Servietten falten: Edler Schick mit dem richtigen Knick

Servietten falten: Edler Schick mit dem richtigen Knick

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Wenn es darum geht, die Tafel zu dekorieren, arbeiten Profis am liebsten mit dem, was sowieso auf den Tisch kommt. Die Serviette gibt Raum für Kreativität bei der Tischdeko. In erstaunlich vielen klassischen und kaum bekannten Motiven lassen sich Servietten falten, damit sie eurer Tafel zu jedem Anlass eine unverwechselbare Optik geben.

Festtafeln und Tische dekorieren ist eine Kunstform, die in ihrer Wirkung gerne unterschätzt wird. Dabei ist es ein echtes Hochgefühl, an einem Tisch Platz zu nehmen, der so ausgesprochen schön ist, dass man sich kaum satt sehen kann. Wer sich wünscht, dass seine Gäste vor dem toll geschmückten Tisch erstmal ein Selfie zum Angeben machen, der lernt mit diesen Faltanleitungen die hohe Schule im Serviettenfalten.

Am Tisch gilt der alte Grundsatz der Profi-Dekorateure ganz besonders: Geschmückt wird zuerst mit dem, was sowieso schon da ist. Die unverzichtbaren, funktionalen Elemente der Tafel werden also selbst zum Deko-Objekt. Das stilvolle Ensemble aus Tellern und Geschirr, Besteck und Servietten wird dann nur noch von einigen passenden Objekten als Highlight vervollständigt. Hier bietet es sich an dem Anlass entsprechend zu dekorieren: Egal, ob Ostern, Hochzeit oder Weihnachten – die richtigen Accessoires runden die Tischdeko ab.

Dass den Servietten dabei besondere Aufmerksamkeit zuteilwird, liegt am Material. Denn wo Teller und Besteck zum Anlass passen müssen, lassen sich die biegsamen Serviettenstoffe in jede beliebige Form faltenModern, festlich, witzig oder gediegen – die kleinen Vierecke aus Leinen und Papier können mehr, als nur Rotweinflecke wegwischen.

Einfach und exquisit

Nicht jeder ist ein Origami-Künstler. Die einfachen Lösungen für die Tischdekoration sind oft perfekt. Sie sind vielseitig, passen zu allen Anlässen und wirken in ihrer Einfachheit oft besonders edel. Und wenn ihr für eine Familienfeier mit vielen Gästen keinen halben Tag in die Tischdeko investieren wollen, dürftet ihr euch über leichte Handgriffe freuen.

Serviettenring Villeroy Boch

Eine der einfachsten Faltanleitungen ist, die Servietten gar nicht erst zu falten. Statt dessen rollt ihr die gefalteten Stücke sauber zusammen und verziert sie durch schöne Serviettenringe. Zu einfach, meint ihr? Stimmt nicht! Serviettenringe können unglaublich edel wirken, wenn sie zum Beispiel eine bestickte Leinenserviette in Form halten. Das braucht zwar nicht viele Handgriffe und kann schnell gehen. Sitzen muss es aber perfekt!

Eine Ziernaht kann da wirkungsvoll platziert werden. Stickereien an den Kanten spielen in einem schlichten Silberring ihren ganzen Charme aus. Glattweiße Leinentücher machen sich fantastisch auch als moderner Blickfang in eckigen Serviettenringen. Oder sie werden ober- und unterhalb der Serviettenringe kunstvoll aufgebauscht und bekommen damit einen exquisiten, festlichen Look!

Serviettenhalter können zum festlichen Glanz des Tisches auch beitragen. Und wenn ein gefüllter Serviettenhalter mit schmuckvoll gefalteten Servietten kombiniert wird, hat das noch einen Vorteil. Die Kunstwerke müssen dann nämlich nicht auseinandergepflückt werden, wenn einer der Gäste die Tücher ihrer Bestimmung gemäß gebrauchen möchte. Das tut den Gästen nämlich oft genug so leid, dass sie lieber ganz auf den Gebrauch der Serviette verzichten.

Servietten – Ohne Mühe fein gefaltet

Edle Faltmuster haben gegenüber den Serviettenringen einen klaren Vorteil. Schließlich sind die schmuckvollen Ringe bei einer Feier mit fünfzig Gästen eine nennenswerte Investition. Die schönsten Falttechniken gibt es gratis.

