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Schulranzen im Test: Die besten Schultaschen für die Grundschule

Sicher freut sich Ihr Kind schon auf seinen ersten Schulranzen, mit dem es endlich seine ersten Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gehen kann. Damit Ihr Spross den Schulweg sicher bewältigen kann, zeigen wir Ihnen hier die Schulranzen, die bei gängigen Tests und Prüfsiegeln am besten abschneiden. Achten Sie dabei insbesondere auf die Verkehrssicherheit der Modelle, das Handling im Alltag sowie auf die Materialeigenschaften. Bei der Auswahl eines geeigneten Modells unterstützen Sie verschiedene anerkannte Gütesiegel und Tests. Galeria Kaufhof zeigt Ihnen, welche Gütesiegel und Schulranzen-Tests es gibt, wodurch sie sich unterscheiden und was sie aussagen.


Schulranzen mit DIN-Norm: Sicherer Schulranzen für Kinder

Die Norm DIN 58124 besteht seit rund 30 Jahren. Sie soll die Sicherheit und Gesundheit von Kindern gewährleisten, die mit ihren Schulranzen im Straßenverkehr unterwegs sind. Sie definiert zahlreiche Anforderungen, die Schulranzen-Modelle erfüllen müssen, für die die Zertifizierung beantragt wird. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Ausrichtung des Schulranzens im Hochformat
  • Stabilität und Standsicherheit
  • Breite der Tragegurte mindestens 3 cm
  • Polsterung der Tragegurte
  • ergonomische Form und Atmungsaktivität des Rückenpolsters
  • wasserabweisende Oberfläche des Schulranzens
  • keine Verletzungsgefahr durch einzelne Bauteile
  • mindestens 20 Prozent der sichtbaren Oberfläche in fluoreszierenden (nachtleuchtenden), leuchtstarken Signalfarben (mind. 50 cm² zusammenhängend, 20 mm breit)
  • mindestens 10 Prozent der Vorder- und Seitenflächen sowie mindestens 10 cm² der Schultergurte aus retroreflektierenden Materialien (werfen Lichtstrahlen zurück)
  • ausschließlicher Einsatz von Materialien, die nicht brechen, reißen oder sich verformen können
  • Bestehen eines Falltests (Der Schulranzen muss eine bestimmte Anzahl an Stürzen ohne Schäden überstehen)

Mit Schulranzen, die die DIN 58124 einhalten, gehen Eltern auf Nummer sicher. Dies bedeutet nicht automatisch, dass alle nicht zertifizierten Schulranzen schlecht sind. Im Gegenteil: Es kann sogar sein, dass auch nicht zertifizierte Modelle den Anforderungen der Norm genügen und der Hersteller lediglich die Kosten der Zertifizierung nicht auf sich genommen hat. Leider können Sie einen Teil der Kriterien vor dem Kauf nur eingeschränkt selbst nachprüfen (z. B. Wasserdichtigkeit, Materialeigenschaften). Der Norm entsprechende Schulranzen-Modelle bewahren Sie vor bösen Überraschungen.

Am Markt ist eine Vielzahl von Modellen erhältlich, die DIN-zertifiziert sind. So sind beispielsweise bei Scout alle Modelle als DIN-zertifizierte Variante erhältlich – ohne Zertifizierung ist der Spielraum bei der farblichen Gestaltung größer, da keine Signalfarben vorgegeben sind. Bei Step by Step entsprechen beispielsweise die Modelle Flexline, Touch, Light, 2in1 der DIN-Norm. Bei ergobag verzichtet man bisher auf die Zertifizierung. Hier konzentriert man sich aber bewusst auf andere Aspekte, insbesondere die Ergonomie des Schulranzens, weshalb dies nicht unbedingt Negatives bedeuten muss.  

Schulranzen mit AGR-Gütesiegel: Besonders ergonomisch für den Rücken

Die AGR, die „Aktion gesunder Rücken“, besteht aus einem interdisziplinär zusammengesetzten medizinischen Fachgremium, das Produkte und Alltagsgegenstände für ihre Rückenfreundlichkeit auszeichnet. Unter anderem werden auch Schulranzen für die Grundschule geprüft. Dabei steht im Vordergrund, dass die Rückengesundheit der Kinder geschont und unterstützt wird. Typische Kriterien bei dieser Prüfung sind unter anderem:

  • optimale Position des Schulranzens (z. B. direktes Anliegen an der Wirbelsäule, Höhe, Verstellmöglichkeit)
  • rutschfestes Rückenteil mit ergonomischer Form, die der natürlichen S-Form der Wirbelsäule angepasst ist
  • gute Polsterung der Tragegurte
  • mindestens 4 cm breite Tragegurte, die verstellbar sind

