Weg mit dem Fleck: Tipps zum richtigen Wäschewaschen

Weg mit dem Fleck: Tipps zum richtigen Wäschewaschen

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| Die Nachbarin
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Ich bin ein Sommerkind. Ich mag Wärme, Licht, Rosen- und Erdbeerduft. Und ich liebe es, meine Wäsche in der Sonne zu trocknen. An heißen Tagen braucht man sie nur zwei Stunden rauszuhängen und danach riecht sie richtig frisch. Ganz ohne Weichspüler, den ich nicht so mag.
Dass mich das so erfreut, liegt an einigen schlechten Erfahrungen, die ich in Sache Wäschewaschen gemacht habe. Flecken, die partout nicht verblassen wollten (ich habe dann aus einem Pulli ein T-Shirt gemacht). Kleine Löcher, die sich nach dem Waschgang im zarten Gewebe zeigten. Filzige Wollpullover, denen ein Waschtrockner einmal unaufgefordert den Garaus gemacht hat. Und immer wieder schlechte Gerüche!

Wäschekorb500Gerade in der kühlen Jahreszeit kam die Wäsche stinkiger aus der Trommel, als ich sie hineingegeben habe. Und mir hat es irgendwann auch gestunken. Deshalb habe ich mich umgehört und mir von gestandenen Hausfrauen, Waschmittelherstellern, Verbraucherberatern und Verkäufern in der Modeabteilung gute Ratschläge für alle Waschprobleme geben lassen. Hier sind sie:

Auch Waschmaschinen brauchen Liebe

Wäsche riecht muffig, weil sich Mikroorganismen darin festsetzen. Um das zu vermeiden, sollte man die Hygieneanleitung der Waschmaschinenhersteller befolgen. Dazu gehört, das Waschmittelfach regelmäßig sauber zu machen. Am besten zieht man es komplett raus und legt es für zehn Minuten in einen Eimer mit Essigwasser. Danach kann man es mit einer alten Zahnbürste schrubben. Die Gummidichtung am Rand der Trommel freut sich über eine Begegnung mit Putztuch und ein wenig Zitronensaft. Am Schluss noch das Flusensieb leeren und fertig.
Heute wäscht man aus Energiespargründen mit niedrigeren Temperaturen (auch bei 60 Grad sterben Bakterien und Keime ab). Dennoch kann zur Reinigung hin und wieder einen Kochwaschgang bei 90 Grad durchlaufen lassen. Zusätzlich empfiehlt es sich, beim Waschen einen Schuss Essig ins Weichspülerfach geben. Wird die Waschmaschine gerade nicht benutzt, sollten Tür und Waschmittelfach offen stehen.

Richtig befüllen

Die Waschtrommel sollte nur so weit gefüllt werden, dass oben ein handtellerbreiter Raum frei bleibt. Grundsätzlich gilt, je feiner die Wäsche, desto kleiner die Waschladung.
Wer kennt nicht das Problem des mysteriös verschwundenen Sockens. In der Tat kann es passieren, dass kleinere Wäschestücke zwischen Trommel und Laugenbottich geraten. Dort modern sie dann fröhlich vor sich hin und sind nur schwer wieder herauszufischen. Deshalb Socken, Slips und co. in einem Wäschebeutel oder einem Kopfkissenbezug waschen.
Kleine Löcher im Stoff entstehen durch scharfe Kanten. Daher sollte man Reißverschlüsse zuziehen. Das gilt auch für Bettbezüge, in denen sich gerne kleineren Wäschestücke verfangen.

