Nudelmaschine: Pasta selbst gemacht!

Nudelmaschine: Pasta selbst gemacht!

Dir gefällt dieser Artikel10
| gastblogger Tags: |
Dir gefällt der Beitrag? Dann teile ihn mit Freunden, Familie und Bekannten! Mit dem Klick auf den Social Media Button wirst du zu dem jeweiligen Netzwerk weitergeleitet und gestattest die Datenübermittlung an die Betreiber der sozialen Netzwerke.

Und wieder steht es auf dem Speiseplan, das wahrscheinlich einfallsloseste Gericht des Singlehaushalts: Nudeln mit Tomatensoße. Lecker aber langweilig – dafür schnell zubereitet. Aber weit gefehlt! Die Vorzeichen ändern sich ganz schnell, wenn man von der Tomatensoße bis zur Pasta alles selbst frisch zubereitet.

Gut, lecker bleibt, aber der Rest macht eine Kehrtwendung: Selbstgemachte Spaghetti sind alles andere als langweilig! Wirklich schnell zubereitet sind sie für den Leihen allerdings die ersten Male ebenfalls nicht unbedingt. Aber Übung macht den Meister!

Schritt eins: Voller Tatendrang eine Nudelmaschine besorgen. Die stylishen Edelstahl-Geräte mit Handkurbel sind mittlerweile nicht einmal mehr besonders teuer. Das Einzige was Ihr also braucht, ist ein wenig Mut sich in die uralte Tradition des Nudelmachens zu stürzen.

Uralt ist hierbei durchaus wörtlich zu nehmen. Schließlich werden seit über 4000 Jahren Nudeln hergestellt. Die Teigware verbreitete sich etwa zeitgleich im Mittelmeerraum und in Ostasien.

Spaghetti: gleichmäßig dünn, einheitlich lang – challenge accepted!

Der Erfolg beim Kochen steht und fällt auch bei der Pasta-Produktion mit den richtigen Zutaten. Mehl, Wasser, Olivenöl, Salz – da kann man doch nicht viel falsch machen? Ganz so leicht ist es nicht, schließlich wollen wir hier ja echt italienische Spaghetti zubereiten.

Der Italiener bevorzugt für seine Pasta „Farina dopio zero“, ein besonders feines Hartweizenmehl mit einem hohen Kleberanteil. Unser hiesiges 405er Mehl kann da nicht mithalten. Es sei denn man mischt es im Verhältnis 1:1 mit Hartweizengrieß. So gelingt auch nördlich der Alpen ein geschmeidig elastischer Nudelteig.

Ob in den Nudelteig Eier gehören oder nicht, kann jeder selbst entscheiden. Eier im Nudelteig machen ihn aromatischer und fester. Außerdem erhöhen sie die Klebefähigkeit des Teigs. Teig mit Eiern eignet sich besonders gut für die Herstellung von Bandnudeln wie Tagliatelle oder Fettuccine und für die Herstellung von gefüllten Nudelsorten wie Ravioli oder Tortellini.

Für echte Spaghetti wird ein Teig ohne Eiern gemacht. Für den nötigen Halt sorgt der beigefügte Hartweizengries. Als Grundrezept kann man sich an folgendes halten:

  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 150 g Hartweizengrieß
  • Salz
  • 150 ml kaltes Wasser
  • etwas Olivenöl

Die Zutaten werden etwa 10 Minuten ordentlich geknetet, bis der Teig glänzt, elastisch ist und nicht mehr klebt. Anschließend wandert der Teig, gut verpackt in Frischhaltefolie, an einen Ort mit Zimmertemperatur. Für etwa 30 Minuten.

Nudelmaschine_GALERIA KaufhofDann nochmals gut durchwalken, ausrollen und schon seid Ihr soweit. Endlich kommt die Nudelmaschine ins Spiel. Einfach den Teig zwischen die Walzen der Nudelmaschine legen und loskurbeln. Wer dünne Pasta bevorzugt, arbeitet sich langsam von Regler-Position 1, auf Regler-Position 3 durch – der Teig durchläuft dann quasi mehrere Kurbelgänge und wird dadurch immer dünner. Keine Angst, wenn sich der Teig beim ersten Versuch noch zusammenfalten sollte oder dergleichen. Ein guter Nudelteig verzeiht vieles und mit ein bisschen Übung klappt der Umgang mit der Nudelmaschine in kurzer Zeit reibungslos.

Ist der Teig gleichmäßig dünn ausgerollt sind die Schneidwalzen der Nudelmaschine dran – sie bestimmen die Form der Nudeln: also Spaghetti oder Linguine. Dazu steckt Ihr einfach nur die Kurbel um und walzt den Teig nochmals durch. Was eben noch glatter Teig war, haltet Ihr nun als Spaghetti in den Händen.

KitchenAid NudelvorsatzWer im Besitz einer KitchenAid Artisan ist, tut sich übrigens nicht nur beim Teigkneten leichter. Für die Küchenmaschine gibt es auch einen speziellen Nudelvorsatz. Mit dem klappt das Teigwalzen ganz ohne Kurbeln, einfach auf Knopfdruck.

Wie gewohnt kochen – fertig

Alles Weitere läuft wie bei fertig gekaufter Pasta ab. Achtung: Frische Pasta muss deutlich kürzer kochen, als getrocknete Nudeln um al dente zu werden. Selbstgemachte Nudeln kann man übrigens ganz leicht trocknen und dann lange Zeit aufbewahren. So müsst Ihr nicht bei jedem Nudel-Jieper die Nudelmaschine auspacken. Legt Euch einfach einen kleinen Vorrat an und genießt im Handumdrehen selbstgemachte Pasta.

Achtet beim Kochen immer darauf, dass das Kochwasser ordentlich gesalzen ist. Während mit dem Salz bei der Teigherstellung noch zögerlich umgegangen werden sollte, da es den Teig brüchig macht, darf hier ruhig mutig eine halbe Handvoll Salz in das Wasser gegeben werden.

Die klassische Tomatensoße ist schnell hergestellt. Oder Ihr genießt die frischen, selbstgemachten Spaghetti einfach „aglio olio“. Dafür die Spaghetti in etwas in Olivenöl angeschwitztem Knoblauch schwenken und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frisch geriebener Parmesan macht aus dem Ganzen eine echte Delikatesse.

Gutes Gelingen bei den ersten Schritten mit der Nudelmaschine und einen guten Appetit!

Kommentar(e) verbergen

Kommentar(e) anzeigen

Schreibe einen Kommentar