Schulranzen, die den strengen ergonomischen Anforderungen des Gremiums standgehalten haben, tragen das AGR-Gütesiegel. Zu diesem engen Kreis gehören unter anderem diese Schulranzen-Modelle:

  • Step by Step: alle Modelle (z. B. Flexline, 2in1, Touch, Light, Light 2, Comfort)
  • Spiegelburg: alle Modelle (z. B. Ergo Style, Flex Style)
  • Coocazoo: EvverClevver2

Aktuelle Neuigkeiten von der AGR zu neu zertifizierten Produkten finden sich in deren Blog zum Thema Schulranzen. Zudem zertifiziert die AGR auch Geschäfte, die rückengerechte Schulranzen verkaufen und über AGR-geschulte Mitarbeiter verfügen.

Wichtig: Die AGR konzentriert sich bei Schulranzen darauf, ob sie für den Rücken besonders ergonomisch gestaltet werden. Berücksichtigen Sie aber stets zusätzlich Tests und Prüfsiegel anderer Institutionen (z. B. Stiftung Warentest), die neben der Ergonomie auch auf weitere Kriterien wie die Verkehrssicherheit achten. Die Auszeichnung durch die AGR ist zwar sinnvoll, aber sollte nicht alleine ausschlaggebend für den Kauf sein.


Stiftung Warentest: Hohe Durchfallquote

In unregelmäßige Abständen prüft die Stiftung Warentest auch Schulranzen, zuletzt im Jahr 2013. Die Experten greifen auf eine große Auswahl an Bewertungskriterien zurück:

Kriterium Gewichtung Ausprägung
Täglicher Gebrauch 50 Prozent ergonomische Trageeigenschaften (z. B. Trageriemen, verstellbare Rückenlänge, Tragen am Griff), Verschluss, Einpacken von Schulunterlagen, Gebrauchsanleitung, Standfestigkeit, Formstabilität, scharfe Ecken und Kanten
Optische Warnwirkung 20 Prozent Warnwirkung bei Tag und bei Nacht (fluoreszierende und retroflektierende Flächen), in Anlehnung an die Vorgaben der DIN 58124
Materialeigenschaften 25 Prozent Haltbarkeit (Test durch Falltrommel), Trittfestigkeit und Temperaturbeständigkeit von Schnallen, Wasserdichtheit, Reinigungsmöglichkeiten
Schadstoffe 5 Prozent Prüfung auf verschiedene enthaltene Schadstoffe

2013 wurden 18 Schulranzen getestet, darunter zwölf Modelle, die DIN 58124-zertifiziert waren. Darunter sind einige Testteilnehmer gnadenlos durchgefallen, aber überwiegend konnten die Hersteller zufriedenstellende Ergebnisse erreichen. Fast alle getesteten Schulranzen konnten in Hinblick auf ihre Qualität und die Ergonomie überzeugen. Testsieger wurde der Scout Easy II mit der Note „Gut“ (1,8). Eine Kaufempfehlung konnten die Tester auch für den Sammies by Samsonite Optilight DIN, den Jack Wolfskin Schoolmate Safety und den Scout Maxi aussprechen.

Ist Ihnen die optische Warnwirkung weniger wichtig, sehen Sie sich die detaillierten Testergebnisse der Stiftung Warentest an. Schulranzen mit einer schlechten Note im Test können nämlich angesichts ihrer anderen Eigenschaften immer noch eine sinnvolle Wahl sein, lässt man das Kriterium der Verkehrssicherheit außer Acht.
Wer sich bei der Stiftung Warentest alleine auf die Testsieger stützt, bekommt aber nur ein einseitiges Bild. Während die Sicherheit hier über alles gestellt wird, werden Nischenprodukte, die in bestimmten Situationen durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, gnadenlos abgewertet. Beziehen Sie deshalb die Ergebnisse der Stiftung Warentest in Ihre Entscheidung ein, prüfen Sie aber immer das vollständige Angebot.

Augen auf beim Schulranzen-Kauf – viele Hersteller bieten ihre Schultaschen in zwei Varianten als DIN-Modell und auch ohne DIN-Zertifizierung an. Sie sind leicht zu verwechseln, denn sie unterscheiden sich häufig lediglich durch die Verwendung einer in der Norm nicht vorgesehen Farbe (z. B. Neonpink statt Neongelb). Achten Sie auf entsprechende Anhänger oder Aufkleber.


