Internationaler Männertag am 19.11. – Gleichberechtigung von Mann und Frau

Internationaler Männertag am 19.11. – Gleichberechtigung von Mann und Frau

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| Sabrina T. Tags: , |
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Am 19. November ist wieder „Internationaler Männertag“. Ins Leben gerufen wurde der Tag, um die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu stärken, auf benachteiligte oder diskriminierte Jungen und Männer aufmerksam zu machen und die Rolle des Familienvaters besser wertzuschätzen. Nicht zu verwechseln ist der „International Men’s Day“ übrigens mit dem „Weltmännertag“ am 03. November, welcher sich allein auf die Gesundheit von Männern fokussiert.

Der 19. November wurde im Jahr 1999 vom karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago zum Internationalen Männertag (IMD) erklärt. Im Jahr 2016 lautet das Thema „Stop Male Suicide“. Somit widmen sich dieses Jahr mit dem „Weltmännertag“ am 03.11. sogar zwei Tage dem Thema Männergesundheit.

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Männer haben eine geringere Lebenswartung als Frauen

Der IMD möchte uns darauf aufmerksam machen, dass Männer Statistiken zufolge eine weitaus geringere Lebenserwartung haben als Frauen – und das in jedem Teil der Welt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab vor kurzem eine Studie heraus, nach welcher die Lebenserwartung der im Jahr 2015 geborenen Jungen etwa 69 Jahre beträgt, während die Mädchen etwa 74 Jahre alt werden.

Die Organisation des Internationalen Männertags bezieht sich bei ihrem diesjährigen Thema auf ein gleichnamiges Buch ihres Koordinators Glen Poole. Darin sieht dieser einen Zusammenhang zwischen dem allgemeinen schlechten Gesundheitszustandes von Männern und der hohen Selbstmordrate. Dazu zählt selbstverständlich auch die psychische Gesundheit. Pooles Lösung lässt sich mit den Worten „LEARN +LOVE+LISTEN“ zusammenfassen. Damit möchte er uns für das Thema sensibilisieren und das Verständnis für die Situation der Männer stärken.

Kinder leiden sehr darunter, wenn ihre wichtige Bezugsperson vorzeitig aus dem Leben scheidet. In der Regel sind Väter für ihre Söhne die wichtigsten Vorbilder – wenn dieser früh stirbt, ist der Junge (zumindest emotional) auf sich allein gestellt. Umso dramatischer stellt sich die Lage dar, wenn sich der Vater selbst das Leben nimmt. Oft sehen Kinder eine Teil- oder sogar Vollschuld bei sich selbst und übertragen dieses Gefühl auf ihr Handeln, was bis ins Erwachsenenalter anhalten kann. Zusammen mit dem Weltkindertag am 20. November ergibt sich daher ein 48-stündiges Fest, welches die besondere Beziehung von Vätern und ihren Kindern in den Fokus nimmt.

Gleichberechtigung heißt auch, auf die Bedürfnisse von Männern zu achten

Oft vergessen wir in unserem täglichen Kampf um Gleichberechtigung von Mann und Frau, dass auch Männer diskriminiert werden und ebenfalls in die Opferrolle rutschen können. Die Frauenquote ist sicher sinnvoll, allerdings gibt es auch Männer, die Probleme damit haben, sich in der Gesellschaft behaupten zu können. Nicht nur wir Frauen leiden unter der Doppelanforderung von Karriere und Mutterschaft. Auch die Männer haben aus den Augen verloren, was eigentlich von ihnen erwartet wird.

War es früher noch eindeutig, dass der Mann Vollzeit zur Arbeit geht und die Rolle des starken Versorgers einnimmt, welcher finanzielle Probleme von der Familie fernhält, werden heute ganz andere Forderungen an ihn gestellt. Einerseits sollen Männer fürsorglich, einfühlsam und offenherzig sein und ihre Gefühle zeigen. Andererseits sollen sie aber auch die Rolle des starken Versorgers erfüllen, der möglichst keine Schwäche zeigt.

Wenn sich ein Mann heute dazu entscheidet, Elternzeit zu nehmen oder sogar ganz aus dem Job auszusteigen, muss er sich teils hämische Kommentare von Freunden oder ehemaligen Kollegen anhören, die ihn als Mann nicht mehr für voll nehmen. Zwar könnten wir Frauen jetzt sagen, dass man auf solche Meinungen nichts geben sollte, aber wir wissen auch alle, wie schwer es ist, die Meinung anderer von sich abprallen zu lassen. Sensiblere Männer leiden nun erneut doppelt, da sie einerseits ihre Karriere aufgegeben haben, andererseits aber auch in der Rolle als Familienvater nicht für voll genommen werden.

Beide Geschlechter in der Vollverantwortung

Mann und Frau stehen heute beide in der Vollverantwortung für Finanzen, Karriere und Kinderbetreuung – die Doppelbelastung ist auf beiden Geschlechterseiten größer denn je. Das soll natürlich nicht heißen: „Frauen wieder ran an den Herd und zurück zur Familie, während der Mann berufliche Karriere macht“. Aber wir sollten bei all dem Feminismus nicht aus den Augen verlieren, dass auch Männer Bedürfnisse haben, die nicht unterdrückt werden dürfen.

Aus diesem Grund lasst uns einfach mal einen Moment innehalten und uns vor Augen führen, was für tolle Leistungen unser Partner erbringt und wie oft er für uns ein Fels in der Brandung war. Bringen wir unseren Männern ein wenig mehr Wertschätzung entgegen und würdigen wir seine Anstrengung. Vielleicht mit einem kleinen Geschenk zum Internationalem Männertag?

Alles Liebe,

eure Sabrina

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