Wanderrucksäcke: Fußgänger aus Leidenschaft

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Die große, weite Welt steht dem Fußgänger offen. Und weil es Wanderrucksäcke gibt, hat der Trekking-Freund auch in jeder Situation und bei jedem Wetter alles Nötige dabei. Lesen Sie in diesem Artikel, worauf es bei einem Wanderrucksack am meisten ankommt! Und wie Sie dafür sorgen, dass Sie am Ende nicht wieder zuviel mit sich herum schleppen!

Schwindelerregende Passwege über die Anden, alte Schmugglerpfade an den Küsten von Cornwall und überraschend ursprüngliche Routen durch die heimischen Mittelgebirge: Das beste daran ist eigentlich immer, zu Fuß unterwegs zu sein.

Ein gut gepackter Trekkingrucksack lässt nichts Notwendiges vermissen. Frei und naturverbunden wandern bedeutet auch, von der Zivilisation mit ihren Versuchungen unabhängig zu sein.

Dass wir die  Anstrengungen langer Fußmärsche mit Genuss gleichsetzen können, verdanken wir zu einem guten Teil den hochentwickelten Wanderrucksäcken. Darin tragen wir auf jeder Tour im Stil der Wegschnecke unser ganzes Haus samt Badezimmer auf dem Rücken durch das Land.

Wanderrucksäcke: Von Packriesen und kompakten Zwergen

deuter-futura-30liter Wenn von Wanderrucksäcken gesprochen wird, ist die Rede von großen Outdoor-Rucksäcken, die für Mehrtagestouren konzipiert sind. Ihre kleineren Geschwister machen sich mit bis zu dreißig Litern Fassungsvermögen als Tagesrucksack verdient. Sobald neben Schlafsack, Kleidung und Ausrüstung auch noch das Zelt Platz finden muss, nehmen Wanderrucksäcke ordentliche Ausmaße an.

Gängig sind Trekkingrucksäcke in Größen von 35 bis 55 Litern. Die lassen sich meist durch ausfaltbare Laschen noch einmal um rund zehn Liter erweitern. Es lohnt sich, genau zu überlegen, wofür Sie ihn einsetzen möchten. Eher die genießerische Hüttentour oder eine Sommerwanderung mit dem Zelt im Rucksack des Partners? Oder die wetterfeste Expedition ins Ungewisse, bei der auch mal Platz für alpine Ausrüstung gebraucht wird?

Für Ausnahmeeinsätze ein sehr großes Modell zu wählen und das dann im Normalfall einfach nicht vollzupacken, klingt nur auf den ersten Blick sinnvoll. Erstens haben große Teile ein höheres Eigengewicht. Und zweitens spielt ein hochwertiger Trekkingrucksack seine Stärken am meisten aus, wenn er sinnvoll gepackt ist. Halbleer trägt sich ein Packriese daher merkbar schlechter, als ein kompakter.

Starke Flossen für echten Tragekomfort

Alle Wanderrucksäcke stehen und fallen mit ihrem Tragesystem. An dieser Stelle entscheidet sich, ob Sie auch nach drei Tagen die Idee mit der Trekkingtour durch die schottischen Highlands noch gut finden werden. Dabei arbeiten alle Anbieter mit dem gleichen Grundprinzip, auch wenn das in den Details oft stark unterschiedlich umgesetzt ist.

Um die Last sinnvoll zu verteilen, bekommt der Wanderrucksack Stabilität: Durch ein festes Rückgrat, meist aus Hohlkammer-Aluschienen. Die Hauptlast liegt auf dem Beckengurt. Wer einmal einen Tag lang den schweren Wanderrucksack mit offenem Beckengurt auf den Schultern getragen hat, weiß, warum das so wichtig ist.

Stabile Beckenflossen übertragen den größten Teil des Gewichts auf die Hüfte und damit auf die stabile Körpermitte. Schultergürtel und Wirbelsäule sind kaum belastet. Nur darum bleibt der schwere Wanderrucksack ohne Langzeitfolgen! Wenn Wanderrucksäcke hier am Material sparen, sind sie selbst ihren oftmals geringen Preis nicht wert.

