Essig und Öl: Kleiner Guide für den Gourmet-Dschungel

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Die Welt von Essig und Öl bietet unendlich viele Variationen. Bestimmt kennt ihr diesen Moment, in dem ihr vor dem Feinkost-Regal steht und euch fragt: „Worin unterschieden sich die verschiedenen Essige und Öle voneinander?“ In diesem Artikel erkläre ich euch die feinen Unterschiede und zeige euch, wie ihr diese beiden Lebensmittel am besten anwendet und lagert. Außerdem erfahrt ihr, welches Öl das gesündeste ist und was es eigentlich mit Aceto balsamico so auf sich hat.

Welche Essigsorten/-geschmacksrichtungen gibt es?

Weinessig

Balsamico-Essig von Giuseppe GiustiZunächst könnt ihr Essige nach ihren Grundstoffen unterscheiden. Weinessig wird aus Wein hergestellt. Weißweinessig enthält sechs Prozent Säure und ist somit angenehm mild im Geschmack. Nehmt ihn zu Fischgerichten, weißem Fleisch oder als Essig-Öl-Dressing zu den meisten Salaten. Aber auch zur Herstellung von Sauce Hollandaise oder zum Einlegen von Gemüse könnt ihr Weißweinessig sehr gut verwenden. Auch als Lockerungsmittel in Teigen kommt diese Sorte  gut zum Einsatz, wenn ihr mal kein Backpulver zur Hand habt. Besonders aromatisch ist der sortenreine Champagneressig, welcher zwischen sieben und acht Prozent Säure enthält. Rotweinessig schmeckt aufgrund der in den roten Trauben enthaltenen Gerbstoffe etwas herber und enthält bis zu acht Prozent Säure. Probiert ihn einmal zu Rotkohl oder kräftigen Blattsalaten. Er eignet sich auch zum Einlegen von Wild oder Rindfleisch. Sherryessig ist eine Spezialität aus Spanien, enthält mindestens sieben Prozent Säure und hat ein intensiv-nussiges Aroma. Stellt euch einmal Gazpacho oder Muscheln abgerundet mit Sherryessig vor – mhh…

Obstessig

Diese Essig-Art wird aus vergorenen Früchten gewonnen. Obstessig ist mild und fruchtig und enthält höchstens fünf Prozent Säure. Am bekanntesten ist der Apfelessig, den ihr sowohl naturtrüb als auch gefiltert erhaltet. Ihr könnt ihn für Gemüse, Fisch- oder Geflügelgerichte, Salate, zum Marinieren oder für Saucen oder Suppen verwenden. Apfelessig ist auch häufig die Basis für die übrigen Fruchtessige, da die Herstellung reiner Obstessige recht aufwändig und teuer ist. Dem Geschmack schadet das aber nicht.

 Aceto Balsamico

Von diesem Essig habt ihr sicher am häufigsten gehört. Aceto balsamico ist der beliebteste unter den Essigen und wird aus stark eingekochtem Traubenmost gewonnen, der mit Weinessig verfeinert, viele Jahre in Eichenfässern reift.  Diesen Essig solltet ihr sparsam verwenden. Besonders gut schmeckt er zu Carpaccio oder Tomaten mit Mozzarella und frischem Basilikum. Einer der „Könige“ dieser Essig-Sorte ist der Aceto balsamico die Modena tradizionale, welcher mindestens zwölf Jahre eingelagert werden muss. Sein charakteristisches Aroma und seine besondere Farbe erhält der traditionelle Balsamico-Essig durch das Holz der Fässer und den Fermentations-Prozess. Für diesen Essig werden entweder rote Lambrusco- oder weiße Trebbiano-Trauben verwendet. Die gleichen Trauben kommen auch bei dem Piazza Grande Modena zum Einsatz, den ihr bei uns im Shop erhaltet. Um als „Aceto balsamico di Modena“ gekennzeichnet zu werden, muss der Essig klar definierte Richtlinien einhalten. Beispielsweise muss der Säuregehalt mindestens sechs Prozent betragen und diese Säure darf ausschließlich aus Wein stammen und nicht aus anderen pflanzlichen Rohstoffen.

