Villeroy & Boch: Eine kleine Geschichte der Tischkultur

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Es ist nicht egal, was auf den Tisch kommt. Und das gilt nicht nur für das Kulinarische. Dass man sich in Frankreich nicht nur mit der Kunst des Essens und seiner Zubereitung, sondern auch mit hoher Tischkultur bestens auskennt, dafür steht der Name Villeroy und Boch seit dreieinhalb Jahrhunderten. Höchste Zeit, die schönsten Geschirrserien etwas näher kennen zu lernen!

 Wenn eine Unternehmensgeschichte sich über vier Jahrhunderte erstreckt, ist das allein Grund genug für näheres Interesse. Tischwaren und Badporzellan von Villeroy und Boch sind seit der Gründung 1770 in Lothringen zu einem Bestandteil europäischer Tafel- und Wohnkultur geworden. Heute schätzt man die schimmernd weißen Schmuckstücke von Paris bis nach Peking. Ein guter Anlass für ein kleines Markenporträt.

Wenigen Häusern ist es vergönnt, so lange erfolgreich am Markt zu bleiben. Das Rezept dafür liest sich oft ähnlich: Den Wert der eigenen Tradition erkennen und für eine Gegenwart weiter entwickeln, die große Lust auf das Neue hat. In diesem Sinne entwickelt Villeroy und Boch beständig neue Ideen für elegante, edle und auch ganz alltagstaugliche Geschirrserien – und definiert damit zu einem guten Teil, was in unseren Breiten am schönsten auf den Tisch kommt.

Brindille: Das legendäre „Zwiebelmuster“ aus Frankreich

Kenner denken sofort an Alt Luxemburg – oder Vieux Luxemburg, wie das unsterbliche Brindille-Dekor im Original heißt. Es ist nicht zu Unrecht Porzellan von Weltruf. Das langlebigste Design des ehemals königlichen Hoflieferanten ist so alt, wie das Unternehmen selbst. 1770 von Jean-François Boch et Frères entworfen ist es das französische Pendant zum legendären „Zwiebelmuster“ der Meissner Porzellanmanufaktur (das, wie wir alle wissen gar keine Zwiebeln, sondern Granatäpfel darstellt).

Volleroy&Boch_Geschirr

Alt Luxemburg fasziniert nicht nur durch das leuchtende Blau, das dem Farbton der einzigartigen Vasen der chinesischen Ming-Dynastie in satten Tönen nacheifert. Seinen leichten Charme erhält es auch durch die lockere und auffallend luftige Komposition der fein stilisierten Blatt- und Blütendekore. Während alte Originale für leidenschaftliche Sammler einen wertvollen Schatz darstellen, setzen neue Auflagen und Interpretationen des Klassikers die edle Tischkultur eben so schön um, wie schon die ersten Service aus dem 18. Jahrhundert.

Villeroy & Boch: Dekore, an die man sich gern erinnert

Anderen Serien von Villeroy und Boch war zwar nicht die Unsterblichkeit des Brindille von Alt Luxemburg vergönnt. Doch viele Menschen erinnern sich mit Wärme und Wohlwollen an die wunderschönen Garnituren, die oft untrennbar zur Erinnerung an das Haus der Eltern oder Großeltern gehören.

Eines dieser Dekore ist Botanica, die außergewöhnliche Porzellanserie, die in so manchem ganz unbewusst die Faszination für die Schönheit der Natur geweckt haben mag. Erneut fasziniert das Dekor von Villeroy und Boch durch seine besonders feine Eleganz, die es nicht nötig hat, Flächen vollständig zu füllen. Botanica lebt von der Natürlichkeit der Abbildungen von Kräutern und Blumen. Der handschriftliche Zusatz des lateinischen Namens verleiht den lebendigen Zeichnungen den Charme naturkundlicher Werke aus einer Zeit, als Forschungsreisende noch mit dem Segelschiff zu neuen Entdeckungen aufbrachen.

Festlicher Stil und üppiges Farbenspiel hat die Serie Alt Amsterdam zu einem Eyecatcher gemacht. Ein lebendiger Strich, stilvolle Kompositionen und der gekonnte Umgang mit traditionellen Formen machen Stücke dieser Serie heute zu einem echten Fundstück. Und Liebhaber eines farbenfroh gedeckten Tischs bedauern, dass auch dieses Design einem Zeitgeist zum Opfer gefallen ist, der für die Üppigkeit von Dekor und Farbe kein Auge hat.

Formen und Designs für Hier und Jetzt

Villeroy&Boch_MarifleurDer Name Villeroy und Boch ist mehr als einmal um die Welt gegangen und so darf man erwarten, dass die Marke die Kunst versteht, klassische Werte und modernen Zeitgeist zu wirkungsvollen Formen zu verbinden. In reinem Weiß zeigen das moderne Designs wie Royal und das mehrfach ausgezeichnete NewWave. Gerade das letzte ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Traditionsmarke auch im 21. Jahrhundert neue Wege geht. Die vielfach praktizierte Abkehr von den klassisch geometrischen Formen wird bei Villeroy und Boch NewWave in organisch fließenden Wellen vollzogen.

Und auch die grazil-verspielten Blumendekors sind nach wie vor ein fester Bestandteil der modernen Tischkultur. Ein schönes Beispiel dafür ist das Villeroy und Boch Geschirr Mariefleur. Die kunstvolle Natürlichkeit der Blumenmotive erinnert mehr als einmal an Botanica. Die kraftvollen, fröhlichen Farben machen nicht nur Liebhabern von Alt Amsterdam große Freude. Und die luftigen, keinerlei Form und Konvention verpflichteten Kompositionen geben Mariefleur eine freie, ungebundene Ausstrahlung, die zu keiner Zeit besser passt, als zum Hier und Jetzt.

Porzellan von Weltrang: Villeroy und Boch steht für eine Tischkultur mit großer Vergangenheit und ebenso großer Zukunft.

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