Outdoorbekleidung: Gut gerüstet auf den Berg

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Ein Gastbeitrag von Frank Selter – Outdoor-Experte und passionierter Bergsteiger.

Immer zu Beginn der jährlichen Wandersaison heißt es, gut vorbereitet in die Berge zu gehen. Was könnte hier besser sein, als eine kleine Checkliste vom Vorjahr zur Hand zu haben, um diese vor Abreise in Ruhe durchzugehen. 

Was nun wirklich zur Wanderausrüstung gehört und was nicht, ist vor allem in Zeiten des Trends zum „Ultralight Trekking“ fast schon zur Philosophie geworden.  Doch da ich mich hier nicht dem Extrem- und Hochleistungsportler widme, will ich mich erst mal auf die Basics konzentrieren, die in jedem Rucksack im Sommer in den Bergen dabei sein sollten.

Das beginnt zunächst mit einer vernünftigen, bergtauglichen Outdoorbekleidung und geht dann weiter zum Wanderequipment. Grundsätzlich sollte man an der Ausstattung nicht sparen, allerdings muss es auch nicht immer die teuerste Markenausrüstung für eine Woche Wanderglück in der Bergen sein. Daher habe ich für sie eine Auswahl der wichtigsten Dinge zusammengestellt.

Was gehört zu einer richtigen Outdoorbekleidung dazu?

WanderstiefelWanderschuhe

Festes Schuhwerk ist unabdingbar. Die Schuhindustrie bietet hier eine Vielzahl an Modellen für jeden Einsatz an. Das Wichtigste: Die Wanderschuhe müssen gut passen! Dafür lasst ihr euch am besten direkt in der Filiale beraten. Dort bekommen Sie auch die besten Tipps zu ihrem Schuhtyp. Neue Schuhe sollte man bevor es auf die große Tour geht in kurzen Wanderungen erst mal einlaufen und ein paar Notpflaster für mögliche Blasen und wunde Stellen parat halten.

Wandersocken

Wandersocken sind deshalb sinnvoll,  weil sie an den zu Druckstellen neigenden Bereichen besonders gepolstert sind und eine spezielle Nahtverarbeitung zur Vermeidung von Druckstellen haben. Meine Empfehlung: Zu Merinosocken greifen. Diese sind zusätzlich geruchsneutralisierend.

Wanderhose

Eine Jeans ist denkbar ungeeignet. Sie ist schwer und saugt sich im Falle eines unerwarteten Regengusses schnell mit Wasser voll. Ab besten bewährt haben sich Wanderhosen mit Imprägnierung oder aus speziellen Funktionsfasern wie Gore-Tex & Co. Diese sind atmungsaktiv, wind- und wasserabweisend und bieten zusätzlich einen UV-Schutz. Wer möchte kann auch ein Modell mit abnehmbarem Bein wählen und beim schweißtreibenden Aufstieg eine kurze Hose daraus machen.

Wander- und Regenjacke

Softshelljacke

Eine Vielzahl an Möglichkeiten wird uns hier geboten, die je nach Vorliebe und Wettersituation gewählt werden kann. Die drei wichtigsten Typen in Punkto Outdoorjacken: Softshell-, Hardshell- und Regenjacke. Wer nur mit einer Jacke unterwegs sein möchte, sollte sich die teurere Hardshelljacke zulegen, denn diese ist atmungsaktiv, wärmend und schützt auch vor Regen. Die Softshelljacke ist zwar gut zum Überziehen, atmungsaktiv und schützt ebenfalls  vor Wind und Kälte, aber bei einsetzendem Regen ist sie nur bedingt tauglich. Dann muss noch eine leichte Regenjacke mit in den Rucksack.

Funktionshirts

FunktionsshirtDiese sind nicht nur Pflicht, sondern sehr ratsam. Denn sie sind die direkte Schicht auf unserer Haut und dienen dem schnellen Abtransport des Schweißes und somit der Regulierung der Körpertemperatur. Wer sich für Kunstfasershirts entscheidet, der sollte eine zweite Garnitur mit auf den Berg nehmen, um auf dem Gipfel das verschwitzte und nasse Shirt gegen ein trockenes austauschen zu können.

Wer lieber auf Naturfaser setzt, hat mit Merinoshirts inzwischen eine sehr große und gute Auswahl und benötigt keine zweite Garnitur. Im Gegensatz zu Kunstfaser hat die Funktionsfaser der Natur – Merinowolle – nicht nur den Vorteil, dass sie geruchsneutral ist, sondern ebenfalls die Köpertemperatur reguliert. Außerdem nimmt sie bis zu 35% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf, bevor sie überhaupt nass wird. Und selbst dann wärmt sie noch und trocknet wieder schnell ab. Was die wenigsten wissen, ist, dass sie neben vielen anderen positiven Eigenschaften auch einen natürlichen UV-Schutz von 40+ besitzt. Die heutigen Qualitäten sind absolut kratzfrei und wer keine Unverträglichkeit gegen das in der Wolle enthaltene Wollwachs hat, dem bieten sie einen extrem hohen Tragekomfort.

In beiden Fällen, ob Kunstfaser oder Merinowolle, sollte man sich eine kleine Garnitur an Kurzarm- und Langarmshirts zulegen. Besonders komfortabel ist ein Zip-Neck, das über den Reißverschluss am Kragen auch den Hals wärmt oder die Zufuhr von kühlender Luft zur Regulation zulässt.

Kopfbedeckung

Sehr wichtig aufgrund der starken Sonneneinstrahlung in den Bergen ist eine Kopfbedeckung. Sie schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor einem Sonnenstich. Dies kann eine leichte Mütze sein, ein Kopftuch oder ein Trekkingtuch, was ein langgezogener Stoffschlauch ist, der sehr vielseitig als schmales Tuch um Kopf und Stirn oder komplett kopfbedeckend und auch wahlweise um den Hals getragen werden kann.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei eurer Bergtour! 

Frank Selter

Schaut doch auch mal im Online-Shop „Kaipara“ von Frank Selter vorbei. Dort gibt es nachhaltig produzierte Funktions-Shirts aus Merinowolle – „Made in Germany“.

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