Hausmittel gegen stinkige Wäsche

Hat sich der Muff erst einmal in Bluse und Jeans festgesetzt, gibt es verschiedene Hausmittel, die Abhilfe schaffen sollen. So ist Natron (Soda) ein echter Allrounder. Er ist ein natürlicher Geruchsentferner und Weichspüler, verstärkt das Waschmittel und hält obendrein die Maschine sauber.
Bei starken Gerüchen kann man Kleidung eine Nacht lang in einer Natron-Wasser-Lösung (eine Tasse Natron auf 3,7 Liter Wasser) einweichen und danach durchwaschen. Beim Waschgang zusätzlich eine halbe Tasse Natron und eine Tasse Essig direkt in die Waschtrommel geben. Achtung: Wenn man unter Allergien leidet, sollte man darauf achten, echtes Wasch-Natron zu nehmen. Ansonsten tut es auch Back-Natron.

Das richtige Waschmittel

Schaum500Es gibt Waschmittel für alle Belange, aber nur drei Sorten müssen wirklich im Regal stehen. Vollwaschmittel für helle, unempfindliche Wäsche. Farbwaschmittel für Buntwäsche, denn Vollwaschmittel enthält bleichende Inhaltsstoffe, die für einen unschönen Grauschleier sorgen. Außerdem braucht man ein Feinwaschmittel für Wolle, Seide, Spitze usw. Tipp: Wolle lässt sich übrigens auch gut mit Haarshampoo waschen.
Die richtige Dosierung ist auf der Verpackung angegeben und richtet sich nach dem Grad der Verschmutzung und der Wasserhärte (Auskunft gibt das örtliche Wasserwerk). Grundsätzlich gilt: weniger ist mehr. Tipp: Waschpulver ist umweltfreundlicher als Flüssigwaschmittel.

Fleck-Weg

Bei allen Flecken gilt: Je schneller sie behandelt werden, desto größer der Erfolg. Nicht immer muss es die chemische Keule sein. Auch Wasser und Seife sind nicht unbedingt das erste Mittel der Wahl. Stattdessen lohnt es sich, Flecken mit Haarspray oder Rasierschaum zu behandeln und nach 15 Minuten vorsichtig auszuwaschen. Wer unterwegs ist, kann den Fleck mit etwas Speichel einreiben. Da dieser Enzyme enthält, die Eiweiß, Fett und Stärke lösen können.
Ein beliebtes und natürliches Fleck-Weg-Mittel ist die Gallseife. Flüssig oder als Seifenstück eignet sie sich hervorragend, um Fett- und Eiweißflecken (Blut, Schweiß) sowie Obst- und Gemüseflecken zu entfernen.

Fett: Mit Kartoffelmehl aufsaugen oder mit Mineralwasser beträufeln und mit einem saugfähigen Lappen abtupfen. Nicht reiben.
Rotwein: Mit Zitronensaft beträufeln, Salz darüber geben, vorsichtig ausbürsten.
Blut: Immer kalt auswaschen! Am besten mit Salzwasser. Eingetrocknete Blutflecke in Salzwasser einweichen und dann mit Seife auswaschen. Alternativ den Fleck mit feuchter Speisestärke bestreichen, antrocknen lassen, ausbürsten.
Öl: Mit einem Stück Butter einreiben, normal waschen.
Wachsflecken: Saugfähiges Löschpapier drauflegen, bügeln.
Kugelschreiber: Über Nacht in Milch einweichen, am nächsten Tag normal waschen.
Filzstift, Fineliner, Textmarker: Dem noch feuchten Fleck Farbe entziehen, indem man ein trockenes Vlies auflegt und von hinten den Fleck feucht abtupft, bis keine Farbe mehr austritt. Dann die Stelle mit Gallseife vorbehandeln und zügig waschen.
Grasflecken: KEIN Wasser, sondern reinen Zitronensaft oder Essigessenz zum Auswaschen verwenden.
Stockflecken: In Buttermilch einweichen, am nächsten Tag waschen. Zum Durchtrocknen in die Sonne legen.
Schweißflecken: Über Nacht in Essig-Essenz einlegen, mit Gallseife vorbehandeln, nach dem Waschen in die Sonne legen.
Kaugummi: Kleidungsstück ins Gefrierfach legen, Kaugummi lässt sich danach abkratzen.

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