Plätzchenklassiker neu interpretiert

Plätzchenklassiker neu interpretiert

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Die wundervolle Vorweihnachtszeit hat begonnen. Lichter in den Straßen, heißer Kakao in der Hand, gemütliche Abende mit einem guten Buch und Kerzenschein.

Wie jedes Jahr nehme ich mir vor, die Wochen vor Weihnachten mit allem was dazu gehört zu genießen. Weihnachtsmarktbesuche,  Glühweintrinken, Eislaufen, Filmklassiker wie Tatsächlich Liebe schauen, Geschenke shoppen und natürlich: Plätzchen backen.

Plätzchen backen als Tradition

Das Plätzchen Backen hat für mich, und sicher auch für euch, in der Weihnachtszeit einen festen Platz. Seit vielen Jahren ist es Tradition, mich mit meiner besten Freundin für ein Wochenende in der Küche zu verkriechen und zu backen, was das Zeug hält. Jedes Jahr probieren wir ein paar neue Rezepte aus. Daneben gibt es natürlich ein paar Klassiker, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Genau diese Klassiker habe ich mir für euch mal vorgenommen und ein bißchen aufgepeppt.

Am liebsten zelebriere ich das Plätzchen Backen richtig. Schon Wochen vorher sammle ich Plätzchenrezepte, wandle sie leicht ab und kaufe die Zutaten ein. An den Backtagen selbst wird es in der Küche dann so richtig gemütlich her gerichtet. Kerzen werden angezündet, im Hintergrund läuft Musik und auf dem Herd wird der Glühwein warm gehalten. Smartphone und Laptop sind dabei ganz weit weg.

Dann wird gerührt, gekneteten, ausgestochen und verziert, was die Kreativität hergibt. Dabei landet ab und zu schon mal ein wenig Zuckerguss im Gesicht. Hier und da verschwindet auch ein Plätzchen direkt vom Kuchenblech im Mund. Die Plätzchen wollen schließlich probiert werden.

Am Ende eines langen Plätzchen-Backtages brauche ich dann meistens etwas richtig Herzhaftes zum Abendessen. Der viele Kuchenteig, genaschte Plätzchen, Zuckerguss und Schokolade haben mir einen regelrechten Zuckerschock verpasst, der mich aber glücklich und zufrieden macht. Und spätestens zum Nachtisch wird doch wieder ein Plätzchen genascht.

Ein paar meiner Plätzchenklassiker habe ich euch heute mitgebracht. Natürlich nicht ohne meine eigene Note. Ich habe Spitzbuben, Zimtsterne und Vanillekipferl mal neu interpretiert. Die müsst ihr unbedingt ausprobieren!

Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Backen.

Eure Denise von Foodlovin’

Beschwipste Spitzbuben

Diese Plätzchen haben viele Namen: Spitzbuben, Hildabrote, Engelsaugen. Die süße rote Marmelade ist für mich immer das Leckerste an diesem Plätzchen Klassiker. Statt mit einfachem Johannisbeergelee werden die Spitzbuben dieses Weihnachten mal mit Glühweingelee gefüllt. Am Besten ihr macht gleich die doppelte Menge Glühweingelee. Der passt nämlich auch herrlich zum Adventsbrunch.

Spitzbuben beschwipstFür den Glühweingelee:

  • 150 ml Orangensaft
  • 300 ml Rotwein
  • 150 g Gelierzucker (3:1)
  • 2 Stück Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 6 Stück ganze Nelken
  • 5 Körner Piment
  • 3 Kapseln Kardamom

Für den Plätzchenteig:

  • 250 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 150 g Butter (gewürfelt)
  • 1 Ei

Zubereitung:

Zuerst den Glühweingelee vorbereiten. Den Orangensaft zusammen mit dem Rotwein und den Gewürzen einmal aufkochen. Vom Herd nehmen und 2 Stunden ziehen lassen. Den Rotwein durch ein Sieb gießen, um die Gewürze zu entfernen. Zurück in den Topf geben, den Gelierzucker unterrühren und das Ganze 4 Minuten köcheln lassen. Den Glühweingelee entweder in einer Schüssel auskühlen lassen und sofort für die Plätzchen verwenden, oder in ausgekochte Marmeladengläser füllen und gut verschließen.

