PiepEi & Friends: Eierkochen für Hartgesottene und Weicheier

PiepEi & Friends: Eierkochen für Hartgesottene und Weicheier

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Es ist wieder passiert: Da war so ein kleines, einfaches Ding, das ich irgendwie witzig fand. Und es endet mit einem Post, der gar nicht enden will. Dieser Beitrag ist sozusagen aus dem PiepEi geschlüpft. Ich mag ja wenig elektronische Küchenhelfer. Aber den hier würde ich tatsächlich mehrfach verschenken.

piep-ei1Das PiepEi ist eine Eieruhr von Brainstream. Und soweit die Recherche reicht, ist sie wohl die erste Eieruhr zum Mitkochen. Sie hat natürlich die richtige Form dazu und unterscheidet sich von ihren langsam köchelnden Geschwistern nur in Farbe und Innenleben. Da befinden sich, wasserdicht verpackt, ein Temperatursensor und ein kleines Sound-Modul.

So erkennt das PiepEi am eigenen Leibe, wenn seine Nachbarn soweit sind. Und dann singt es für Euch. Naja, es piept. Zu haben ist es in drei Varianten mit spürbarem Sinn für Humor. Detlef für ausgemachte Weicheier, Schantall für die breite Anhängerschaft von „außen hart und innen ganz weich“ und schließlich den hartgesottenen Hartmut.  Sondereditionen wie das hochkarätige Goldene PiepEi haben zu drei Härtegraden ihre Melodien zu piepen.

Die Brainstreamer aus Bielefeld haben sichtlich Spaß an ihrer kleinen Erfindung. Auf der Website können Sie das Goldene Ei übrigens probehören! Dank zuverlässiger Funktion gepaart mit wahrhaft klassischer Formgebung macht das Eierkochen auch wirklich ein bisschen mehr Spaß. Sollte der kleine Radaumacher nicht mehr aufhören wollen, hilft die Verbannung in den Kühlschrank.

Die Frühstückseier-Frage

Nicht ganz die Gretchenfrage, aber nah dran: Wie mögen Sie das Frühstücksei?  Mancher nutzt den Küchentimer, oft ist der schon im Herd integriert. Die mobile Kurzzeituhr ist allerdings praktisch, weil sie mit ins Wohnzimmer kommen kann. Unzuverlässig ist der Blick auf die Wanduhr. Technik-Freaks nutzen lieber die Smartphone-App. Und wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, besorgt sich einen Eierkocher. Und alle Methoden versprechen Ihnen das perfekte Frühstücksei.

Die Tücken des Eierkochens

Eigentlich sollte es nicht so schwer sein. Wo Unklarheit herrscht, muss eine Tabelle her:

  • 4 Minuten: Das Eiweiß am Übergang noch locker, das Gelbe noch ganz weich
  • 5 Minuten: Das Eiweiß fest, das Gelbe noch weich
  • 6,5 – 7,5 Minuten: Außen hart, das Gelbe nur noch wachsweich (je nach Eigröße)
  • 9 Minuten: Das Ei ist vollständig fest
  • 10 Minuten: Es wird allmählich trocken und hart, gut für Ostereier und als Reiseproviant.

Und mit dem PiepEi müssen Sie nichtmal mehr am Rädchen drehen. Nur der Melodie sollten Sie nicht zu lange lauschen. Wenn Detlef mit „Killing me softly“ zu Ende ist, geht das Ei schon allmählich in eine Schantall über.

Alles klar? Ja, das haben Sie sich so gedacht! So einfach macht es Ihnen das nicht ganz ordentlich gerundete Nahrungsmittel nämlich nicht. Ein bisschen Unsicherheit beim Ei bleibt trotz Detlef, Schantall und Hartmut, immer.

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Tricks für harte Schalen und weiche Kerne

Ei ist eben nicht gleich Ei. Nicht nur beim süßen PiepEi, das hier den Düsseldorfer  Gassenhauer anstimmt und dort mit Kölner Mundart piept. Die Kennzeichnung verrät mehr. Die ersten Ziffern stehen für die Erzeugung. Das geht von 0 – Bio-Qualität und 1 – Freilandhaltung über 2 – Bodenhaltung bis zu 3 – der notorischen Legebatterie.

Dann wirds für die Eierkocher richtig spannend. Die Frische spielt eine wichtige Rolle. Je frischer, desto länger braucht das Ei. Das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum liegt meist ca. vier Wochen nach dem Legedatum. Ist das Ei noch sehr frisch, schlagen Sie etwa eine halbe Minute drauf.

Genauso verhält es sich mit der Größe. Die Tabelle gilt für mittelgroße Eier und auch clevere Helfer wie das PiepEi wissen nicht, ob Sie eher S oder XL im Topf haben. Je nach Größe geht es daher noch einmal dreißig Sekunden rauf oder runter. Denken Sie jetzt noch dran, dass Eier aus dem Kühlschrank innen gut durchgekühlt sind. Hier werden nochmal rund 30 Sekunden fällig.

Gar keinen Einfluss hat die Farbe. Weiß oder braun kochen sich gleich schnell. Über die Farbe entscheidet übrigens nicht das Gefieder der Legehenne. Die ist eher eine Sache der „Ohrläppchen“. Hennen mit roten Ohrscheiben legen vorwiegend braune Eier. Wer soll da auch drauf kommen?

Mehr Tipps rund ums Ei

Zu einer runden Sache gehören noch diese überlieferten Eiertipps:

Der Frischetest: Legen Sie das Ei ins Wasser. Frische Eier liegen unten, mittelfrische stehen auf. Schwimmt es, ist es nicht mehr gut. Das liegt an der Luftkammer, die sich mit dem Alter weiter ausdehnt.

Der Pieks: Damit das Ei nicht aufplatzt, wird es gerne angestochen. Auf welcher Seite? An der stumpfen, denn da befindet sich die Luftkammer. Dabei geht es weniger um die Ausdehnung der Luft, als um die Spannungen in der Kristallstruktur der Schale. Gegen die hilft auch ein kurzes Essigbad vor dem Kochen. Der Spritzer Essig im Wasser bringt weniger. Und platzen kann es immer noch.

Abschrecken: Hilft leider gar nicht beim Schälen. Frische Eier schälen sich eben schwer. Aber abschrecken ist gut für den perfekten Härtegrad, damit das Ei nicht weiter gart.

Und wie unterscheiden Sie ein gekochtes Ei von einem rohen? Klar, durch den richtigen Dreh. Beim rohen Ei verwirbelt das Eigelb und das Ei beginnt zu trudeln.

Ich weiß nicht, wie Sie Ihre Eier mögen. Aber jemand aus meiner Verwandschaft kriegt demnächst ein PiepEi. Und zwar Hartmut. Nichts für Weicheier.

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