Kerzen gießen

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Manche Dinge vermisst man erst nachträglich, wenn man sie wiederhat. In meinem Fall sind das echte Wachskerzen in der Weihnachtszeit. Fünf Jahre lang waren wir den Erfindern des LED-Lichts sehr dankbar. Eine tolle Alternative für alle, die kleine Kinder zu Hause haben. Aber in diesem Jahr geht kein Weg mehr an echten Kerzen vorbei. Und schon liegt er wieder in der Luft, der heimelige Duft der Kindheit, nach schwefeligen Zündhölzern, nach Bienenwachs und Tannengrün.

Beim Wühlen in der alten Kerzenkiste, kamen auch viele Reste und Stummel zutage und brachten mich auf die Idee, daraus einfach neue Kerzen zu gießen. Bisher hatte ich mich davor immer gescheut. Ich dachte, der Aufwand sei zu groß, die Technik zu schwierig. Stimmt aber gar nicht. Zum Kerzengießen braucht ihr lediglich Wachsreste, Messer und Brettchen, Klebeband und Nadel, eine Dose, einen Topf, Schaschlikspieße und verschiedene Gefäße für die Kerzen. Das alles hatte ich zu Hause, nur den Docht habe ich im Bastelbedarf gekauft.

Weiteres Material

Als Gefäße eignen sich Dosen, Tassen, Gläser, kleine Windlichter, Kuchenformen und vieles mehr. Die Wachsreste zerkleinert ihr mit dem Messer und füllt sie in eine leere Konservendose (vorher die Papierbanderole ablösen). Die Dose dann in einen mit Wasser gefüllten Topf stellen und auf dem Herd erhitzen. Je kleiner die Wachsstücke, desto schneller schmelzen sie. Ihr könnt aber auch mit dem Schaschlikspieß nachhelfen.

Wachs schmelzen

Dann klebt ihr zwei Klebestreifen an den Klebeseiten der Länge nach aufeinander, so dass der längere Streifen links und rechts noch ein Stück übersteht. Diesen dann mittig über das Gefäß kleben, in das ihr später das heiße Wachs einfüllt. Zum Beispiel eine Dose. In der Mitte mit einer Nadel oder einer Ahle ein Loch einstechen und ein passendes Stück Docht hindurchfädeln. Dieser sollte oberhalb des Klebestreifens etwa einen Zentimeter herausstehen und möglichst gerade bis zum Boden der Dose hängen. Gegebenenfalls dort mit ein paar Tropfen Wachs fixieren.

Nun könnt ihr das flüssige Wachs vorsichtig einfüllen. Ich habe dafür Topflappen benutzt. Hübsche Farbverläufe ergeben sich, wenn ihr mit mehreren farbigen Wachsschichten arbeitet. Das Gefäß einfach nur zum Teil füllen, Wachs erkalten lassen und dann mit einer anderen Farbe weitermachen. Das funktioniert auch wunderbar für diagonale Verläufe. Dazu einfach das Gefäß zum Erkalten schräg stellen – etwa mit Hilfe eines Handtuchs.

Schichtkerze

Ein guter Tipp ist auch, ein wenig Wachs zurückzubehalten, denn manchmal entstehen beim Erstarren Kuhlen rund um den Docht, die man dann problemlos noch auf auffüllen kann. Ist das Wachs fest, könnt ihr die Kerze vorsichtig am Docht aus der Form ziehen. Sollte das schwierig sein, einfach die Form für eine halbe Stunde ins Gefrierfach legen, danach löst sich das Wachs gut vom Rand ab. Genauso schön sieht es aber auch aus, wenn man die Kerze in ihrer Form lässt und diese weihnachtlich dekoriert.

Bienenwachskerze Für kleinere Kinder ist das Kerzengießen wegen des heißen Wachses noch nicht geeignet. Meine Tochter wollte aber unbedingt ihre eigene Kerze „basteln“. Deshalb habe ich Bienenwachsplatten besorgt. Mit einem Föhn anwärmen, den Docht mit etwas Überstand an der kürzeren Seite entlanglegen und die Platte vorsichtig einrollen. Am Schluss noch die Wachskante andrücken und fertig ist die herrlich duftende Bienenwachskerze. Auch schön als Geschenkidee.

Eine besinnliche Weihnachtszeit Euch allen, wünscht

Nina

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