Papierserviette

Auch ohne schmucke Ringe müsst ihr euch nicht zu viel Mühe machen. Die bekannteste Faltanleitung unter den einfachen Formen ist der Tafelspitz. Den bekommen auch ausgesprochene Nichtbastler nach wenigen Versuchen sehr schön hin. Eine tolle Form, um auch die Kinder in die Herstellung der Tischdeko einzubeziehen. Nur ein bisschen komplizierter, aber viel interessanter wird der Tafelspitz übrigens, wenn ihr die doppellagigen Papierservietten ausnutzt. Die lassen sich dann auch mit drei oder vier Wellen in die schön aufgestellte Haltung falten.

Genauso easy, aber nicht so häufig zu sehen ist der Marqué, bei dem eine Seite vorn locker über die andere gefaltet wird. Das geht sehr einfach, verlangt aber Fingerspitzengefühl, damit jedes Mal die Proportionen stimmen.

Auch das Blatt ist ein schöner und eleganter Klassiker. Es passt gut in eine etwas weniger formale Atmosphäre und ist toll für Feiern mit Freunden und der Familie. Das Falten geht sehr schnell, braucht aber auch etwas mehr Übung, als der Tafelspitz.

Darf es eine Falte mehr sein?

Wenn ihr eure Gäste richtig beeindrucken wollt oder lediglich gerne bastelt und faltet, dann versucht euch an herausfordernden klassischen und oder ungewöhnlichen Formen. Seerose, Stern und Bischofsmütze haben alle eins gemeinsam: Sie sind ein wenig komplizierter und wer damit für mehr als 50 Hochzeitsgäste Servietten falten will, sollte sich dafür viel Zeit nehmen.

Die Bischofsmütze macht sich toll auf einer besonders edlen Tafel im klassischen oder rustikalen Stil. Sie kann Gäste schon mal verführen, beim Nachtisch auszutüfteln, wie das eigentlich hält. Das ist zwar nicht ganz nach Knigge, aber die Dekorateurin fühlt sich geehrt.

Auch die Bestecktasche ist eine sehr interessante Form, die hin und wieder, aber sicher nicht sehr häufig zu sehen ist. Die elegante Form entzückt Liebhaber eines gediegenen, korrekten Stils. Wunderschön wirken die kleinen Etuis vor allem mit beidseitig verschieden bedruckten Musterservietten.

Einfacher ist der Fächer, braucht aber auch seine Zeit. Und wer die hübsche, festliche Form Schritt für Schritt in geometrischer Perfektion gefaltet hat, der weiß, was er geschafft hat.

Die Seerose ist eine wundervolle, unregelmäßige Form, die einige Ansprüche an euer Geschick stellt. Wollt ihr Platzservietten in dieser Form falten, dann wählt große Formate von mindestens 40 Zentimetern Kantenlänge. Die Rose macht sich aber auch als Einzelobjekt auf dem Tisch verstreut ganz großartig!

Und auch zu den besonderen Familienfesten über den Jahresverlauf könnt ihr für Verwandte und Freunde in tollen Formen Servietten falten: Stern und Stiefel sind schöne Motive um die Weihnachtszeit. Im Frühling entzückt der Hase nicht nur die Kinder.

Stoff- oder Papierservietten?

stoffservietten

Mit welcher Wirkung sich eure Künste entfalten, entscheidet sich nicht nur am gewählten Motiv, sondern auch am Material. Äußerst edel und festlich sind Stoffservietten in Cremeweiß: Steifes Leinen kann rustikal oder ausgesprochen modern wirken. Bestickte Damastservietten verleihen der Tischdeko eine kaum zu übertreffende Festlichkeit.

Aber auch Papierservietten können ausnehmend schön und edel sein. Außerdem bieten sie die Möglichkeit, Farbe, Musterung oder Motiv je nach Anlass auszuwählen. Bei den Faltungen muss allerdings etwas genauer hingeschaut werden, denn nicht jede Form harmoniert mit jeder Papierserviette.

Einfarbig funktioniert generell immer. Und auch beidseitig bedruckte Musterungen wirken in fast allen Faltungen sehr harmonisch. Nur besonders komplexe Motive wie das Schiff oder die Rose werden mit gemusterten Servietten schnell zu unruhig.

Doch auch, wenn ihr mit einseitig bedruckten Papierservietten arbeitet, habt ihr neben dem Klassiker Tafelspitz noch schöne und ungewöhnliche Varianten zur Verfügung: Der Marqué, das Blatt oder ein dreiteiliger oder vierteiliger Tafelspitz geben eurer Tafel schönen Stil und eine sehr ansprechende Optik.

Ich wünsche euch ein gelungenes Fest, schöne Stimmung für eure Gäste und viel Spaß beim Servietten falten!

Teaser-Bild: © Brigitte Bonaposta – Fotolia.com

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