Aceto balsamico gibt es in verschiedenen Essigzubereitungen. Ob aromatisiert mit Himbeere, Feige oder Trüffel – mit ihnen könnt ihr euren Gerichten einen besonderen Pfiff verleihen!

Was ist der Unterschied zwischen Essig und Essig-Essenz?

Die zweite Art, nach welcher Essige voneinander unterschieden werden, ist ihre Herstellungsart. Während Wein- und Obstessig sowie Aceto balsamico durch Gärung entstehen, wird Essig-Essenz meist synthetisch hergestellt. Essig-Essenz besitzt außer seiner Säure keinen Eigengeschmack und enthält keine essentiellen Nährstoffe. Möchtet ihr Essig-Essenz (statt wie üblich zum Putzen) zum Zubereiten von Speisen verwenden, müsst ihr sie unbedingt verdünnen. Während Essig nämlich nur zu fünf Prozent aus Essigsäure und zu 95 Prozent aus Wasser besteht, enthält Essig-Essenz ganze 25 Prozent Essigsäure und nur 75 Prozent Wasser. In reiner Form ist sie somit schädlich für eure Gesundheit!

Welche Öle gibt es?

Im Handel findet ihr verschiedene Öle, die zu unterschiedlichen Zwecken zum Einsatz kommen.

Neutrale Öle wie Sonnenblumen-, Raps- oder Maiskeimöl sind eine preiswerte Grundlage für Mayonnaise und lassen sich gut zum Anbraten verwenden. Ihr könnt diese Speiseöle auch sehr gut mit geschmacksintensiven Ölen wie Walnuss-, Mandel- oder Pinienkernöl mischen und damit ein leckeres Essig-Öl-Dressing herstellen.

Welches Öl ist am gesündesten?

Wenn ihr Wert auf einen gesundheitsfördernden Aspekt des Öls legt, solltet ihr bei eurer Auswahl vor allem darauf achten, dass ihr ein kaltgepresstes Öl kauft. Öle, die bereits erhitzt wurden, haben möglicherweise bereits viele gesunde Inhaltsstoffe verloren.

Olivenöl

Mein Lieblingsöl ist das Olivenöl. Mir gefällt sein intensives Aroma, welches besonders gut auf knackigen Blattsalaten, aber auch auf Gurken- oder Tomatensalat zur Geltung. Eine kleine Sünde, die unglaublich gut schmeckt: Schafskäse mit Olivenöl und Oregano, garniert mit schwarzen Oliven.

Achtet beim Kauf des Olivenöls unbedingt auf die Bezeichnung „extra vergine“. Diese steht für ein Öl aus erster Kaltpressung und garantiert euch das gesündeste Öl, das ihr erhalten könnt. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken. Außerdem ist Olivenöl gut fürs Herz. Bei uns im Shop erhaltet ihr das kostbare Öl der Marke Tenuta Sant Ilario. Es ist unter anderem mit Knoblauch, Limone oder Tomate verfeinert und eignet sich hervorragend für kalte Speisen. Hergestellt wird dieses Olivenöl durch das aufwändige Verfahren der Mazeration. Durch dieses Verfahren gehen beim Einlegen nur die natürlichen Aromen und Farbstoffe der verwendeten Kräuter oder Gemüse in das Öl über. Die Mazeration dauert zwischen 20 und 24 Tagen.

Wo bewahre ich Essig und Öl am besten auf?

Essig und Öl Set von Maxwell & WilliamsEssig und Öl sollten zwar kühl gelagert werden, eine Lagerung im Kühlschrank ist aber nicht zu empfehlen. Dort können sie trüb werden und ausflocken. Am besten lagert ihr Essig und Öl im Keller oder in einem Küchenschrank, der nicht in der Sonne steht. Achtet auch unbedingt darauf, eure Gefäße fest zu verschließen.

Erlesene Essige und Öle haben wir jetzt auch neu in unserem Gourmet-Sortiment. Schaut doch mal vorbei! Ich freue mich auf euren Besuch und wünsche euch viel Spaß beim Anwenden meines kleinen Guides bei eurem nächsten Einkauf.

Eure Sabrina

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