Staubsauger-Guide: Von Luftakrobaten und Putzteufeln

Staubsauger-Guide: Von Luftakrobaten und Putzteufeln

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Wer heute einen neuen Staubsauger kaufen will, muss einige Entscheidungen treffen. So vielfältig die Benutzer und ihre Wohnungen sind, so verschieden sind auch die Geräte. Wir haben die wichtigsten Merkmale in einem kurzen Guide für Sie zusammengestellt.

Es gibt eine Hand voll Geräte, die das Leben von Hausfrau und -mann gehörig und in bestem Sinne auf den Kopf gestellt haben. Der Staubsauger ist so ein Kandidat. Stellen Sie sich die Hausarbeit vor, wenn die kleinen, fahrbaren Wirbelstürme nicht selbstständig Staub und Dreck aufsammeln würden. Nicht nur Besen, Kehrblech, Wischmop und Staubwedel hätten Hochkonjunktur. Das würde auch bedeuten, jeden Samstag Teppiche zusammenrollen, auf den Hof tragen und dann die Umgebung mit dem Teppichklopfer in Staubwolken hüllen.

Mal davon abgesehen, dass man auf diese Weise toll mit den Nachbarn ins Gespräch kommt, können wir doch sehr froh sein, dass der Staubsauger für uns den trockenen Anteil der Bodenreinigung komplett übernimmt.

Dabei gibt es die kleinen Helferlein mittlerweile in vielen Bauformen und mit unterschiedlichen Techniken und Funktionen. Unser kleiner Staubsauger-Guide bringt deshalb Licht ins Dunkel.

Bodenstaubsauger als kraftvolle Allrounder

Wer einen neuen Staubsauger sucht, sollte sich zuerst für eine Bauform entscheiden. Wir unterscheiden Hand- und Bodenstaubsauger. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und welcher zu Ihnen passt, hängt davon ab, wo Sie saugen wollen.

BodenstaubsaugerBeim Bodenstaubsauger läuft das Aggregat auf Rollen am Boden hinter Ihnen her. So kann ein Bodenstaubsauger gerne etwas schwerer werden, was sich mit „mehr Leistung“ und „größeres Sammelvolumen“ übersetzen lässt. Während der Arbeit wird nur das Saugrohr gehalten. Das heißt, weniger Gewicht in der Hand. Das ausfahrbare Rohr erreicht auch Gardinen, die Zimmerdecke, saugt unter Schränken und Sofas.

Die Nachteile: Ein Bodenstaubsauger ist mit durchschnittlich fünf Kilogramm kein Leichtgewicht. Vor allem, weil sich kaum saugen lässt, wenn das Aggregat getragen werden muss. Zierliche Personen finden es oft schwer, ihn von A nach B zu schleppen. Während des Saugens wird das Aggregat auf dem Boden hinterher gezogen. Hier wird leicht angeeckt und niedrig stehende Blumentöpfe sind ein beliebtes Opfer. Vor allem lange, verwinkelte Treppen machen mit einem schweren Bodensauger wenig Freude.

Sie haben auch Teppiche, Auslegware und Polster zu reinigen? Die Familie mit Kindern trägt viel Staub von der Straße ein? Wo Räume nicht übermäßig verwinkelt  und mit Treppen bestückt sind, sind Bodensauger die erste Wahl.

Handstaubsauger für kleine und verwinkelte Räume

Ein Handstaubsauger fasst sich ganz anders an. Hier sind Rohr und Aggregat eins. Dadurch liegt das gesamte Gewicht immer in der Hand. Doch die Handstaubsauger sind insgesamt auch deutlich leichter gebaut. So lässt sich der Sauger wendig und flexibel durch verwinkelte, stark möblierte Räume lenken. Lange Treppen saugen sich locker und entspannt.

Abstriche macht der Benutzer bei der Leistung, die aufgrund des geringen Gewichts gefühlt etwa bei der Hälfte bis zwei Dritteln der Power eines Bodensaugers endet. Auch das Speichervolumen ist kleiner, Beutel und Container müssen öfter gewechselt werden.

Handstaubsauger eignen sich für besonders verwinkelte Räume, die außerdem keiner starken Schmutzbelastung ausgesetzt sind. Gerade Senioren wählen die handliche Bauform gerne, weil sie auch deutlich leichter als ein Bodengerät ist.

