Auszeichnung für echte Powerfrauen

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Die Finalistinnen des Prix Veuve Clicquot 2014 © PR

Wir haben uns auf den Weg nach Berlin begeben, um für euch bei der diesjährigen Verleihung des „Prix Veuve Clicquot“ des Champagner-Herstellers Veuve Clicquot dabei zu sein. So hatten wir endlich mal wieder die Gelegenheit, unsere schicken Abendkleider auszuführen und die Geschichten von fünf besonderen Frauen kennenzulernen, die für Wagemut, Risikobereitschaft und herausragende Leistungen ausgezeichnet werden sollten.

Die Idee beruht auf der Geschichte des Traditionsunternehmens Veuve Clicquot. Im Jahre 1805 war es nämlich eine Frau, die die Zügel des Champagnerhauses in die Hände nahm und es zu dem machte, was es heute ist. Als Francois Clicquot, Gründer des Unternehmens, verstarb, übernahm seine damals 27-jährige Frau die Führung und bewies, dass auch Frauen mit innovativen Ideen und Unternehmergeist glänzen können. Zu Ehren dieser besonderen Madame wurde der Prix Veuve Clicquot gegründet, der seit 1984 auch in Deutschland verliehen wird. An der Idee beteiligten sich 27 weitere Nationen, die einmal im Jahr eine besondere Frau aus ihrem Land auszeichnen.

Zum diesjährigen 30. Jubiläum der Auszeichnung wurde das Konzept des Preises etwas geändert. Wurden in den Jahren zuvor nur Unternehmerinnen ausgezeichnet, die vorab von einer Fachjury nominiert wurden, konnte in diesem Jahr jeder eine Nominierung einreichen. Mit einer kurzen Erläuterung, warum die Dame die Auszeichnung verdient hat, konnten Nachbarinnen, beste Freundinnen und Kolleginnen nominiert werden. So kamen die fünf Finalistinnen zusammen, die uns bei der Preisverleihung vorgestellt wurden.

Fünf Frauen, über die es sich zu schreiben und zu lesen lohnt.

Zu den Finalistinnen gehörte die gebürtige Bulgarin Nelly Kostadinova, die kurz nach der Wende ohne jegliche Sprachkenntnisse nach Deutschland kam, um ihr Leben neu auszurichten. Sie gründete ein Unternehmen für Dolmetscher- und Übersetzungsleistungen, das heute tausende freie Mitarbeiter beschäftigt. Ihr Ziel ist es Grenzen, die durch Kultur und Sprache entstehen, zu durchbrechen. Von Anfang an engagierte sie sich auch sozial und unterstützte Projekte für Kinder.

Auch Feo Aladag fanden wir unter den Nominierten. Die Regisseurin beschäftigt sich in ihren Projekten vor allem mit brisanten Themen wie Ehrenmord oder dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. In ihren Werken überwindet sie oft Grenzen und schneidet Themen an, die sonst lieber unter den Teppich gekehrt werden.

Die Dritte im Bunde ist Dr. Constance Neuhann-Lorenz. Nicht nur ihre Freizeit, sondern auch ihren Urlaub opfert die Ärztin, um anderen zu helfen. Mit Kolleginnen fliegt sie mehrmals im Jahr nach Indien, Kenia oder Bangladesch, um dort Frauen zu operieren, die misshandelt wurden. 2008 gründete sie die Hilfsorganisation „Women for Women“, welche das Projekt noch weiter vorantreibt.

Gesche Jost hat sich u.a. durch ihre Forschung an einem Kommunikationshandschuh für Taubblinde, mit dem die Betroffenen vor allem digitale Medien steuern können, für die Nominierung qualifiziert. Ihre Erkenntnisse aus dieser Arbeit nutzt sie außerdem für ihren Posten als Internetbotschafterin der Bundesregierung.

Zu guter Letzt war auch Ulla Holthoff unter den Finalistinnen zu finden. Als erste Frau, die ein Fußballspiel im deutschen Fernsehen kommentierte, hatte sie es nicht immer leicht. Trotz aller Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, schaffte es die Sportjournalistin, sich in der männerdominierten Branche durchzusetzen. Als Chefin des Fußball-Ressort beim DSF entwickelte sie unter anderem das erfolgreiche Format „Doppelpass“ mit. Kein Wunder, dass auch ihr Sohn, Weltmeister Mats Hummels, sich dem Fußball verschrieben hat.

And the Winner is…

Ein ergreifender 20-minütiger Film stellte alle Kandidatinnen, ihre Geschichten und deren Motive vor. Dann wurde es auf einmal ziemlich still im Raum, denn wir näherten uns dem Höhepunkt des Abends: der Preisverleihung. Alle Augen richteten sich nach vorne, als Jens Gardhausen, der Geschäftsführer von Moët Hennessy Deutschland, die Bühne betrat, um die Laudatio für die Gewinnerin des Preises zu halten. Einige Minuten später stand es fest: die Chirurgin Dr. Constance Neuhann-Lorenz hatte gewonnen!

An dieser Stelle erzählte die sichtlich gerührte Gewinnerin uns von ihren Projekten. In Indien hilft sie hauptsächlich Frauen, die an schrecklichen Verbrennungen leiden. Oftmals haben die Frauen zu wenig Mitgift für die Ehe vorzuweisen und wurden als Strafe mit Benzin übergossen und angezündet. Ein Projekt, das endlich die verdiente Aufmerksamkeit bekommt hat.

Nach der Preisverleihung gab es noch ein leckeres Essen, das von den Champagnersorten aus dem Hause Veuve Clicquot begleitet wurde. Wir haben die Chance genutzt und uns mit einigen der außergewöhnlichen Frauen, die wir an diesem Abend kennenlernen durften, zu unterhalten. Auch im nächsten Jahr dürfen wieder Frauen aus unserem Umkreis für den Prix Veuve Clicquot nominiert werden. Wir halten schon jetzt die Augen nach geeigneten Kandidatinnen auf!

 

 

 

 

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