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Worauf sollten Sie beim Schulranzenkauf achten?

Schulranzenberater: Hier finden Sie den richtigen Ranzen für Ihr Kind!

Täglich tragen Kinder auf ihrem Rücken ein enormes Gewicht zur Schule. Um Haltungsschäden vorzubeugen und eine falsche oder zu hohe Belastung zu vermeiden, sollten sich die Eltern bei der Auswahl des Modells nicht ausschließlich vom Design leiten, sondern vor allem Kriterien wie die Ergonomie, das Gewicht oder die Verkehrssicherheit in ihre Entscheidung einfließen lassen. Doch worauf sollten Eltern beim Kauf eines Schulranzens eigentlich achten? Hier erfahren Sie alles rund um die Auswahl des idealen Schulranzens.

Die wichtigsten Kriterien: Ergonomie, Gewicht und Verkehrssicherheit

Rund um den Schulranzen für Erstklässler gibt es eine Vielzahl von Kriterien, die Sie beachten sollten. An erster Stelle sollten bei Ihrer Auswahl allerdings die folgenden Themen stehen:

Auswahlkriterium #1: Die Ergonomie

Ihr Kind trägt seinen Schulranzen tagtäglich auf dem Rücken. Deshalb ist es wichtig, dass er einen guten Tragekomfort bietet und gleichzeitig die empfindliche Wirbelsäule vor einer einseitigen oder zu hohen Belastung schützt. Achten Sie deshalb insbesondere auf diese Eigenschaften:

  • Rückenteil: Die Rückseite des Schulranzens sollte durchgängig gepolstert und an die natürliche S-Form der Wirbelsäule angepasst werden. Eine Reliefpolsterung erhöht den Tragekomfort und verteilt den Druck durch das Gewicht des Schulranzens ideal.
  • Tragegurte: Die Tragegurte sind einfach und stufenlos verstellbar, sodass sie sich beispielsweise an unterschiedlich dicke Jacken anpassen lassen. Sie sind mindestens 4 cm breit, um das Gewicht optimal auf die Schultern zu verteilen. So schneiden sie auch nicht ein.
  • Höhenverstellbarkeit: Das Tragesystem ist idealerweise höhenverstellbar, sodass es mit Ihrem Kind wachsen kann. So sind die Riemen stets an die Körpergröße Ihres Kindes anpassbar und somit auch in der dritten oder vierten Klasse noch optimal platziert.
  • Brust-/Bauchgurt: Ein Brustgurt empfiehlt sich, damit der Schulranzen besser fixiert ist. So fällt das Laufen mit der Last auf dem Rücken leichter. Besonders empfehlenswert ist er für Kinder mit einem schmalen Rücken, denen die Trageriemen sonst leicht von den Schultern rutschen würden. Ein Bauchgurt ist nicht zwingend notwendig, unterstützt aber ähnlich wie bei Wanderrucksäcken bei der Verteilung der Last auf den ganzen Rücken. Ältere Kinder auf weiterführenden Schulen nutzen solche Hilfsmittel gewöhnlich nicht mehr.
  • Tragegriff: Der Tragegriff sollte mindestens 8 cm lang sein, um den Schulranzen komfortabel aufnehmen zu können.

Je mehr dieser Kriterien ein Schulranzen erfüllt, desto komfortabler und schonender wird er sich im Alltagseinsatz erweisen.

Nehmen Sie Ihr Kind am besten mit, wenn Sie den Schulranzen kaufen. Es sollte ihn vor dem Kauf ausprobieren, gerne auch beim Laufen und Springen sowie mit und ohne dicke Winterjacke. Es darf nichts drücken oder einschneiden.


Auswahlkriterium #2: Das Eigengewicht des Schulranzens

Früher ging man bei der Schulranzenwahl davon aus, dass das gesamte Gewicht inklusive Füllung höchstens 10 bis 12,5 Prozent des Körpergewichts betragen sollte. Diese Angabe ist mittlerweile umstritten. Die Kid-Check-Studie, die 2008 an der Universität des Saarlandes durchgeführt wurde, hat ergeben, dass ein durchschnittlich fittes Kind problemlos auch bis zu 20 Prozent ihres Körpergewichts tragen kann. Voraussetzungen hierfür sind aber die ideale Anpassung des Schulranzens an den Körper des Kindes, eine gut entwickelte Rückenmuskulatur und das durchdachte Einräumen des Inhalts.

