Nähmaschinen-Guide – Teil 2

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Von der Nadel bis zur Glühbirne: Zubehör für Ihre Schneiderwerkstatt

Das wichtigste Zubehörteil für jede Nähmaschine  ist die Nadel. Genauer gesagt das Nadelset, denn eine einzige Nadel hat schnell ausgedient. Bei der Herstellung ist höchste Präzision gefragt, wenn bei mehreren Tausend Stichen pro Minute absolut exakte, gleichmäßige Nähte die Regel sein sollen. Und auch die Nadelbefestigungsschraube muss viel leisten. Deshalb sollten Sie die vor dem Nähen stets kontrollieren.

Prym_NähnadelnUnterschiedliche Nadelstärken und Spitzenformen kommen für verschiedene Arten von Textilien zum Einsatz. Wählen die die Nadelgröße nach der Fadenstärke: Der Faden muss frei in der Rille liegen und darf nicht klemmen.

Durch genormte Farbcodes werden die Nadeltypen für unterschiedliche Textilien markiert. Farblose Nadeln sind Universalnadeln und werden nach einer der meistverwendeten Stoffarten auch als Jerseynadeln bezeichnet. Rot steht für Zierstichnadeln, Blau für Jeansnadeln mit Rundspitze und starkem Schaft. Violett bedeutet Mikrofaser, Grün Steppnadel, Gelb Stretchnadel mit Kugelspitze und Blau ist die Ledernadel, die häufig mit Schneidspitze ausgestattet ist.

Auch das passende Nähgarn ist für den Erfolg unerlässlich. Hochwertige Garne sind reißfester, fasern weniger aus und halten deutlich länger. Baumwolle ist dezent, schick und reißfest, aber nicht dehnbar. Polyester besitzt einen auffälligen Schimmer, der nicht zu jedem Stil passt. Eine Naht aus Polyestergarn dehnt sicht mit. Seide ist leicht und edel und damit sehr gut für leichte Stoffe und festliche Schnitte geeignet. Auch eine Seidennaht dehnt sich mit dem Stoff.

Zum Zubehör, dass immer in Reichweite sein sollte, gehören weiterhin die hochwertige Schneiderschere und Kreide, um den Stoff zu markieren. Eine einstellbare Schneiderbüste ist ein tolles Werkzeug, um Schulter- und Halsweiten einfach und exakt zu definieren und anzuheften. Dazu gehören natürlich die unverzichtbaren Stecknadeln. Schließlich spart der Nadeleinfädler wertvolle Zeit und Nerven.

Ein kleines, aber nicht zu unterschätzendes Zubehörteil ist die Glühbirne der Nähmaschine. Die Beleuchtung des Nähfußes ist notwendig für eine exakte Nahtführung. Ersatz der oft sehr speziellen Bauteile gibt es oft nur auf Bestellung vom Hersteller. Das ist ärgerlich, wenn man bis zur Lieferung nicht weiterarbeiten kann. Es lohnt sich daher, eine Nähmaschinenglühbirne auf Vorrat zu haben.

Mit Pflege, Öl und Reinigung haben Nähmaschinen ein langes Leben

Nähmaschine_NecchiEine Nähmaschine ist ein komplexes Gerät, das gut gepflegt sein will, damit Sie lange Freude daran haben. Als ersten Schritt können Sie sich Ihren Arbeitsplatz so einrichten, dass Sie bequem auch für größere Arbeiten Platz haben. Dazu gehört ausreichend Ablagefläche für Hilfsmittel und Zubehör und auch viel Platz, um Stoffe zum schneiden und markieren auszubreiten.

Pflege heißt bei einer Nähmaschine mit vielen hochpräzisen, beweglichen Bauteilen auch regelmäßiges Ölen. Wann und wie oft man eine Nähmaschine ölen muss, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Das kann einmal im Jahr sein oder auch nach jedem größeren Projekt. Spätestens, wenn die Führung der Nadel weniger leichtgängig wirkt, ist aber ein Tropfen Nähmaschinenöl die erste notwendige Abhilfe.

Oft muss das Gerät dafür gar nicht geöffnet werden. Das Öl kann einfach von außen in spezielle Öffnungen gegeben werden. Ist das Öffnen vorgesehen, dann sollten Sie genau die Anleitung befolgen. Auch die Ölzugabe sollte exakt nach Anleitung erfolgen. Partien, die geölt werden müssen, sind oft farblich markiert. Meist ist das alles, was sich in Kontakt zu anderen Bauteilen bewegt. Das Treibrad mit dem Riemen darf kein Öl abbekommen. Nutzen Sie nur spezielles Nähmaschinenöl und nähen Sie anschließend solange auf Stoffresten, bis Sie sicher sind, dass an der Nadelführung keine Ölspuren entstehen.

Hochwertige Nadeln müssen relativ selten ausgetauscht werden. Wenn die Stiche allerdings unregelmäßig oder schwergängig wirken, sollten Sie auch den Zustand der Nadel überprüfen.

Schließlich gehört zur richtigen Pflege auch die regelmäßige Reinigung. Staub und und Fadenreste sollten Sie entfernen, bevor sie sich im Inneren der sensiblen Geräte festsetzen können. Dazu reicht es, die Nähmaschine vor und nach der Verwendung mit einem Mikrofasertuch trocken abzuwischen.

Bei grober Verschmutzung, zum Beispiel nach langer Lagerung unter ungünstigen Umständen, sollten Sie das Gerät vorsichtig öffnen, die freien Gehäuseteile feucht abwischen und dann zunächst komplett trocknen lassen. Das mechanische Innenleben können Sie mit dem Handsauger behutsam aussaugen und danach gut ölen. Im Normalbetrieb bei regelmäßiger Pflege sind solche Prozeduren nicht notwendig.

Nähmaschinen sind hochpräzise und komplexe Geräte, die Ihnen mit cleveren Lösungen schwierigste Arbeiten abnehmen. Behandeln Sie die wertvollen Geräte gut und genießen Sie den Luxus maßgeschneiderter Einzelstücke im Kleiderschrank!

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