Codes entschlüsselt: Stilsicher durch den Büroalltag

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Von Montag bis Donnerstag ist ein gut sitzendes Hemd und Sakko Pflicht. Am Casual Friday darf‘s etwas lässiger sein: Mit dieser Richtlinie ist Mann im Büro auf der sicheren Seite – oder etwa nicht? Es gibt so viele Dresscodes für verschiedenste Anlässe, die Herren in der Geschäftswelt befolgen sollte. Sonst bleibt der Tritt in ein modisches Fettnäpfchen kaum aus. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie sich stilsicher durch den Büroalltag bewegen können.

Zunächst muss ich ein weit verbreitetes Missverständnis aus der Welt räumen: Ist zum Wochenende hin ein Casual Outfit erlaubt, bedeutet das nicht, dass Sie in bequemer Freizeitkleidung ins Büro kommen dürfen. Kurze Hosen sind immer tabu und auch T-Shirts müssen im Schrank bleiben. Es darf gerne ein Polohemd mit Jackett sein, wenn dazu eine farblich passende, gebügelte Hose aus Baumwolle getragen wird. Auch ein minimal geöffnetes Hemd (maximal zwei Knöpfe) und ein über die Schultern gelegter Pullover sind leger, doch gleichzeitig sportlich-elegant.

Geht es zu einem lockeren Empfang und Geschäftstreffen in lockerer Atmosphäre, sind Sie mit einem farbigen Oberhemd, einem Polohemd oder einem feinen Strickpullover und einer Flanell- oder Leinenhose passend angezogen (Stichwort: Business Casual). Loafer oder Slipper an den Füßen tun es allemal. Ist allerdings die gehobene Variante des Business Casual gefordert (Business Attire) oder steht ein Treffen mit Kunden oder Personen aus der Führungsebene an (Business Formal), sind die Regeln strenger: Der Anzug wird wieder zum Muss, ebenso die Krawatte. Farblich sind Sie mit Anthrazit, Grau, Cognac, Braun und klassischem Schwarz auf der sicheren Seite. Glatte Lederschuhe runden das Outfit ab. Etwas aufgelockert wird der Look durch eine farbige Krawatte oder ein pastellfarbenes Hemd mit Streifen. Wichtig: Nie mehr als zwei verschiedene Muster kombinieren!

Der meistgefragte Dresscode lautet Semi-Formal: Steht Kundenkontakt oder ein Meeting mit der Chefetage an, werden Anzug, Hemd und Krawatte gewählt. Halten Sie sich in den eigenen vier (Büro-)Wänden auf, darf das Sakko abgelegt werden – solange es jederzeit griffbereit ist.

Dresscodes für den Abend

Outfit-Regeln für geschäftliche Abendveranstaltungen, auf denen Sie wie tagsüber mit der passenden Garderobe glänzen sollten, gibt es selbstverständlich auch. Bei Veranstaltungen direkt nach der Arbeit – zum Beispiel einem Geschäftsessen – ist das Motto meistens Smart Casual. Das ist die Aufforderung, Krawatte und Sakko abzulegen. Brauntöne – auch bei den Schuhen – sollten unbedingt vermieden werden! War Zeit genug für einen kurzen Abstecher nach Hause, entscheiden Sie sich am besten für elegante Freizeitkleidung wie Hemd oder Polo-Shirt mit einer dunklen(!) Jeans oder einer Flanellhose.

Lautet der Dresscode für eine Abendveranstaltung Informal, besteht größte Fettnäpfchen-Gefahr! Denn Informal darf keineswegs mit informell, leger gleichgesetzt werden – meistens wird ein dunkelgrauer oder sogar schwarzer Anzug erwartet.

Noch eine Stufe schicker heißt es bei geforderten Black Tie: Hier sollte zum schwarzen Smoking ein Hemd mit einem verstärkten Kragen und Doppelmanschetten gegriffen werden. Auch Kummerbund und Einstecktuch dürfen nicht fehlen und schwarze Schuhe sollten selbstverständlich sein. Eine schwarze Fliege ersetzt die Krawatte. Beim White Tie – eine Garderobe, die oftmals bei hochoffiziellen Anlässen und Bällen gefordert wird – dürfen Sie sich so richtig in Schale werfen: Schwarzer Frack und Hose, weiße Weste mit tiefen Ausschnitt, Stehkragenhemd mit umgebogenen Ecken und verdeckter Knopfleiste sowie weiße Fliege sind hier nicht übertrieben, sondern repräsentieren den perfekten Look. Dann noch schicke Lackschuhe – und fertig ist der Gentleman.

Eher seltener geforderten sind die Cocktail und Cut-Looks. Bei eleganten Partys oder einer Vernissage ab 16 Uhr kann der Cocktail-Look als Outfitwunsch auf der Einladung stehen. Mit einem hochgeschlossenen, dunklem Anzug, einer Hose mit Bügelfalte, Hemd, dunkler Krawatte und einem lässigen Schnürschuh sind Sie hier immer gut gekleidet. Der Cut, der beispielsweise bei festlichen Empfänge bis 16 Uhr verlangt wird, zeichnet sich durch ein schwarzes Schoßsakko mit durchlaufend geschwungener Vorderkante (daher der Name Cut), einer Streifenhose ohne Umschlag, weißem Kragenhemd, grauer Weste und Krawatte aus.

Mein Tipp: Im Businessalttag ist man(n) nur selten overdressed. Schlichte Eleganz kommt immer gut an! Darum empfiehlt sich bei Unsicherheiten stets zum schickeren Dress greifen.

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