Die Beckenflossen müssen fest mittig auf den Hüftknochen aufliegen. So können Sie den Hüftgurt bequem und stabil schließen. Sitzt er zu hoch, drückt der die Bauchatmung ab. Zu tief übernimmt er kaum Last und scheuert beim Gehen.

Eine Frage der richtigen Einstellung!

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Die Schulterträger tragen nur einen geringen Lastanteil und sorgen vor allem für Stabilität. Hochwertige Wanderrucksäcke passen sich mit verstellbaren Rückenpolstern so an die Krümmung der Wirbelsäule an, dass sie vollflächig fest anliegen können. Ventilationssysteme verhindern dabei starke Schweißausbrüche.

Beim Anlegen des Trekkingrucksacks bleiben die kleinen Stabilisierungsriemen zunächst offen. Den Hüftgurt schließen Sie zuerst und regeln ihn auf eine angenehme Stellung ein. Dann ziehen Sie die Stabilisierungsriemen an Hüftflossen und Schultergurten soweit an, dass der Wanderrucksack fest und bequem sitzt. Auch das Absetzen geht bequemer, wenn Sie vorher die Stabilisierungsriemen leicht lösen.

Damit das funktionieren kann, muss das Tragesystem einmalig auf die Körpergröße des Trägers eingestellt werden. Das geht fast immer leicht per Hand und ähnelt sich von Hersteller zu Hersteller.

Zu den Pionieren, die sich seit Beginn der Bergsteiger-Bewegung um das große Gepäck für draußen verdient gemacht haben, gehört Deuter. Dort finden Sie neben vielen anderen Hintergrundinformationen über das gute Tragen auch eine gute Anleitung, um Wanderrucksäcke richtig einzustellen. Sparen Sie nicht an Genauigkeit: Rücken und Schultern danken es Ihnen!

Anhaltspunkte für eine unbeschwerte Tour

Beim Einpacken kommt das Leichteste nach unten. Die schwersten Stücke eher in Schulterhöhe und nahe an den Rücken. So erreichen Sie den idealen Schwerpunkt, damit sich die Last bei der Bewegung am wenigsten bemerkbar macht. Deshalb empfiehlt es sich auch, jeden morgen vor dem Start von neuem Ordnung im Rucksack zu schaffen. Zu guter Letzt trägt sich der Rucksack am bequemsten, der am sinnvollsten gepackt ist. Das beginnt aber nicht bei der Frage, wohin der warme Pulli kommt. Sinnvolles Packen fängt viel früher an: Mit Ihrer Packliste.

Stellen Sie dafür am besten in verschiedenen Kategorien von Kleidung über Schlafen und Wohnen bis zum Essen alles zusammen, was Sie gern dabei hätten. Und prüfen Sie danach jedes Stück riguros auf seine Notwendigkeit und leichtere Alternativen. Verlassen Sie sich darauf: Einmal unterwegs ärgern Sie sich über jedes Teil, das doch hätte zu Hause bleiben können. Bleiben Sie hart: Was nicht auf der Liste steht, kommt nicht in den Sack!

Denken Sie daran, dass auch ein bis zwei Liter Trinkwasser mit auf die Reise gehen werden! Insgesamt wiegt ein durchschnittlicher Wanderrucksack bei einer Hüttentour acht bis zehn Kilogramm. Mit Zelt und Kochgeschirr kommen auch mal etwas über dreizehn Kilogramm zusammen. Mehr ist fast nie nötig. Schließlich soll Ihnen der Weg über Stock und Stein eine Freude sein!

Viel Spaß beim Packen! Ich wünsche Ihnen einen Wanderrucksack, der Ihnen federleicht auf den Schultern liegt, und viele wunderbare Touren mit unvergesslichen Eindrücken und Begegnungen!

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