: Die Nähe zu den Bergen. Der Campingplatz Via Claudia in Lechbruck am See liegt idyllisch an einem See mit Blick auf die Alpen am anderen Ufer und biete jede Menge Ausflugsziele: Märchenschlösser von Ludwig II., Floßfahrten auf der Lech oder eine Mountainbiketour durch die Berge. Doch nicht nur die Alpen laden zum Camping im Süden ein. Auch der Schwarzwald in Baden-Württemberg hält idyllische Plätzchen zum Zelten parat, wie beispielsweise Camping Schwarzwaldhorn.

Checkliste: Was braucht man wirklich zum Campen?

Camping heißt für mich: So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Das heißt, man reduziert sich auf das Wesentliche. Aber was heißt das? Welche Ausrüstung braucht man Camping Hockerwirklich zum Campen? Folgendes ist bei mir ein absolutes Muss:

  • Zelt mit Zubehör (Heringe und Co.)
  • Schlafsack, Isomatte, Kopfkissen
  • Warme Klamotten für die Nacht
  • Taschenlampe oder Gaslampe, Ersatzakkus
  • Campinggeschirr und Besteck
  • Picknickdecke, Handtücher, Taschentücher
  • Anti-Mücken-Spray und Zitronenkerzen, Sonnencreme
  • Müllbeutel, Spiele, Bücher, Feuerzeug
  • Wanderschuhe, FlipFlops, Erste-Hilfe-Set

Und dann gibt es noch die Camping-Ausrüstung, die für ein bisschen Luxus sorgt

  • Campingtisch und -stühle
  • Kühlbox und Küchenausrüstung wie Kocher oder Grill
  • Sonnenschirm
  • Seile, Multi-Werkzeug
  • Moskitonetz
  • Solardusche
  • Toilettenpapierhalter

Die Liste kann unendlich lang fortgeführt werden mit mehr oder weniger sinnvollen Accessoires fürs Camping. Es lohnt sich, vorab nachzufragen, wie der Campingplatz ausgestattet ist.

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