Beutel oder Zyklon?

ZyklonstaubsaugerDie zweite Grundsatzentscheidung ist die zwischen einem klassischen Beutelstaubsauger oder der beutellosen Zyklontechnologie. Erst seit einigen Jahren erfolgreich auf dem Markt sind die Zyklonsauger gerade auf dem Vormarsch. Viele Nutzer überzeugt die Aussicht, keine Beutel mehr kaufen zu müssen. Bei einem Beutelsauger landet der Staub im großflächigen Filterbeutel. Der Luftstrom zieht kaum gebremst hindurch und über die Gehäusefilter zum Gebläse.

Beim Zyklonstaubsauger landet der Staub in einem festen Sammelgefäß, das mit einem Filter abgedichtet direkt hinter dem Gebläse angeordnet ist. Die Herausforderung ist, dass dieser Filter dem Staub direkt ausgesetzt ist und sehr leicht zusetzt. Eine Verwirbelungstechnik – daher der Name Zyklon – sorgt dafür, dass die Filter kontinuierlich freigeblasen und vor dem Zusetzen geschützt werden.

Der klare Vorteil: Nie wieder Beutel kaufen. Doch dem steht aktuell ein spürbares Minus gegenüber. Entgegen der Marketing-Slogans gibt es derzeit keinen Zyklonstaubsauger, der mit der Leistung eines vergleichbaren Beutel-Gerätes mithalten könnte. Hochwertige Zyklonsauger sind sehr teuer und bringen nur die Leistung eines soliden Mittelklasse-Gerätes mit Filterbeutel. Charakteristisch ist auch der Leistungsverlust mit zunehmender Füllmenge und ein stärkerer Verschleiß. Statt des Beutels wird, wenn auch viel seltener, der Filter getauscht.

Wo vor allem Parkett und nur wenig beanspruchte Teppich-Flächen gesaugt werden, ist ein Zyklon eine sinnvolle Anschaffung. Für stark beanspruchte Textil-Flächen, vor allem für Haushalte mit Tieren, ist er in der Regel zu schwach. Hier sollten Sie zu hochwertigen Beutelstaubsaugern wie den renommierten Miele-Geräten greifen. Mit diesen Geräten erleben Sie pure Kraft: Wenn sich der Saugkopf fest an den Boden haftet und selbst jahrealte, verfilzte Fasern aus Opas altem Teppich zieht.

Mit Hightech gegen Hausstaub

Für Spezialanwendungen gibt es zudem eine Reihe von besonderen Bauformen, die wir Ihnen auch vorstellen möchten. Da sind zunächst die kleinen Akku-Geräte. Die handlichen Minisauger können in puncto Leistung nicht mit den großen mithalten, aber das wollen sie auch gar nicht.

Dafür erledigen sie leichte Aufgaben unübertroffen schnell und handlich. Kleidung, Möbel, Autositze oder klassisch die Modellbau-Anlage lassen sich so leicht und schonend reinigen. Klein, leicht und kabellos sind sie willkommene Helfer für viele Situationen.

SaugroboterAuch Akku betrieben, aber von ganz anderem Kaliber sind die High-Tech-Saugroboter. Was sich wie ein Nasa-Experiment ausnimmt, kann im Haushalt eine Erleichterung werden, die Sie nicht wieder hergeben wollen. Die programmierbaren Sauger bearbeiten dank intelligenter Sensortechnik selbstständig Ihre Böden, während Sie sich anderen Dingen widmen.

Doch gilt hier die Regel: Je aufwendiger eine Technik, desto eher kann etwas schief gehen. Die Rückmeldungen von Nutzern sind durchwachsen. Auf einen begeisterten Fan kommt einer, der zum klassischen Gerät zurückkehrt, was sich mit den Tücken der Technik und mit dem Anspruch der Benutzung erklären lässt. Auf jeden Fall eine spannende Variante für technikaffine Nutzer mit wenig Zeit und flachen Türschwellen.

Der Staubsauger ist ein unverzichtbarer Freund in jedem Haushalt. Wählen Sie mit Bedacht, welcher am ehesten Ihr Typ ist. Dann werden Sie sich gegenseitig sicher lange treu bleiben!

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