Kulinarische Urlaubserinnerungen

Kulinarische Urlaubserinnerungen

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Die Ferienzeit neigt sich langsam dem Ende zu, es geht mit großen Schritten in Richtung Spätsommer. Für alle, die den entspannten Urlaubstagen am Meer, am Strand, am See oder am Pool wehmütig hinterherblicken, habe ich heute eine gute Nachricht: Wir verlängern uns einfach den Sommer, indem wir uns noch einmal die köstlichsten Urlaubserinnerungen auf unseren Teller holen.

Das ist fast so gut, wie tatsächlich noch mal in den Urlaub zu fahren. Die köstliche, selbstgemachte Pasta in der kleinen Trattoria in der Toskana. Die süßen Leckereien aus der Patisserie in der Provence. Das weltbeste Eis aus der Gelateria in Rom. Die herrlich frischen Fischgerichte im Hafen Lissabons oder die köstlichen Tapas aus der kleinen Bar in Barcelona. Da werden die schönsten Urlaubserinnerungen wieder wach.

Wenn ich an meine Reisen zurück denke, fällt mir zu jeder eine kleine kulinarische Besonderheit ein, die mich daran erinnert. Deren Geschmack untrennbar mit dem Gefühl von Urlaub, dem Geruch von Sonnencreme und dem Gefühl von Zeitlosigkeit und Glückseligkeit verbunden ist. Ein paar meiner Lieblingsrezepte habe ich euch heute mitgebracht.

Schon beim Kochen steigen uns Aromen in die Nase, die uns in die Ferne entführen.

Ein Salade Nicoise entführt uns ans die Küste Südfrankreichs. Mit einem Glas kühlem Weißwein fühlen wir uns fast wieder wie in Nizza, St. Tropez oder Monaco.

In Italien liebe ich es, mir für das Mittagessen richtig viel Zeit zu nehmen. Auch wenn für die Italiener das Abendessen die Hauptmahlzeit mit mehreren Gängen darstellt, nimmt man sich auch für das Mittagessen Zeit und genießt ein Glas Wein dazu. Gemütlich in einer Trattoria am Straßenrand sitzen, mit der Gabel (ohne Löffel!) Spaghetti aufrollen, dazu ein Glas Rotwein – das ist für mich italienisches Sommerglück.

Die Paella erinnert mich immer an einen Paella Kochkurs in einer wunderschönen alten Finca auf Mallorca. Über offenem Feuer in einer riesigen Paella-Pfanne habe ich gelernt, wie eine Paella zubereitet wird.

Gönnt euch eine kleine Urlaubsverlängerung und träumt euch mit meinen kulinarischen Urlaubserinnerungen ans Mittelmeer.

Eure Denise von Foodlovin’

Italien: Tagliatelle all’Amitriciana

©foodlovin' - selbstgemachte-spaghetti

Ganz wie bei Mamma! Die Taglietelle machen wir nämlich nach italienischem Geheimrezept selbst. Das ist viel einfacher als es klingt, es macht Spaß und schmeckt einfach unglaublich gut. Bei der Soße halten wir es simpel, damit unsere tollen selbstgemachten Tagliatelle auch zur Geltung kommen. Eine ganz traditionelle Sauce all’Amatriciana mit Speck und Zwiebeln passt perfekt. Etwas frischen Parmesan darüber, mehr braucht es nicht.

Für 4 Personen:

200 g Weizenmehl
200 g Hartweizengrieß
4 Eier
½ TL Salz
2 EL Olivenöl
200 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
120 g Pancetta (durchwachsener Speck)
2 EL Olivenöl
400 g Tomatensugo
3 EL Tomatenmark
½ TL Chiliflocken
70 g Parmesan, gerieben
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Das Mehl mit dem Salz und dem Hartweizengrieß in eine Rührschüssel oder auf eine saubere Arbeitsfläche geben. In der Mitte eine Mulde bilden. Die Eier und das Olivenöl in die Mulde geben und den Teig mit den Händen oder den Knethaken einer Küchenmaschine kneten, bis er ganz glatt ist. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Soße zubereiten. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Den Pancetta würfeln. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Pancetta darin kross anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Chiliflocken hinzufügen und mit anbraten. Dann das Tomatenmark hinzugeben und anrösten. Mit dem Tomatensugo ablöschen und ca. 15 Minuten bei niedriger Temperatur einkochen lassen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken.

Die Walze der Nudelmaschine auf die breiteste Öffnung einstellen. Den Teig dann portionsweise durch die Nudelmaschine drehen. Wieder zusammenfalten und nochmals durch die Maschine drehen. Diesen Vorgang 7 – 10 mal wiederholen Die Maschine dabei immer dünner einstellen, bis der Teig ca. 2 – 3 mm dünn ist. Den Aufsatz für Tagliatelle anbringen und die Nudeln damit in Form bringen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Tagliatelle hineingeben und 2 – 3 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Abgießen und gut abtropfen lassen. Die heiße Pasta auf 4 Teller aufteilen, jeweils eine große Kelle Soße darüber geben, großzügig mit Pecorino bestreuen und sofort servieren.

