Wanderschuhe: Darauf kommt’s an

Wanderschuhe: Darauf kommt’s an

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von Simone

Als gebürtige Österreicherin bin ich mit Wandern und Alpinsport groß geworden. Da im Herbst die Wandersaison wieder so richtig startet, möchte ich gern allen „Berg-Neulingen“ verraten, worauf man bei Wanderschuhen achten sollte. Im unwegsamen Gelände sind fester Halt und Tragekomfort nämlich das Um und Auf!
Hier meine fünf wichtigsten Tipps:

1. Wofür brauche ich den Schuh?
Unterschiedliches Terrain bringt unterschiedliche Anforderungen an die Schuhe mit. Allgemein wird zwischen flexiblen Hiking- und Trekkingschuhen sowie festen Bergstiefeln unterschieden. Je schwieriger das Gelände ist, desto mehr sollte der Schuh den Fuß stützen. GALERIA Kaufhof bietet im Outdoor-Shop zahlreiche Wanderschuhe für Damen und Herren.

Der Multifunktions-Herrenschuh „Sikros GTX“ von Lowa ist mit griffiger Sohle und einem Mix aus Leder und GoreTex für kurze Wanderungen und Spaziergänge in der Natur geeignet. Der leichte Wanderschuh „Vega GTX“ von Salomon für Damen besteht aus atmungsaktivem Mesh, ist ebenfalls wasserdicht und durch die Aussparung am Knöchel bequem.

Mehr Halt für anspruchsvolle Wanderungen und lange Touren bietet Herren der Mammut „T Aenergy GTX“ Wanderschuh, der ein geringes Gewicht aufweist und bei Regen trocken bleibt. Als überarbeiteter Klassiker für Damen ist der „Meindl Borneo Lady MFS 2“ Bergstiefel aus Leder beliebt, da er komfortabel gepolstert und das Fußbett gedämpft ist.

2. Leder oder Synthetik?
Wenn man manche Wanderer hört, gleicht die Wahl des Obermaterials einer Glaubensfrage. Ich persönlich finde, dass sowohl Leder als auch Kunstfasern wie GoreTex ihre Vor- und Nachteile haben und ihr euch am besten nach Route und bevorzugtem Untergrund richtet.

Vorteil bei Wanderschuhen aus Ledern ist, dass der Fuß darin wenig schwitzt, das Modell sich durch die Wärme im Laufe des Tragens anpasst und sehr langlebig ist. Dafür sind diese Schuhe trotz Imprägnierung empfindlich gegenüber Nässe und trocknen langsam. Vorteil bei Wanderschuhen aus Synthetik ist ihre extrem leichte und wasserabweisende Verarbeitung. Bei diesen Modellen auf atmungsaktive Textilien achten, damit die Feuchtigkeit sich nicht staut! Diese Schuhe weiten sich beim Wandern nicht mehr.

3. Auf optimale Passform achten
Wenn ihr Wanderschuhe probiert, gibt es für den perfekten Sitz einige Punkte zu beachten. Zunächst brauchen eure Zehen ausreichend Platz, um beim Wandern bergab nicht anzustoßen – etwa ein Finger breit sollte nach vorne „Luft“ sein.

Die Ferse ist besonders anfällig für Blasen, daher darf bei Bewegung beim Schuh hinten nichts rutschen. Tragt die gewünschten Bergschuhe gleich mit den passenden, speziell gepolsterten Wandersocken, um die Passform zu überprüfen. Das Abrollen der Sohle muss sich angenehm und möglichst rund anfühlen. Durch die Schnürung könnt ihr die Passform variieren – zieht die Schnürsenkel nach einer Viertelstunde Probetragen nach. Durch die Bindung aber nie zu viel Druck auf den Fußrücken ausüben!

4. Kurze Wanderungen, dann lange Touren
Früher hieß es, dass man Wanderschuhe erst nach langer Zeit gründlich einläuft und dass man anfängliche Blasen und Schmerzen in Kauf nehmen muss. Diese Phase ist dank stützender Polsterung und eines ergonomischen Fußbett glücklicherweise vorbei!

Es empfiehlt sich trotzdem in den ersten Tagen und Wochen die Damen- und Herrenschuhe erst mal auf kurzen Wanderungen oder Outdooraktivitäten zu tragen, um die Passform in der Praxis zu testen. Erst dann lange Touren und Höhenwege planen.

5. Qualität hat ihren Preis
Bereits Trekkingschuhe kosten schnell mal 100 Euro aufwärts. Dennoch rate ich von günstigen Wanderschuhen ab! Es mag Schnäppchen geben, aber die optimierte Belüftung, Dämpfung, wasserfeste Materialien und eine nahtlose Verarbeitung haben nun mal ihren Preis.
Wählt lieber ein hochwertiges Modell, das euren Ansprüchen genügt, so dass ihr über viele Saisonen hinweg gut zu Fuß seid und die Anschaffung sich bezahlt macht. Achja: Lasst euch nicht vom Design verleiten! Es gibt längst modische Wanderschuhe für Damen und Herren, doch viel entscheidender ist ein bequemer Sitz und Halt.

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