Kleine Kaffeekunde – Wissenswertes zum Lieblingsgetränk der Deutschen

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Kleine Kaffeekunde – Wissenswertes zum Lieblingsgetränk der Deutschen

Knapp 150 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Somit ist der schwarze Wachmacher das Lieblingsgetränk hierzulande. Die unterschiedlichen Bohnensorten und Zubereitungsarten machen Kaffee für mich so spannend. Ich möchte Ihnen das Wichtigste zum Kaffee nicht vorenthalten.

Unser Kaffee stammt als Pflanze eigentlich aus nur zwei „Familien“. Der bekannte „Arabica“-Kaffee ist weltweit die beliebteste Sorte. Diese Bohnen besitzen eine wellenförmige Kerbe und werden für ihr ausgezeichnetes Aroma geschätzt. Daneben existiert die widerstandsfähige Bohne „Robusta“, die mehr Koffein enthält und weniger lang reifen muss. Diese Sorte ist an ihrem geraden Einschnitt zu erkennen. Wenn es nur zwei Bohnen gibt – warum sind so viele Kaffeesorten im Handel erhältlich? Weil Kaffee in hunderten Variationen gezüchtet wird!

Außerdem ist das Endprodukt aus finanziellen und logistischen Gründen so gut wie nie sortenrein, sondern stammt von mehreren Plantagen. Auf die Qualität des Kaffees haben mehrere Faktoren Einfluss. Zum einen ist die Plantage Grundlage für guten Kaffee. Ähnlich wie beim Wein wirken Höhenmeter, Sonnenstrahlen und der Boden auf das Aroma. Die Kaffeebauern beeinflussen durch ihre Erntezeit, das Waschen, Trocknen und Sortieren den Geschmack der Bohnen. Wenn der Rohkaffee in Deutschland ankommt, verleiht die Röstung bei bis zu 300 Grad Celsius ihm das typische Aroma. Erst dann erhält die Kaffeebohne ihre braune Farbe. Kaffeetester mischen, vergleichbar mit Sommeliers und Parfumeuren, verschiedene Sorten von mild bis kräftig.

KaffeeVon Milchkaffe bis Cappuccino – Beliebte Kaffeespezialitäten im Vergleich

Bestimmt haben Sie schon viele verschiedene Kaffeespezialitäten probiert. Doch wissen Sie eigentlich was der Unterschied zwischen einem Latte Macciato und einem Milchkaffee ist?

Espresso – Kaffee in konzentrierter Form

Espresso ist deutlich dickflüssiger und aromatischer als Kaffee. Die goldene Crema stammt von den gelösten Ölen der Bohne. Ein Espresso sollte bei rund 9 bar Druck gebrüht werden. Für Espressoliebhaber, die auf eine goldene Crema und kräftigen Kaffeegeschmack nicht verzichten wollen, empfehle ich die Anschaffung einer professionellen Siebträgermaschine. Ganz wichtig: Die kleinen Espressotassen sollten stets vorgewärmt sein, damit der „kleine Schwarze“ länger warm bleibt.

Cappuccino – der Kaffeeliebling aus Italien

Beim Cappuccino, wie die Italiener ihn lieben, wird ein Espresso mit der doppelten Menga an Wasser zubereitet. In eine vorgewärmte Tasse kommt erst die erwärmte, aufgeschäumte Milch. Darauf wird dann der Kaffee geschüttet und obendrauf einen Klecks Schaum gesetzt. Damit sich Espresso und Milch optimal verbinden, sollte beides etwa die gleiche Temperatur haben.

Latte Macchiato – viel Milch, wenig Kaffee

Beim Latte Macchiato wird zu einem Espresso viel aufgeschäumte Milch gegeben. In einem hohen Glas wird diese Kaffeespezialität in drei Schichten angerichtet: Ganz unten heiße Milch, dann Kaffee und oben Schaum. Das optimale Mischverhältnis: 250ml Milch zu einem Espresso. Achten Sie auch hier darauf, dass die Milch nicht wärmer als der Espresso ist, denn so bleiben die Schichten erhalten.

Milchkaffee oder Café au Lait

Beim klassischen Milchkaffee mischen Sie zu gleichen Teilen starken Kaffee und heiße Milch. Milchschaum ist beim Milchkaffee, wie er in Frankreich, Spanien und Portugal serviert wird, nicht üblich. In Deutschland wird er jedoch häufig mit etwas Milchschaum angerichtet. Beim gemütlichen Sonntagsbrunch kann der Milchkaffe nach französischer Art aus großen Kaffeeschalen getrunken werden.

Alle Kaffeespezialitäten können Sie nach Bedarf auch mit laktosefreier Milch oder Sojamilch zubereiten.

Kurioses zum KaffeeKaffeebohnen

Als bekannte „Kaffeeländer“ mit hohen Exporten gelten Äthiopien, Brasilien und Kolumbien. Doch wussten Sie, dass Vietnam und Indonesien ebenfalls zu den internationalen Top 5-Produzenten gehören?

Wer trinkt gern und viel Kaffee? Nicht etwa Italien, Frankreich oder Spanien liegen beim weltweiten Kaffeekonsum vorne: Bis zu vier Tassen pro Tag gönnen sich die Finnen, gefolgt von den Norwegern und Dänen!

Kalten Kaffeesatz können Sie zweckentfremden: Nutzen Sie das Pulver als Pflanzendünger und reinigen Sie dank Schmirgeleffekt Blumenvasen oder Thermoskannen. Oder waschen Sie sich mit Kaffee die Hände – ein preisgünstiges Peeling, das durch das Öl der Bohne sogar pflegt!

Mit dem Label „Fairtrade“ wird nachhaltig angebauter Kaffee ausgezeichnet. Deutschland ist beim Bio-Kaffee größter Abnehmer: Gut ein Viertel der weltweiten Produktion wird für fairen Kaffeegenuss importiert.

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