ÖKO-TEST: Schadstoffbelastung im Fokus

Ökotest legt seinen Fokus wiederum anders: Die grundsätzlichen Bewertungskriterien scheinen zwar denen der Stiftung Warentest zu ähneln, jedoch wird die Belastung mit Schadstoffen hier stärker gewichtet. Hinzu kommt, dass Ökotest erstaunlicherweise auch zu deutlich anderen Ergebnissen als die Untersuchung der Experten von Stiftung Warentest kommt. „Außen hui, innen Pfui“ zog die Ökotest das Fazit nach ihrem letzten Schulranzen-Test im Jahr 2017. Bei den meisten der getesteten zehn Schulranzen wurden erhöhte Schadstoffwerte festgestellt, teilweise sogar in einem bedenklichen Bereich. 

Bei Ökotest beziehen sich die Testergebnisse stets auf ein konkretes Design eines Modells. Was die Schadstoffbelastung angeht, lassen sich die Ergebnisse deshalb nicht immer einfach auf jedes beliebige andere Design desselben Modells übertragen.

Der Testsieger „Scout Alpha Happy Dolphins“ hat die Note „Gut“ erreicht. Zwar waren einige Schadstoffwerte ein wenig erhöht, doch konnte er mit der guten Handhabung und dem hohen Tragekomfort überzeugen. Danach folgten im breiten Mittelfeld mit leichten Schwächen und der Note “Befriedigend” diese Modelle:

  • Der Die Das Ranzenset Fliegengewicht XS Dino Sea
  • Jako-O Schulranzen Planeten
  • McNeill Ergo Licht Compact Flex DIN Streetcat
  • Spiegelburg Ergo Style Fun Ranzenset Einhörner
  • Step by step Comfort DIN Schulranzen Set Space Pirate

Im Schulranzen-Test der Stiftung Ökotest wird die Belastung des Materials mit Schadstoffen hoch gewichtet. So stellen Sie einfach fest, welche Modelle verkehrssicher sind und zugleich nur geringe Schadstoffkonzentrationen aufweisen.


TÜV: Zertifizierung von sicheren und hochqualitativen Schulranzen

Der TÜV Rheinland zertifiziert Schulranzen und Schultaschen in Hinblick auf ihre Sicherheit und Qualität. Dabei werden einerseits die Anforderungen der DIN 58124 herangezogen, andererseits aber auch ein erweiterter Prüfkriterienkatalog abgearbeitet. Beachtet werden hier unter anderem diese Kriterien:

  • hochwertige Materialien
  • Funktionstüchtigkeit von Verschluss- und Verstellteilen sowie anderen beweglichen Bestandteilen
  • Maße und Gewicht
  • Ergonomie (Rückenpolsterung, Gurtpolsterung, Tragegriff)
  • Volumen des Innenraums
  • Wasserdichtheit von Boden und Tornister
  • Belastbarkeit
  • Bruchsicherheit
  • Korrosion
  • Einhaltung der DIN 58124 (v. a. Signalfarben, retroreflektierende/fluoreszierende Farben, Wasserdichtheit, Beständigkeit von Deckel und Verschlüssen)

Mehr Informationen zu den Kriterien gibt es auf den Seiten des TÜV Rheinland. Hat ein Schulranzen-Modell den TÜV-Test bestanden, so erhält es das Qualitätssiegel „TÜV geprüft“. Dieses Qualitätssiegel ist für Sie eine gute Richtlinie für geeignete Modelle, da die meisten wichtigen Kriterien für die Schulranzen-Auswahl berücksichtigt werden.


Die Mischung bringt’s: Informieren Sie sich in vielen Quellen

Möchten Sie sich umfassend informieren, berücksichtigen Sie am besten alle genannten Testergebnisse und Qualitäts-/Prüfsiegel. Seien Sie im Internet vorsichtig im Umgang mit selbsternannten Testseiten. Häufig wird hier nicht unabhängig (oder überhaupt nicht) getestet, sondern lediglich Informationen aus anderen Quellen ungefiltert weiterverbreitet. Die „Tests“ und deren vermeintliche Ergebnisse sind oftmals stark von den jeweiligen Werbepartnern abhängig und können nicht immer als objektiv bezeichnet werden.

Tests und Gütesiegel helfen Ihnen, sich über die Eigenschaften der Schulranzen zu informieren und unterstützen Sie bei Ihrer Kaufentscheidung. Ist der ausgewählte Schulranzen mit den gängigen Gütesiegeln ausgezeichnet, können Sie Ihr Kind mit einem guten Gefühl auf den täglichen Schulweg schicken.