Frühling im Anmarsch – so macht ihr euren Garten wieder fit

Frühling im Anmarsch – so macht ihr euren Garten wieder fit

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Wer hat es nicht schon bemerkt? Die Vögel zwitschern morgens fröhlich um die Wette und Frühblüher wie Krokusse und Co. stecken neugierig ihre Köpfe in die Höhe. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und ist kaum mehr zu bändigen. Nicht nur die Natur … auch Gartenliebhabern juckt’s in den Fingern. Mit der Gartenschere bewaffnet stehen sie ungeduldig in den Startlöchern. Sie warten darauf, mit dem Outdoor-Frühjahrsputz loszulegen. Um den Überblick zu bewahren, was im März ansteht, habe ich für euch eine Checkliste mit den wichtigsten To-dos erstellt. Ist alles erledigt, habt ihr den Grundstein für die kommenden Monate gelegt und bekommt, wenn ihr relaxt auf der Terrasse liegt, blühende Laune bei dem tollen Anblick eures gepflegten Gartens.

Frühlingsblumen

1. Bestandsaufnahme – wie sieht’s aus?

Je nach Temperatur und Nässe empfiehlt es sich, Anfang/Mitte März zu einer intensiven Gartenentdeckertour aufzubrechen. Bei diesem Check-up geht es darum zu prüfen, was die eisigen Temperaturen überlebt hat und in welchem Zustand sich die Pflanzen, der Rasen oder die Terrasse befinden. Nach diesem Rundgang lässt sich sehr gut einschätzen, was an Arbeit alles auf einen zukommt.

2. Laub entfernen – jetzt wird Ordnung gemacht

Die Blätter, die während des Winters Blumen und Sträucher vor dem Frost schützten, haben nun ihren Dienst getan. Um sich im Garten um alles richtig kümmern zu können, ist freie Sicht notwendig. Daher muss mit der Harke oder dem Rechen das oftmals nasse und teils verrottete Laub entfernt werden.

3. Beetpflege – lohnende Arbeit

Um zur alten Schönheit zurückzufinden, brauchen die durch die Temperaturen gebeutelten Beetpflanzen spezielle Pflege. Als erstes steht das Harken auf dem Programm. Es dient der Bodenauflockerung, so dass die Erde belüftet und Regen später besser aufgenommen wird.  Positiver Nebeneffekt: wenn man sowieso dabei ist, den Boden zu bearbeiten, kann sprießendes Unkraut direkt rausgezupft werden.

Der nächste Schritt ist das Düngen. Habt ihr im Herbst Kompost verteilt, ist weniger Dünger mehr. Andernfalls braucht der Boden jetzt viele Nährstoffe. Generell müsst ihr beachten, dass die Art und Menge des Düngers von der Pflanzenart und dem pH-Wert des Bodens abhängt.

Zum Schluss ist der Rindenmulch dran. Ein Einsatz, der sich wirklich bezahlt macht und die Arbeit in der Folgezeit verringert. Großzügig im Frühjahr verteilt, vermindert er sowohl Unkrautwuchs als auch die schnelle Bodenaustrocknung. Das bedeutet im Umkehrschluss: weniger lästiges Zupfen und Gießen und mehr Zeit für andere schöne Dinge.

4. Der Schnitt – an die Schere, fertig, los

Man glaubt es kaum, aber es funktioniert. Im Frühjahr massiv gekürzt, belohnen einen viele Pflanzen mit reicher Blüte und starkem, prächtigem Wachstum. Sinnvoll für diese Arbeit ist die Anschaffung von Gartenscheren mit verschiedenen Scherflächen. Wer sich mit der Schnitttechnik nicht sicher ist, dem empfiehlt sich ein Blick ins Pflanzenlexikon.

Schnitt

5. Rasenpflege – die Königsdisziplin

Den Rasen nach dem Winter zu ignorieren, ist keine gute Idee. Denn er rächt sich gnadenlos. Eure Feinde heißen dann zum Beispiel Moos, Klee und Gänseblümchen. Letztlich findet sich kaum mehr ein Grashalm, weil ihm von den ungeliebten Mitbewohnern die Luft zum Atmen genommen wurde. Für die ideale, jährliche Rasenpflege gibt es eine Light- und eine Vollversion. Wessen Grün dank gutem Mutterboden oder Rollrasen in einem akzeptablen Zustand ist, kann bereits durch regelmäßiges Mähen (empfohlen wird einmal pro Woche) und mehrmaliges Düngen (ca. zwei- bis dreimal pro Jahr), ein schönes Ergebnis erzielen. Wer Lehmboden oder Schattenrasen sein Eigen nennt, hat Pech. Zusätzlich zu den zwei genannten Maßnahmen wird zum Vertikutieren geraten. Beim Vertikutieren werden entweder mit einem Hand- oder Elektrogerät wenige Millimeter tiefe Risse mit Messern in den Boden geritzt. So werden zum einen Moos und Rasenfilz gelockert und herausbewegt, zum anderen die Sauerstoffversorgung verbessert.

Vertikutierer

6. Umtopfen – für ideale Bedingungen

Bisher habe ich den Fokus auf alles gelegt, was selbst im Garten wächst. Bei vielen gehören Kübel oder Kästen aber genauso zur Zierde ihres Heims dazu.  Natürlich freuen sich auch eingetopfte Pflanzen, bei der Frühjahrsroutine bedacht zu werden. Selbst wenn Dünger und regelmäßiges Gießen das Jahr über ausreichen, einmal jährlich sollte die komplette Erde ausgetauscht werden. Bei dieser Gelegenheit kann man gleich überprüfen, ob der Topf noch passt oder gegen ein größeres Zuhause ausgetauscht werden muss.

7. Terrasse fit machen – ran an den Schrubber

Frost, Nässe, Laub, Vogeldreck. Das sind nur einige Beispiele, womit ein verwaister Terrassenboden in der Winterzeit so alles Bekanntschaft macht. Um ihn für die Freiluftsaison schick zu machen, müssen Besen, Schrubber und je nachdem Pinsel ihr Bestes geben. Und so geht’s. Zuerst den Stein- oder Holzboden kehren, um den Schmutz wegzufegen. Danach gründlich nass schrubben. Eventuell muss sogar ein Hochdruckreiniger fleckigen, vermoosten Steinplatten zu Leibe rücken. Bei Holzdielen empfiehlt sich zum Abschluss das Einpinseln mit speziellen Pflegeölen oder -lasuren. Diese machen Böden resistenter gegen Nässe und schützen sie vor sonstigen Umwelteinflüssen.

8. Geräte warten – für ein effizienteres Arbeiten

Wer hat das nicht schon mal erlebt? Mit falschem oder kaputtem Werkzeug dauert alles viel länger oder klappt erst gar nicht. Um dem vorzubeugen, dieser Tipp: wartet im Frühjahr die kleinen und großen Helferlein, die Winterschlaf gehalten haben. Reinigt Schaufeln, Spaten und Co., befreit sie falls nötig von Rost und fettet sie anschließend ein. Inspiziert den Rasenmäher und bestellt gegebenenfalls ein neues Messer. Ein scharfes Stutzen dankt euch eurer Grün anschließend mit einem kräftigen, dichten Wachstum.

Geräte ölen

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