Für die Plätzchen das Mehl und die gemahlenen Mandeln in eine große Rührschüssel geben. Den Zucker und Vanillezucker unterrühren, dann das Ei und die Butter dazu geben. Mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem krümeligen Teig kneten. Zum Schluss mit den Händen weiterkneten bis der Teig geschmeidig ist und den Teig zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühleschrank kühlen.

Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 – 3 mm dünn ausrollen und dann  ausstechen. Aus der Hälfte der Plätzchen in der Mitte ein Loch oder Herz ausstechen.

Im vorgeheizten Ofen ca. 8  – 10 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Die Plätzchen ohne Loch mit etwas Glühweingelee bestreichen, die Plätzchen mit Loch darauf setzen. Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen.

Schoko-Zimt-Herzen

Die perfekten Zimtsterne zu backen ist schon nicht einfach. Nussig, zimtig und vor allem weich und süß müssen sie sein. Mein Rezept ist seit vielen Jahren erprobt – weswegen ich es dieses Mal ein wenig abgewandelt habe. Schokolade geht schließlich immer und so kommt nun ein wenig Kakao in den klassischen Zimtsternteig. Auch die Form hat sich etwas verändert: der Stern ist zum Herz geworden.

Schoko-Zimt-Herzen Für den Teig:

  • 250 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 5 EL Kakaopulver
  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zimt
  • 160 g Puderzucker

Für die Glasur:

  • 200 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß

Zubereitung:

Den Ofen auf 125 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Für den Teig 2 Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Nach und nach unter Rühren 160 g Puderzucker zum Eiweiß sieben. Die Haselnüsse mit den Mandeln, dem Kakao und dem Zimt mischen und locker unter das Eiweiß heben.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben, den Teig darauf ca. 1,5 cm dick ausrollen und Herzen ausstechen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 – 25 Minuten backen. Die Schoko-Zimt-Herzen vollständig auskühlen lassen.

Aus 200 g Puderzucker und einem Eiweiß eine sehr dickflüssige Glasur rühren und die Plätzchen damit sorgfältig bestreichen.

Ingwerkipferl

 Vanillekipferl kennt jeder. Die in Puderzucker gewälzten Halbmonde aus butterzartem Mürbeteig dürfen zu Weihnachten auf keinem Plätzchenteller fehlen. Ich habe den Klassiker ein wenig abgewandelt und meine Variante hat es in sich! In den klassischen Mürbeteig hat sich kandierter Ingwer geschlichen. Süß, scharf, knusprig und zart – dieses Rezept ist ein richtiger Gaumenkitzler.

Vanillekipferl mit IngwerFür den Kipferlteig:

  • 275 g Mehl + etwa Mehl zum Ausrollen
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 200 g kalte Butter
  • 80 g Zucker
  • 50 g kandierter Ingwer
  • 2 TL Ingwerpulver

Zum Wälzen:

125 g Puderzucker

Zubereitung:

Den kandierten Ingwer sehr fein hacken. In einer großen Rührschüssel 275 g Mehl, 200 g Butter, 100 g gemahlene Mandeln, 80 g Zucker sowie den gemahlenen und gehackten Ingwer zu einem Teig verkneten. Erst mit dem Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen weiter kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig in vier Portionen aufteilen und jede Portion auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle (ca. 5 cm Durchmesser) formen. Jede Rolle in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden. Zu Kipferln formen und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen.

Die Kipferl etwas auskühlen lassen und dann im Puderzucker wälzen.

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Ein Kommentar

  1. Die Schoko-Zimt-Herzen sind sehr lecker! Und viel einfacher zu machen als meine Zimsterne. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr, wenn ich die Ingwerkipferl ausprobieren werde.

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