Pebble: Die neue Generation der Indie-Smartwatches

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Ein Pebble ist ein Kieselstein auf englisch. Hinter dem Namen verbirgt sich auch ein faszinierendes Stück Technik und Design. Die Pebble hat als puristische Smartwatch von Anfang an für Furore gesorgt und sich neben den Großen der Branche erfolgreich ein dickes Stück vom Kuchen gesichert. Mit den Modellen Time und Steel geht das begehrte Stück Technik nun vielbeachtet in die nächste Runde.

Die Pebble Uhren haben Maßstäbe gesetzt, die selbst eine große Marke mit Kernobst im Logo nicht so leicht beiseite lassen kann. Das High-Tech-Projekt wurde von Anfang von überzeugten Nutzern finanziert und ist bis heute der mit Abstand größte Erfolg auf der Startup-Plattform Kickstarter.

Wie das funktioniert hat? Mit einem Design- und Funktionskonzept, das sich an den großen Fragen orientiert: Was soll eine Smartwatch können? Wieviel soll sie kosten? Und wozu braucht man eine Smartwatch eigentlich?

Pebble_WatchMit ihren selbstbewussten Ecken ist die Pebble die tiefenentspannte Cross-Plattform-Smartwatch, die alles hat, was der User braucht. Und die ihn darüber hinaus dezent in Ruhe lässt. Zum elegant nerdigen Auftreten gehört der überzeugend niedrige Preis. Und das bereits ikonische E-Paper-Design, dem alles Überflüssige ein Gräuel ist.

Die Pebble Time bleibt puristisch bei den Stärken des Klassikers und pflegt trotz ihres schicken Auftretens eine sympathische, leicht nerdige Eleganz. Poliert, glatt und konsequent entwickelt die Pebble Steel die Stärken der Indie-Smartwatch weiter. Und neben der bekannten, selbstbewusst eckigen Displayform gibt es die Pebble Time Round nun auch mit einem runden Display.

Was ist drin und wie funktioniert die Pebble Uhr?

Gleich zu Anfang: Wer nur auf die Äußerlichkeiten achtet, kommt leicht in Versuchung, die Pebble Smartwatches im Vergleich mit Android Wear-Geräten und der futuristischen Apple Watch abzuschreiben. Um dabei nichts zu verpassen, sollte der Smartwatch-Käufer sich vor Augen halten, dass die Pebble nie vorhatte, mit gleißenden Oberflächen und schillernden High-Resolution-Effekten zu konkurrieren. Die ersten Modelle setzten auf ein Monochrom-Display, das nicht ganz zufällig an die Farbgebung des beinahe prähistorischen Nintendo Game Boys erinnerte.

Der E-Paper-Screen illustriert, worauf es der Pebble ankommt: Hohe Funktionalität, die alles hat, was der Nutzer von einer Smartwatch wirklich möchte. Und die auf hübsche, aber weitgehend nutzlose Effekte verzichtet, die aus der Sicht der Pebble-Fangemeinde vor allem eines tun: Ressourcen verschwenden. Der Fokus liegt eindeutig auf den Messenger-Funktionen, die von lustigen Spielereien abgesehen im Alltag vorrangig genutzt werden. Deshalb hat die Uhr, die ja von vornherein so konzipiert ist, dass sie das Smartphone begleitet, auch nichts an Bord, das am Telefon ohnehin verfügbar ist. Das Weglassen eines GPS-Sensors wirkt sich nicht nur preislich aus, sondern sorgt auch für eine angenehm schmale Silhouette.

ÄhnlPebble_Watch_whiteich puristisch und klar zeigt sich das Bedienkonzept. Wo die meisten Smartwatches auf dem Markt versuchen, mit Wischgesten moderne Usability zu erzeugen, sorgt die Pebble mit vier großen Tasten für handliche Übersichtlichkeit. Und während das Wischen sich auf 1 1/4 Zoll zum filigranen Fingerballet entwickelt, kriegt der Pebble-Nutzer mit einem Knopfdruck das, was er will.

