Weihnachtsessen und Tischdeko für den Heiligen Abend

Weihnachtsessen und Tischdeko für den Heiligen Abend

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Das Schönste an Weihnachten ist doch das gemeinsame Essen mit Familie und Freunden. Wann sitzt man schon mal in so trauter Runde beisammen – teils von weit her angereist, Geschichten und Geschenke im Gepäck – um an der Festtagstafel Platz zu nehmen. Da wird erzählt, geschlemmt und alle genießen die einmalige Weihnachts-Atmosphäre. Übrigens könnten die beiden Lieblingsgerichte der Deutschen für den Heiligen Abend unterschiedlicher nicht sein: Während etwa ein Drittel aller Familien schlicht Würsten mit Kartoffelsalat bevorzugt, biegen sich andere Tische unter Gänsebraten und Co. Aber auch mein geliebtes Käsefondue ist in vielen Haushalten Tradition.

Der Braten, der spätestens zum ersten Feiertag auf fast allen Tellern landet, hat seinen Ursprung in der Fastentradition. Angesichts von Plätzchen, Lebkuchen und  Weihnachtsmarkt-Schlemmereien, kann man sich heute kaum noch vorstellen, dass früher im Advent gefastet wurde und diese karge Zeit erst mit dem Weihnachtsbraten am ersten Feiertag ein Ende fand. Das Rezept wurde nicht dem Zufall überlassen. So bestand die Dekoration aus 12 Äpfeln die den 12 Aposteln gewidmet waren und der Braten wurde mit dreimal drei Gewürzen verfeinert, die im neuen Jahr für Gesundheit und volle Teller sorgen sollten.

Wer so ein richtig festliches Weihnachtsmenü kreieren will, sollte mindestens drei Gänge in petto haben. Als Vorspeise eignen sich Creme-Süppchen, Salate oder raffinierte Häppchen, um den Appetit anzuregen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer feine Maiscremesuppe oder einem Feldsalat mit Mozzarella und fruchtigem Granatapfel. Bei beidem läuft nicht nur mir das Wasser im Mund zusammen, sondern auch den Vegetariern in der Familie. Für sie suchen wir als Alternative zum Hauptgang mit Geflügel, Schwein oder Rind vegetarische Varianten. Etwa Kartoffelklöße mit Walnussstreuseln, würziger Champignonsoße und zarten Spinatblättchen oder gleich einen deftigen Nussbraten.

Crumble

Überhaupt sind es vor allem die weihnachtlichen Zutaten und Aromen, die ein Festessen zum duftenden Weihnachtsmenü machen. Mit Printen, Zimtstangen und Nelkengewürz lässt sich zum Beispiel der beliebte Rotkohl weihnachtlich verfeinern. Und auch beim Dessert kann sich der Kenner am Herd so richtig ausleben. So wird aus einem sommerlichen Panna Cotta im Handumdrehen eine weihnachtliche Variante mit Spekulatius, Sauerkirchen und Zimt. Meine ganze Familie liebt den schnell gezauberten Apple-Crumble mit Rumrosinen und Zimtsternen. Am besten schmeckt er frisch aus dem Ofen mit einer Portion Vanilleeis.

Natürlich sollte ein erlesener Wein dazu nicht fehlen. Grundsätzlich gilt, je kräftiger das Essen, desto kräftiger darf auch die Weinsorte ausfallen. Zu Würstchen und Kartoffelsalat empfehlen Sommeliers Weißburgunder oder Chardonnay und warnen vor säurehaltigem Riesling. Zu Geflügel passt ein trockener Rotwein, zum Beispiel ein Bordeaux. Der Rinderbraten verträgt sich sehr gut mit einem starken Rotwein und nicht jeder Fisch ist auf Weißwein angewiesen. Vor allem zu Karpfen, dem österreichischen Weihnachtsklassiker, empfiehlt sich eher ein fruchtig-leichter Rotwein. Zum Nachtisch kommen Freunde des Rieslings dann auf ihre Kosten.

