Do it yourself: Scrapbooking

Do it yourself: Scrapbooking

Dir gefällt dieser Artikel90
| gastblogger Tags: |
Dir gefällt der Beitrag? Dann teile ihn mit Freunden, Familie und Bekannten! Mit dem Klick auf den Social Media Button wirst du zu dem jeweiligen Netzwerk weitergeleitet und gestattest die Datenübermittlung an die Betreiber der sozialen Netzwerke.

Der AnfangNachdem ich kürzlich gelernt habe, einen Koffer so zu packen, dass keine Nähte einreißen, hat mich das Reisefieber gepackt. Ich sehne mich nach einem kleinen Kurztrip – nur mein Mann und ich. Venedig, Wien, Paris, diese Orte haben wir noch nie gemeinsam unsicher gemacht. Deshalb wollen wir es wagen, die Kleine in großelterliche Obhut geben und in der Stadt mit dem Eiffelturm unseren romantischen Wurzeln nachspüren… Sie sind irgendwo unten der letzten Umsatzsteuervoranmeldung und dem samstäglichen Großeinkauf verschütt gegangen.

Ohne Planung, keine Städtereise. Ja, auch wenn sie nur zwei Tage dauert. Und deswegen findet man mich dieser Tage vergraben zwischen Reiseführern und durchs Internet surfend in meinem Arbeitszimmer vor. Gedankenversunken tauche ich in Erinnerungen ein: PARIS!!! Früher war ich häufig da und spürte dabei auch die weniger touristischen Ecken auf. Stundenlang wanderte ich im Novembernebel über die Pariser Friedhöfe, teilte mein Baguette mit den Tauben im Park und fühlte mich dabei sehr „bohème“.

Scrapbooking, gewusst wie

Während ich jetzt durch unschöne Einsteckalben aus Plastik anno 1995 blättere, am PC durch zehn Jahre jüngere Schnappschüsse scrolle und lose herumfliegende Eintrittskarten und Souvenirs durchgehe, kommt mir eine Idee: Ich werde ein Scrapbooking-Album anlegen. Scrapbooking ist ein Trend, der in den letzten Jahren aus den USA und Kanada herüberschwappt. Daher auch der Name, den man gerne mit Collage-Album übersetzen darf. Wie bei so vielen Do it yourself-Ideen heißt es auch hier: Back to the roots! Macht es wie Eure Großmütter!

Paris Route

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn man ein Scrapbook anlegt. Sinnvoll ist es, sich zunächst ein Thema auszudenken. Gut eignen sich natürlich Urlaube. Alles, was sich auf einer Reise zusammentragen und aufkleben lässt, kann Teil der Collage werden. Also Eintrittskarten, Stadtpläne, die Serviette aus dem süßen Café am Montmartre, das Blatt aus dem Jardin du Luxembourg, eine französische Euromünze… Nein, die ist zu schwer. Aber wozu gibt es Stempelfarbe und so stempele ich den Umriss einfach ins Buch.

Unser persönlichstes Fotoalbum

Auf diese Weise reist man im Kopf noch einmal zurück und gibt seinen Erinnerungen einen sehr persönlichen Ausdruck. Neben Fotos und Souvenirs gehören auch kleine Anekdoten, Gedichte, Zeichnungen oder Erklärungen ins Buch – es ist ein Reisetagebuch, das mit jedem Stempel und jedem Papierchen mehr zu einem kleinen Kunstwerk wird. Wo ein Hobby ist, da ist auch ein Markt und so gibt es mittlerweile eine riesige Palette an Materialien, Werkzeugen und Anleitungen für das Scrapbooking, die man nutzen kann. Aber auch mit ein paar Farben, Klebstoff und Schere lassen sich leere Notizbuchseiten wunderbar gestalten.

Frühstück in ParisWer es doch genauer wissen will, findet im Internet zahlreiche Blogs und Videos, die sich mit dem Thema befassen. An vielen Orten treffen sich Kreative zum gemeinsamen Scrapbooken und tauschen Ideen und Materialien aus. Vielleicht mache ich das irgendwann einmal. Vorerst aber fühle ich mich in meinem Kämmerlein sehr wohl und sehr entschleunigt! Außerdem steht hier mein Computer und weil ich nicht ganz von meinem Bildbearbeitungsprogramm lassen kann, verleihe ich den Collagen mit Schattierungen und Filtern Schliff. Und wenn wir aus Paris wiederkommen, werde ich mein Parisbuch mit neuen Kostbarkeiten füllen.

Kreative Grüße, Eure Nachbarin

 

Kommentar(e) verbergen

Kommentar(e) anzeigen

Schreibe einen Kommentar