Tipp: Wer keine Nudelmaschine hat, verwendet einfach 400 g frische Pasta aus dem Kühlregal.

Spanien: Paella

 

© foodlovin' - paellapfanne mit Oliven

Das traditionelle Paella Rezept stammt aus Valencia. Neben Safran und Huhn gehört auch Kaninchenfleisch in das Original-Rezept. Meine Paella ist eher eine Crossover Variante aus verschiedenen Regionen. Ohne Kaninchen, dafür mit ein paar Garnelen und Iberico-Schweinefilet. Ganz wichtig: Die Paella nicht umrühren! Nur so bildet sich die für die Paella typische knusprige und besonders köstliche Kruste.

Für 4 Personen:

4 kleine Hähnchenkeulen
2 EL Olivenöl
100 g Chorizo
200 g Iberico Schweinefilet
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
500 g Reis
1 Dose Safran
1 l Hühnerbrühe      
300 ml Weißwein
3 Lorbeerblätter
1 TL Paprikapulver
8 große Garnelen
200 g TK Erbsen
1 Bund Petersilie
1 Zitrone
80 g Schwarze Oliven

Die Hähnchenkeulen waschen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer Paellapfanne erhitzen und die Keulen darin 5 Minuten rundherum anbraten, dann beiseite legen. Die Chorizo in Scheiben schneiden und in der Pfanne anbraten, Herausnehmen und abtropfen lassen. Das Schweinefleisch klein würfeln und ebenfalls in der Pfanne anbraten. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, fein würfeln und hinzufügen.

Den Reis und den Safran dazugeben, kurz mitbraten und mit dem Wein ablöschen.  Die Hähnchenkeulen, Chorizoscheiben und die Lorbeerblätter auf den Reis legen. Die Hälfte der Brühe in die Pfanne gießen , mit dem Paprikapulver würzen und auf niedriger bis mittlerer Temperatur 15 Minuten schmoren lassen. Dabei nicht umrühren.

Die Garnelen unter kaltem Wasser abspülen. Mit den Erbsen unter den Reis mischen. Die restliche heiße Brühe dazu gießen und weitere 15 Minuten schmoren lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie fein hacken und die Zitrone in Spalten schneiden. Die fertige Paella mit Petersilie bestreuen, mit den schwarzen Oliven belegen und mit Zitronenspalten garnieren. In der Pfanne servieren.

Frankreich: Salade Nicoise

©foodlovin' - salade-nicoise

Einen Nizza Salat kennt jeder. Aber habt ihr ihn schonmal mit frischem Thunfisch probiert?  Das ist eine ganz andere Liga als der abgepackte Salat mit Thunfisch aus der Dose. Mit knackigen Bohnen und einem himmlischen Dressing wird aus einem einfachen Salat ein Luxus-Teller, der dem schicken Nizza alle Ehre macht.

 Für 4 Personen:

250 g Römersalat
4 mittelgroße Kartoffeln
500 g frische Thunfischsteaks
2 EL Olivenöl
4 Tomaten
150 g grüne Bohnen
4 Eier
120 g schwarze Oliven
3 EL Olivenöl
3 EL Rotweinessig
1 TL Dijon Senf
1 Schalotte
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Die Kartoffeln in Salzwasser bissfest kochen. Abgießen und auskühlen lassen. Die Eier 10 Minuten lang hart kochen., abschrecken und beiseite legen.
Den Römersalat waschen, trockenschleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Die Tomaten waschen und vierteln.
Die grünen Bohnen putzen. Einen kleinen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Bohnen darin kurz blanchieren. Eiskalt abschrecken und ebenfalls zur Seite stellen.

Für die Vinaigrette die Schalotte schälen und fein würfeln. Mit dem Olivenöl, Rotweinessig und Dijon Senf verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Römersalat auf 4 Teller aufteilen. Die Kartoffeln pellen, in Scheiben schneiden und auf dem Salat verteilen. Jeweils eine Hand voll grüner Bohnen dazu geben. Als nächstes die Tomatenviertel auf dem Salat verteilen, dann die Eier pellen, vierteln und ebenfalls dazugeben. Die schwarzen Oliven über dem Salat verteilen. Großzügig mit der Vinaigrette beträufeln.
2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Den Thunfisch darin von jeder Seite 1 – 2 Minuten anbraten, so dass er in der Mitte noch roh ist. Salzen und Pfeffern, in Scheiben schneiden und auf den Salat legen.

Mit frischem Baguette servieren.

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