Auch der Koch hat das Recht auf ein entspanntes Weihnachtsessen, deshalb sollte man bei der Auswahl der Speisen mitdenken, was sich gut vorbereiten lässt. Cremesuppen und Terrinen eignen sich zum Beispiel besser als frische Salatkreationen. Und viele Dessertcremes brauchen sogar eine Nacht Ruhe im Kühlschrank. Rouladen oder Lasagne vom Vortag schmecken aufgewärmt fast noch besser und selbst die aufwendige Gans muss nicht komplett am gleichen Tag entstehen. Meine Nachbarin befüllt sie schon Wochen vorher vor und legt die Gans ins Eisfach, um sie zu Weihnachten aufzutauen und für drei Stunden in den Ofen zu schieben. Andere braten die Gans vor, zerlegen sie und rösten die Teile am Weihnachtstag fertig.

Leinendecken

Auf diese Weise bleibt mehr Zeit um den Weihnachtstisch so richtig festlich zu schmücken. Denn eine gute Tischdecke und weihnachtliche Servietten sind ebenso ein Muss, wie Kerzen, Tannenzweige und Streudeko. Ich persönlich werde in diesem Jahr schwere Leinentischdecken verwenden, die ich von meinen Uromas geerbt habe. Sie sind aber auch auf vielen Flohmärkten zu haben. Dazu kombiniere ich weihnachtlich bestickte Handtücher neueren Datums, die wahlweise als Tischläufer oder als edle Servietten fungieren.

Beides passt hervorragend zur Deko aus Naturmaterialien, die derzeit im Trend liegt und sich bequem im Garten oder bei einem Spaziergang im Winterwald einsammeln lässt. Aus Moos und Tannengrün, Eicheln, Winterbeeren und Dekozapfen lassen sich in kurzer Zeit wunderschöne Kerzengestecke kreieren. Einfach in einer alten Backform aus Zink anordnen und mit einem weihnachtlichen Anhänger dekorieren. Auch Ausstechformen passen zu diesem Stil.  Sehr beliebt sind in diesem Jahr Birkenhölzer mit ihrer zarten, weiß-braunen Rinde, die im Kerzenlicht so warm schimmert.

Sternaufkleber

Auch Streudeko gehört für mich definitiv auf die weihnachtliche Festtafel. Meine Mutter verwendet seit meiner Kindheit goldene Metallplättchen in Sternen- und Tannenform. Wenn sie auf der Tischdecke liegen spiegelt sich darin das Licht und man kann zwischen den Gängen herrlich damit spielen. Ich persönlich liebe essbare Streudeko. In diesem Jahr gruppiere ich Zimtsterne, die wunderschön mit der Deko aus Naturmaterialien harmonieren. Meine Tochter klebt am liebsten weihnachtliche Glitzersterne auf die Tischdecke. Sieht hübsch aus und lässt sich gut wieder ablösen.

Eine wunderschöne Tradition für die Weihnachtstage ist übrigens die Feuerzangenbowle. Schon zu Großmutters Zeiten beliebt, wurde der Brauch durch den gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann 1944 quasi befeuert. Und die Zeremonie ist wirklich etwas Besonderes. Etwa zwei Liter Rotwein mit je zwei geschnittenen Orangen und Zitronen, sowie Glühweingewürzen in einem Topf erhitzen und in eine Bowle-Schale umfüllen. Einen Zuckerhut auf einer Feuerzange über dem Glas positionieren, mit Rum übergießen und anzünden. Während die Flamme lodert, tropft der karamellisierende der Zucker in den Wein und gibt ihm ein unvergleichliches Aroma. So steht dem fröhlichen Ausklang des Weihnachtsfestes nichts mehr im Wege.

Fröhliche Weihnachten wünscht Euch

Nina

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