Holunderblütensirup selber machen

Holunderblütensirup selber machen

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Holunder blüht zwischen Mai und Juli. Dann stehen die Blüten wie filigrane weiße Schirmchen an den Sträuchern und duften süß nach Honig. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist bei trockenem, sonnigem Wetter, um die Mittagszeit, wenn sie das meiste Aroma verströmen.  

Der Name verwirrt zunächst, denn die weißen Blüten gehören dem Schwarzen Holunder. Sowohl die Blüten als auch die Beeren eignen sich zur Weiterverarbeitung. Aus den schwarzen Beeren, die erst im Herbst reifen, werden feine Marmelade oder Gelee. Aus den Blüten zaubern Sie selbstgemachten Holundersirup.

Die beste Erntezeit sind sonnige Mittagsstunden

Wichtig ist der Zeitpunkt der Ernte: Ideal sind sonnige Spätvormittage. Die Blüten sollten trocken und frisch sein. Regen oder Morgentau verwaschen die Duftstoffe. Pflücken – ist besser als schneiden – Sie nur die voll aufgegangenen und stark duftenden Dolden, möglichst ohne krabbelnde Minibewohner. Tipp: Legen Sie die Blüten mit den Schirmchen nach unten auf ein weißes Tuch. Angeblich verlassen Käfer und Freunde die Blüten dann. Alternativ schütteln Sie sie leicht aus. Auf keinen Fall waschen, dabei geht das Aroma verloren.

Holunderblütensirup selber machen, gehört zu den Dingen, die man sich immer wieder vornimmt. „Das mache ich auch mal!“ Oder: „Das ist eine gute Idee.“ Häufig gehen die Pläne im Alltag unter. Mit unseren Tipps frischen wir Ihre Vorsätze wieder auf. Denn Holunderblütensirup selber zu machen ist ein Kinderspiel.

Holunderblütensirup: Zucker, Wasser und Zitrone – fertig!

Alles was Sie benötigen sind Holunderblüten, Wasser, Zucker, Zitronensäure und frische Zitrone. Die jeweilige Menge hängt davon ab, wie viel Holunderblütensirup Sie herstellen möchten. Die Faustregel für 20 Dolden lautet: 500 Gramm Zitronen, 10 bis 20 Gramm Zitronensäure, ein Liter Wasser und ein Kilogramm Zucker. Variieren Sie die Angaben entsprechend Ihrer Ernte.

Die sauberen Blüten kommen zusammen mit den in Scheiben geschnittenen Zitronen in ein Gefäß – in einen großen Topf oder ein Tongefäß. Den Zucker lösen Sie in der angegebenen Wassermenge auf. Anschließend  geben Sie die Zitronensäure hinzu. Das fertige Zuckerwasser gießen Sie zum Blüten-Zitronen-Gemisch in den Topf. Mehrmals kräftig rühren. Deckel drauf und mindestens 24 Stunden stehen lassen.

Am nächsten Tag alles gut verrühren und durch ein großes Sieb in einen anderen Topf abseien. Nochmals zwei bis drei  Minuten aufkochen und mit einem Trichter in Flaschen abfüllen. Mit dem zweiten Kochen verschwinden eventuell übrige unsaubere Bestandteile restlos und der Sirup ist mindestens ein Jahr haltbar.

Zum Abfüllen können Sie handelsübliche Wasser- oder Limonadenflaschen verwenden. Tipp: Trocknen Sie die ausgespülten Flachen im Backofen bei ca. 100 Grad. Die Schraubverschlüsse kochen Sie in heißem Wasser aus. So werden Sie hygienisch sauber. Oder Sie füllen den Sirup in eine Glas-Karaffe mit Deckel – ein stilvoller Anblick auf dem Tisch oder im Küchenregal.

Aus Sirup werden Limonade oder Hugo

Zum Schluss das Beste: Familie und Gäste an einem sonnigen Sommertag bewirten. Für eine Limonade mischen Sie eine kleine Menge Sirup mit sprudelndem Mineralwasser – ausgeschenkt in klassischen Limonadengläsern oder edlen Cocktailgläsern: ein Genuss. Pfefferminzblätter, Zitronen-, Limetten-, oder Erdbeerstückchen sorgen neben dem spritzigen Anblick für eine extra frische oder fruchtige Note.

Kultgetränk "Hugo" - ganz einfach mit selbstgemachten Holunderblütensirup mixen! - © Johanna Mühlbauer

Mit Ihrem selbstgemachten Holunderblütensirup mixen Sie auch das Trendgetränk Hugo: Holunderblütensirup, Prosecco oder Weißwein, aufgefüllt mit Mineralwasser, verfeinert mit Pfefferminzblättern und einem Schuss Zitrone. Servieren Sie den Hugo in schicken Weingläsern und lassen Sie keinen Zweifel daran: Sie wissen, wie man Gäste bewirtet und den Sommer feiert.

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