Vorsätze fürs neue Jahr… einfach mal einhalten

Vorsätze fürs neue Jahr… einfach mal einhalten

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| Jana W.
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Nächstes Jahr wird alles anders. Ich höre mit dem Rauchen auf. Ich betreibe mehr Sport. Ich rufe meine Großmutter öfter an. Ich esse weniger Schokolade. Ich lerne ein neues Instrument. Ich mache einen Fallschirmsprung. Gute Vorsätze hat man viele. Aber wie hält man sie auch ein?

„Und, was hast Du dir so fürs neue Jahr vorgenommen?“, werde ich momentan oft gefragt. „Noch gar nichts“, sage ich dann. Und eigentlich nehme ich mir auch nichts vor, da ich mich eh nie dran halte. Der Klassiker, oder? Das kennen wahrscheinlich alle von euch: Viele Wünsche, was man im neuen Jahr so machen möchte und am Ende steht man wieder da und denkt sich: Das war wohl nichts. Aber warum denn eigentlich nicht? Warum tun wir uns so schwer damit, die Neujahrsvorsätze ein- und auch durchzuhalten? Schuld ist der Innere Schweinehund. Und der Kampf gegen ihn ist sauschwer.

Das neue Jahr beginnt mit einem neuen Selbstbild: Man möchte vieles auf einmal sein. Zielstrebig, sportlich, schlank und hübsch, sozial und gesellig, gönnerhaft mit anderen und sparsam mit sich selbst, erfolgreich im Job, erfolgreich in der Liebe. Und mal ganz ehrlich: Wir alle wollen das Beste aus uns herausholen. Die ganzen Vorsätze werden bei sprudelndem Sekt und bunten Cocktails beschlossen und am nächsten Morgen ist außer den farbigen Schirmchen im Glas und dem Kater nicht mehr viel davon übrig. Der Grund: Man will zu viel und letztendlich scheitern wir an Überforderung.

Gute Vorsätze nicht an einem Abend entscheiden

Klar, in der Silvesternacht sind wir euphorisch, übertrumpfen uns gegenseitig mit den wunderbaren Vorsätzen – aber viel sinnvoller ist es doch, sich schon frühzeitig Gedanken darüber zu machen, was und ob man was im neuen Jahr überhaupt ändern möchte. Kurzfristige Vorsätze hält keiner durch. Lang geplante, mit denen man sich eingängig beschäftigt hat, hingegen schon.

Konkrete Vorsätze bringen Erfolg

Weniger essen, mehr Sport treiben oder öfter die Oma anrufen – weniger konkret geht es nicht und auch das ist das Problem von vielen Vorsätzen. Sie sind nicht handfest. Und was keine Substanz hat, das bröckelt dahin wie altes Gemäuer und kippt beim kleinsten Windhauch um. Stattdessen sollten wir uns konkrete Ziele setzen und uns diese auch immer wieder vor Augen führen, sei es mit einem Zettel am Kühlschrank oder einer App, die uns erinnert. Konkrete Vorsätze sind zum Beispiel: Bis April fünf Kilogramm abnehmen, beim Yogakurs für jeden Mittwochabend anmelden, die Oma jeden Samstag nach ihrem Mittagsschlaf anrufen.

Übrigens: Was auch viel mehr motiviert, sind Veränderungen statt Verbote. Sagt nicht: „Ich darf keine Schokolade mehr essen“, sondern „Statt Schokolade esse ich jetzt einfach mal eine Möhre.“ Geht einfach, garantiert!

Geduld ist eine Tugend, wohl dem, der sie besitzt

Was lange währt, wird endlich gut. So sagt man. Und so ist es auch mit den guten Vorsätzen. Wir werden nicht schon Ende Januar unsere Erfolge spüren. Es dauert seine Zeit, bis wir neue Gewohnheiten fest in unser Leben integriert haben. Melde ich mich für einen Sportkurs an, muss ich mich erst daran gewöhnen, dass ich mittwochs erst spät nach Hause komme. Und ja, der innere Schweinehund muss anfangs immer überwunden werden. Doch irgendwann ist der gute Vorsatz zu einem festen Bestandteil geworden, sodass ich mich gar nicht mehr daran erinnern muss, ihn einzuhalten. Es ist dann einfach selbstverständlich.

Versuchungen nachgeben, Misserfolge hinnehmen

Der Vorsatz, keine Schokolade mehr zu essen, ist utopisch. Sicherlich kann man da mit Entschlossenheit dran gehen und es eine Zeit lang durchziehen und den Versuchungen nicht nachgeben. Aber selbst wenn! Na und? Mit Misserfolgen muss man umgehen, auch bei guten Vorsätzen. Jetzt ist ein Stück Schokolade nicht gleich ein Misserfolg. Aber nehmen wir die fünf Kilogramm bis April. Selbst wenn es bis dahin nur drei sind – was macht das schon? Das Wichtigste bei den guten Vorsätzen ist doch, dass man einfach mal was anfängt. Übrigens: Mit Verbündeten und Leidensgenossen macht der Kampf gegen den Schweinehund noch viel mehr Spaß!

Einfach mal kein Vorsatz?

Das alte Jahr Revue passieren lassen. Was war gut, was war schlecht? Was möchte ich weiterführen? Was streiche ich aus meinem Kalender? Wer ist mir wirklich wichtig? Wer nicht? Das alles sind Dinge, die man nicht mal eben zwischen den Jahren entscheidet, sondern es ist ein dauerhafter Prozess. Daher lautet mein Vorsatz eigentlich immer: Kein Vorsatz. Wenn ich mir etwas vornehme, dann mache ich das auch sofort – egal, ob das neue Jahr beginnt oder nicht. Und siehe da: Was man kurzfristig und entschlossen anpackt, gelingt.

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