Wiegt ein Kind also beispielsweise 25 kg, so darf der Schulranzen samt Inhalt durchaus bis zu 5 kg wiegen. Dennoch ist das Eigengewicht des Schulranzens unverändert wichtig: Jedes Gramm, das der Schulranzen nicht auf die Waage bringt, muss Ihr Kind nicht tragen. Bücher, Hefte, Stifte und Brotzeitbox werden später noch schwer genug wiegen. Achten Sie deshalb auf das Eigengewicht der verfügbaren Schulranzen und -rucksäcke. Es wird von den Herstellern meist in Form einer Plakette angegeben. Beispiele für die verschiedenen Gewichtsklassen sind:

unter 1.000 g

1.000 bis 1.200 g

ab 1.200 g

  • Herlitz Midi Plus
  • DerDieDas Fliegengewicht X, ErgoFlex (XL), XLight
  • McNeill – ERGO Light 912
  • Step by Step Light
  • School Mood Fly
  • Lego Easy, Starter Plus
  • Herlitz Motion Plus, Sporti Plus
  • Spiegelburg Flex Style Fun
  • Tatonka School Pack Light
  • McNeill ERGO Light Plus
  • Step by Step Flexline
  • Scout Nano, Sunny
  • Schneiders Toolbag Basic und Plus
  • Sammies Optilight
  • Scooli Campus Plus, Twixter
  • Ergobag PACK, CUBO, BAM
  • Lego Supreme
  • Lässig Starlight 4kids
  • Deuter OneTwo
  • Step by Step Touch, Comfort
  • McNeill ERGO Light Compact flex
  • Herlitz Flexi Plus
  • Spiegelburg Ergo Style plus, Flex Style plus
  • Lego Explorer
  • Tatonka School Pack (Plus)
  • Scout Buddy, Alpha
  • Sammies Premium Plus, Premium
  • School Mood – Timeless N.G.

Aber Vorsicht: Zu berücksichtigen ist auch das Volumen. Je leichter die Schulranzen werden, desto weniger passt meist auch in den Innenraum und desto instabiler werden sie häufig. Hier ist der perfekte Kompromiss aus einem geringen Eigengewicht und einem hohen Volumen zu finden. So wiegt beispielsweise der Herlitz Midi Plus 980 g bei einem Volumen von 13 Litern. Mit dem Modell „Easy“ schafft es Lego hingegen, 19 Liter Inhalt bei nur 760 g Gewicht zu bieten.

Für Erstklässler ist das Eigengewicht des Schulranzens natürlich ein wesentliches Thema. Bei älteren Kindern oder gar Teenagern rückt es häufig zugunsten der Ergonomie und anderen Auswahlkriterien in den Hintergrund, da mit steigendem Körpergewicht und Ausbildung der Rückenmuskulatur das Gewicht des Schulranzens nicht mehr so entscheidend ist. Für die Kinder ist es nun wichtiger zu lernen, wie sie den Schulranzen richtig einräumen und was sie besser zuhause lassen.

Wenn Sie ohnehin planen, zur dritten Klasse einen neuen Schulranzen zu kaufen, kann ein Modell mit kleinem Volumen für die ersten zwei Schuljahre durchaus auch seinen Reiz haben. Die Möglichkeiten, Spielzeug oder unnötige Kleinigkeiten mitzunehmen und dadurch das Gesamtgewicht zu erhöhen, sind dadurch nämlich auch eingeschränkt. So fällt es leichter, sich auf die Gegenstände zu beschränken, die Ihr Kind für die Schule wirklich braucht.


Auswahlkriterium #3: Die Verkehrssicherheit

Da Ihr Kind täglich mehr oder weniger stark am Straßenverkehr teilnehmen wird, ist die Verkehrssicherheit des Schulranzens essenziell. Hierfür sollte das gewählte Modell diese Anforderungen erfüllen:

  • an der Vorderseite und den Seitenteilen mindestens 10 Prozent Flächen aus retroreflektierendem Material (wirft das Licht zurück, z. B. von Autoscheinwerfern)
  • mindestens 20 Prozent Flächen aus fluoreszierendem Material in den Farben Gelb oder Orange (nachtleuchtende Wirkung)

Dadurch ist Ihr Kind für Autofahrer tagsüber ebenso wie bei Dämmerung oder bei Nebel gut erkennbar. Für Kinder auf weiterführenden Schulen ist dieses Thema ebenso wichtig für Erstklässler, da sie zwar an Erfahrung mit dem Straßenverkehr gewinnen, aber sich meist auch die zurückzulegenden Wege verlängern.