Die Pebble Time hat mittlerweile ein schönes Farbdisplay bekommen. Das wertet den optischen Eindruck für Mainstream-Nutzer deutlich auf. Und ist so sparsam gestaltet, dass eine der größten Stärken klar bestehen bleibt. Bei der Akkulaufzeit ist eine Pebble Time der Konkurrenz gleich um mehrere Längen voraus. Fünf bis sieben Tage Laufzeit sind keine Übertreibung, sondern auch dann noch machbar, wenn ihr gerne mal eine der coolen Spiele-Apps ausprobiert. Die neue Pebble Steel hält sogar bis zu zehn Tagen, ohne einzuknicken.

Und wie schnell lädt die Pebble? Das Ladekabel dockt bei der Pebble Time und Pebble Steel sicher an Pins auf der Rückseite an. Und die Ladezeiten sind genauso zufriedenstellend, wie die Laufzeit.

Apps, Watchfaces und die neue Pebble Timeline

Die Funktionen, Apps und Watchfaces der Smartwatches werden vom Pebble OS gesteuert. Die Geräte sind getreu dem Originalansatz plattformunabhängig und lassen sich problemlos mit modernen Smartphones mit Android oder iOS koppeln.

An Bord sind die Hauptfunktionen eines Fitnesstrackers. Aktivitäten tracken, Schritte zählen und zu den persönlichen Bewegungszielen motivieren – das erledigt die Pebble mit einfachen und sehr schicken Anzeigen und ohne überflüssige Spielereien. Für Monats- und Wochenübersichten lässt sie sich problemlos mit Google Fit oder Apple Health kombinieren. Die vielgelobte Jawbone-App oder das beliebte Misfit stehen häufig auf der Empfehlungsliste, um die Pebble Uhren sportlich zu komplettieren.

© Copyright 2016 Pebble_whiteIst die Pebble wasserdicht? Aber sicher, und zwar nicht nur spritzwasserfest, sondern bis 50 Meter. Was den Einsatz als Fitness-Uhr einschränkt, ist der fehlende Herzfrequenzsensor. Er lässt sich entweder extern ergänzen. Oder ihr wartet auf die Entwicklung der Smart Straps, die auch solche Zusatzfunktionen übernehmen sollen. Dazu gibt es viele Gerüchte, aber noch keine offizielle Ankündigung.

Insgesamt entwickelt sich die Auswahl verfügbarer Apps, wobei die Anzahl bisher noch zwischen fünf und zehntausend liegt. Die Developer-Gemeinde ist sichtlich stärker bei Apple und Android-Wear engagiert. Jedoch greifen Pebble-Nutzer bei so gut wie allen Themen auf eine solide Auswahl zurück. Dabei überzeugen nicht zuletzt auch die gelungenen Games im Retrolook: Wie der legendäre Pixel Miner. Auch der Fokus von Pebble Time und Pebble Steel liegt nicht in der ausufernden Ausstattung mit Apps für jede Gelegenheit. Vielmehr in der komfortablen Integration in den Alltag – mit Funktionen, die tatsächlich genutzt werden.

Die Companion App, über die Erweiterungen für die Pebble bezogen werden, unterscheidet dabei zwischen Apps und Watchfaces. Letztere haben hier weit mehr Bedeutung, als nur einen hübschen Hintergrund für die Uhrzeit anzubieten. Die Watchfaces organisieren individuell und nutzungsorientiert die angebotenen Informationen.

Bestes Beispiel: Die brandneue Pebble Timeline, mit der die Indie-Smartwatch erneut Maßstäbe zu setzen scheint. Die Timeline hält verpasste Alarme und Benachrichtigungen übersichtlich vorrätig. Ähnlich wie seinerzeit die lange Akkulaufzeit hat auch die Möglichkeit zur Reise in die jüngere Vergangenheit das Potential, die Smartwatch-Nutzung nachhaltig zu verändern. Nicht zuletzt verspricht die Timeline zukünftig auch eine neue Funktionalität für Messenger- und Info-Apps.

Die neue Pebble Time liefert konsequente Funktion mit den gewohnten Stärken der Indie-Smartwatch. Die Pebble Steel legt auch noch die Extraportion Style obendrauf.

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