Von Haifisch bis Button Down: Die gängigsten Kragenformen

Von Haifisch bis Button Down: Die gängigsten Kragenformen

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| Silvio Belli
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Oft sind es Details, die ein Outfit erst perfekt machen. Vor allem im Bereich Business-Mode und bei eleganten Looks gibt es viele Kleinigkeiten, die beachtet werden müssen. So muss die Krawatte nicht nur farblich und stilistisch zum Hemd passen, sondern auch Kragen und Knoten sollten harmonieren. Ich möchte Ihnen heute zeigen, welche Kragenformen es gibt und wie Sie Krawatte und Hemdkragen perfekt kombinieren können.

Zeitlose Klassiker: Kent und Haifisch

Die wohl bekannteste Kragenform ist die der Kent-Reihe. Der Name ist an den englischen Her-zog von Kent angelehnt und spricht damit für sich: Klassisch ist hier die Devise! Möchten Sie auf zeitlose Eleganz setzen, entscheiden Sie sich daher für den Kent-Kragen. Die auseinandergezogenen Krawattenspitzen eigenen sich besonders für lange und schmale Gesichter. Als Knoten bietet sich hier der Four-In-Hand und Pratt Knoten an.

Eine kleine Verjüngungskür erhält der Klassiker in der Ausführung Italian-Kent. Bei dieser jugendlicheren Variante wählen Sie eine schmale Krawatte und einen Four-in-hand Knoten dazu.

Die dritte Variante New-Kent ist eine Kombination aus Kent und Haifisch-Kragen. Großes Plus: Hier haben Sie völlig freie Wahl bei den Krawattenknoten.
Ein weiterer Klassiker ist der Haifisch-Kragen. Wie der Name schon sagt, erinnern seine weit auseinandergezogenen Kragenspitzen an Haifischflossen. Zu dieser Kragenform eignet sich besonders breite bis mittelschwere Krawatten und voluminöse Krawattenknoten wie z.B. der Windsor.

Zum Smoking: Der Stehkragen

Ist der Anlass so feierlich, dass der Smoking zum Einsatz kommt, darf es statt Krawatte die Fliege sein. Für diese bietet sich der Stehkragen an: Dabei werden nur die Spitzen nach unten geklappt. Die Fliege selbst bleibt somit unverdeckt. Übrigens: Mit einer silbergrauen Krawatte macht Ihr bei Feierlichkeiten nur wenig falsch. Generell sollten alternativ zur Fliege einfarbige Krawatten aus Seide bei festlichen Anlässen immer die erste Wahl sein.

Mit Knöpfchen: Button-Down und Tab

Button-Down ist eine Erfindung britischer Polospieler, die großen Wert darauf legen, dass ihr Outfit auch während des Spiels perfekt sitzt. Dazu gehört auch ein Kragen, der nicht verrutscht. Die Lösung: Button-Down: Wie der Name schon sagt, werden hier die Schenkel des Kragens mit einem Knöpfchen fixiert. Die Krawatte wird überflüssig – hier können Sie in Kombination mit rustikalen Stoffen wie Tweed, Cord oder Jeans mit sportlicher Eleganz glänzen.

Elegant ist der Tab-Kragen zwar auch, aber „nackt“ wird er nicht getragen: Hier kommt ein Druckknopf an einem zusätzlichen Stoffriegel zum Einsatz, der die Schenkel verdeckt zusam-menhält. Die Krawatte ist ein Muss. Als Knoten passt zu dieser Kragenform der halbe Windsor und der Pratt Knoten.

Weiß trifft Farbe mit dem Kontrast-Kragen

Ein echter Hingucker ist der sogenannte Kontrast-Kragen. Dieser findet sich an einem farbigen oder gestreiften Hemd. Er selbst ist blütenweiß und rückt damit ganz besonders in den Fokus. Wer mag, wählt Hemden, die zusätzlich weiße Manschetten besitzen.

Schlank in der Form ist der schmale Kragen. Dieser Kragen wird mit einer ebenfalls schmalen Krawatte getragen. Als Knoten bietet sich hier der Four-in-Hand Knoten an. Achtung: Das Sak-ko-Revers sollte in seiner Breite mit der Krawatte harmonieren und muss sonst ggf. angepasst werden.

Krawattenknoten

• Der Four-in-Hand: Einfache Bindung und für fast alle Krawatten und Kragenvarianten
• Der Windsor: Symmetrisch-voluminöse Form. Perfekt für gespreizte Kragen.
• Der halbe Windsor: Vereinfachte Form des Windsor. Eine Wicklung weniger und geringerer Umfang.
• Der Pratt: Krawatte wir zu Beginn der Bindung auf links gedreht. Volumen gliedert sich zwischen Four-in-Hand und Windsor.

Die richtige Krawatte zum passenden Anlass

Ihre Krawatte sollte stets dem Anlass entsprechend ausgesucht werden. Hierbei empfehle ich immer zwischen geschäftlichen und feierlichen Anlässen zu unterscheiden.

Um stilsicher durch die Bürowoche zu kommen, gibt es einige Punkte die Sie bei der Krawattenwahl beachten solltet. Wichtig ist, dass die Krawatte farblich, stofflich und vom Muster her zum restlichen Outfit passt. Die Hauptfarbe der Krawatte sollte einen Ton des Hemdes oder des Jacketts widerspiegeln oder zu einem komplementär sein. Wenn Sie gerne Farben tragen, empfehle ich auf Dunkelblau, Dunkelgrün oder Weinrot zurückzugreifen. Um etwas Abwechslung in das Outfit zu bekommen, können Sie alternativ zur Seidenkrawatte auch Modelle aus Wolle, Strick oder Kaschmir probieren.

Stehen Feste oder Abendveranstaltungen an, gilt es auf Stil und Eleganz zu achten. Auf auffällige Muster oder leuchtende Farben sollte lieber verzichtet werden. Oftmals kommt bei solchen Anlässen die Fliege zum Einsatz. Sofern hier keine schwarze oder weiße Fliege verlangt wird, können Sie mit einer klassischen, silbergrauen Variante nichts falsch machen.

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