Tipp: Kaufen Sie einen Schulranzen ohne DIN 58124-Zertifizierung, können Sie bei den Herstellern häufig ein zusätzliches Sicherheitsset kaufen. So gestalten Sie das Modell nachträglich verkehrssicher.

Die DIN 58124 besteht seit 1990 und beschäftigt sich mit der Verkehrssicherheit von Schulranzen. Die Zertifizierung verrät Eltern, ob der Schulranzen verkehrssicher und ergonomisch geformt ist sowie im Alltag ein gutes Handling aufweist. Achten Sie beim Kauf eines Schulranzens auf das DIN 58124-Prüfsiegel. So gehen Sie für Ihr Kind auf Nummer sicher.

Worauf Sie beim Kauf des Schulranzens zusätzlich achten sollten

Haben Sie eines oder mehrere Modelle ausgemacht, die in Hinblick auf die bereits genannten Kriterien Ihren Anforderungen entsprechen, prüfen Sie sie im Idealfall zusätzlich in diesen Bereichen auf Herz und Nieren:

  • Bewegungsfreiheit: Ein Schulranzen sollte im Hochformat ausgerichtet sein. Die Oberkante sollte ebenso mit den Schultern abschließen wie die Seitenkanten des Ranzens. So hat Ihr Kind die optimale Bewegungsfreiheit im Straßenverkehr.
  • Wasserdichtigkeit: Damit ein kleiner Regenschauer auf dem Nachhauseweg nicht zu aufgeweichten Büchern führt, wählen Sie ein Modell mit wasserdichten Materialien (z. B. Polyester oder Nylon). Liegt eine DIN 58124-Plakette vor, ist die Wasserdichtigkeit gegeben.
  • Handling: Lassen Sie Ihr Kind testen: Kann es den Schulranzen selbst auf seinen Rücken heben? Kann es den Schließmechanismus, Schulter- und Brustgurt sowie Reißverschlüsse komfortabel bedienen?
  • Fächeraufteilung: Prüfen Sie den Inhalt der Schultasche. Ist es möglich, schwere Bücher und Hefter rückennah zu tragen? Idealerweise gibt es separate Fächer für Trinkflasche und Brotdose, um Verschmutzungen durch Ausgelaufenes zu vermeiden.
  • Standfestigkeit: Die Standfestigkeit wächst mit dem Gewicht. Doch auch leichte Modelle können einen guten Stand haben. Testen Sie, wie leicht der Schulranzen umfällt.
  • Motiv: Auch wenn das Motiv für die Eltern meist nicht die tragende Rolle spielt – für die Kids ist es umso wichtiger. Ein schöner Kompromiss für alle wäre: Wählen Sie zunächst unabhängig vom Motiv ein geeignetes Modell. Ihr Kind darf dann aus den zur Verfügung stehenden Designs frei auswählen.
  • Material: Ideal für Schulranzen sind Kunststoffgewebe geeignet, die strapazierfähig, reißfest, farbecht und leicht zu reinigen sind. Früher oder später wird er einmal in einer Pfütze landen oder schmutzig werden. Achten Sie darauf, dass das Material frei von Schadstoffen (z. B. Weichmacher oder giftige Farben) ist. Informationen hierzu finden Sie bei der Stiftung Ökotest.
  • Prüfzeichen: DIN 58124, Stiftung Warentest und Ökotest, TÜV-Siegel – informieren Sie sich im Vorfeld, was die einzelnen Prüfzeichen genau bedeuten. Sie unterstützen Sie bei Ihrer Auswahl und sind eine wissenswerte Grundlage, um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen kennenzulernen. Sie ersetzen aber niemals den persönlichen Besuch in der Filiale mit Anpassung des Schulranzens.

Gut gerüstet zu den Ranzentagen

Jedes Jahr gibt es in allen Galeria Kaufhof-Filialen die beliebten Ranzentage. Lassen Sie sich individuell und auf die Bedürfnisse Ihres Kindes zugeschnitten beraten und profitieren Sie von interessanten Angeboten.

Ihre Checkliste für den Schulranzenkauf:

  • ergonomische Gestaltung
  • niedriges Eigengewicht bei gleichzeitig großem Volumen
  • hohe Verkehrssicherheit
  • Bewegungsfreiheit
  • Wasserdichtigkeit
  • Handling im Alltag
  • Aufteilung des Inneren
  • Standfestigkeit
  • Motiv
  • robustes Material
  • Abschneiden bei Tests und Zertifizierungen