Kreatives Spielzeug: Mit Händen und Herz die Welt entdecken

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Spiel und Kreativität lassen sich nicht trennen. Doch in den unendlichen Weiten der Spielwarenregale gibt es unterschiedlichste Formate, die versprechen, den Spaß am Ausdenken und Erfinden zu wecken. Manche tun das besser, als andere. Lasst euch inspirieren: In unserem Kreativ-Spiel-Guide!

Kreatives Spielzeug soll Kinder einladen, aus ihren Gedanken, Ideen und Regungen etwas eigenes zu schaffen. Das fasziniert, weil ich plötzlich etwas in der Hand halte, in dem ich ein kleines Stück von mir selbst erkenne. Dabei entwickeln Kinder spielerisch wichtige Fertigkeiten. Sie lernen sich selbst, ihre Wünsche und Möglichkeiten besser kennen. Und sie üben sich mit jedem Handgriff und jedem Pinselstrich darin, große und kleine Entscheidungen zu treffen, die dauerhaft Spuren hinterlassen. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Es stärkt das Bewusstsein für das, was mir gefällt und wichtig ist.

Alles, was wir im kreativen Spiel üben und ausprobieren, wird später nützlich sein, wenn es darum geht, Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen. Mal ganz abgesehen davon, dass jemand, der gern kreativ ist, immer eine Idee hat, was er Oma zu Weihnachten schenken kann.

Je einfacher, desto besser

Wir Erwachsenen haben leider oft unsere liebe Not mit der Kreativität. Selten bewahren wir uns den Zugang zur unserer spielerischen, schöpferischen Seite. Und wenn wir kreatives Spielzeug für die Kinder suchen, ist guter Rat teuer. Deshalb zu Anfang eine kleine Faustregel. Je einfacher und simpler kreative Materialien und Techniken sind, desto mehr fordert es den Schöpfer im Menschen heraus.

Malen nach ZahlenAllerdings ist der Einstieg in das ganz freie und ungezwungene Experimentieren oft von einer fiesen Gewohnheit verstellt. Weil wir unbewusst meistens eine konkrete Aufgabe erwarten. Leider wird Kindern durch unsere kulturellen Formen ungewollt zu Hause, im Kindergarten und besonders in der Schule eingeflüstert, dass es im Leben vor allem darum geht, die Erwartungen wichtiger Leute zu erfüllen.

Wenn wir dann plötzlich tun dürfen, ja sogar tun sollen, was uns gerade einfällt, geht es schon Grundschülern in der vierten Klasse ähnlich wie den Großen: Uns fällt oft gar nichts ein. Und Farben, Knetmasse, Töpferton oder bunte Bastelschnipsel wollen sich einfach nicht zu schönen, wundersamen Dingen fügen. Da entsteht dann bei vielen der Eindruck, sie wären nicht kreativ. Das stimmt aber nicht. Wir hängen nur auf einer gemeinen Gewohnheit fest.

Dann kann es dann helfen, sich von kreativem Spielzeug auf gute Ideen bringen zu lassen. Hier kommen Anfängersets, Bastelvorlagen und ähnliches ins Spiel: Malen nach Zahlen, Ausmahlbilder, süße Bastelsets mit Mal- und Klebevorlagen oder Einsteigersets für Stricken, Nähen und Häkeln. Mit Anleitungen und Ideen zum nachmachen bringen sie die künstlerische Ader wieder in Schwung. So helfen kreative Spielzeuge und Spielmaterialien den kleinen und großen Nachwuchskünstlern, sich irgendwann auch wieder freihändig von der Fantasie leiten zu lassen.

Wichtig ist dabei: Vorlagen, Anleitungen und Materialien mit konkreten Anwendungsvorgaben sollten vor allem als Einstieg und Inspiration dienen. Wenn die Kleinen ein wenig in Schwung kommen, wirken die starren Vorgaben auf einmal wie eine Blockade.

Kinder brauchen Farben – aber lieber nicht alle auf einmal

Zu den wichtigsten kreativen Spielzeugen gehören Materialien zum Malen und Zeichnen. Die Kindheit kann gar nicht genug Farbe haben. Aber besser nicht alle auf einmal. Die Reizüberflutung vor flackernden Bildschirmen bringt Kinder ja nur deshalb so schön zur Ruhe, weil sie von der Flut der Eindrücke paralysiert sind. Bei vielen modernen „Kinder-Produktionen“ kann selbst ein Sew Cool Nähmaschine von Spin MasterErwachsener sich innerlich kaum noch regen, geschweigen denn zu irgendeinem Element eine Haltung einnehmen.

Kreativität funktioniert ganz anders. Jeder Strich ist ein kleines Experiment, ein behutsames Tasten. Dazu gehört es, mit viel Ruhe und Aufmerksamkeit zu spüren, ob mir gefällt, was ich hier mache, oder eher nicht. Und dann mit neugierigem Blick herauszufinden, warum, um es gleich nochmal oder ganz anders zu versuchen. Erst mit dieser Versunkenheit und inneren Ruhe wird es möglich, Impulse, Ideen und innere Regungen in Farbe und Form auszudrücken.

Ermutigen Sie die Kinder zu Farbklecksen und Gekrakel! Und wertschätzen Sie die Fähigkeit, Dinge zu schaffen, die eben nicht zu erkennen oder zu verstehen sind! So entsteht eine Verbindung zur inneren Welt eines Menschen, der sich gerade selbst entdeckt.

Papier ist ein Feld, auf dem ein Kind mit unzähligen, intuitiven Versuchen und Wiederholungen Stück für Stück die eigene Sprache entdeckt. Jedes Gekritzel darf als Experiment wohlwollend beachtet werden. Darum sollten Sie im Kindergartenalter auch nicht die teuersten Zeichenblöcke kaufen. Günstiger ist ein möglichst unendlicher Vorrat an Schmierblättern. Und wenn dann das fünfte Blatt mit wenigen Krakel gefüllt ins Altpapier wandert, dürfen Sie sich kurz die Materialschlacht im Atelier eines professionellen Künstlers vor Augen halten.

Lasst sie kritzeln!

Malen, wie es von Erwachsenen gern verstanden wird, hat leider allzuoft wenig mit Kreativität zu tun und mehr mit dem Drang, ein vorzeigbares Ergebnis abzuliefern. Dabei tappen wir gern in eben die Fallen, unter denen unsere eigene Kreativität vielleicht zu leiden hatte. Die Benotung im Kunstunterricht und spitze Kommentare von Freunden und Nachbarn sind auch wenig hilfreich. Natürlich ist es hübsch, wenn Formen und Vorgaben ordentlich ausgeführt werden. Ausmalbilder oder Malen nach Zahlen sind schöne Spiele und sehr praktisch als Übung für die Fingerfertigkeit. Doch das schönste Ziel kreativen Spielzeugs ist die Lust und die Befähigung, im direkten und im übertragenen Sinn auf einer weißen Leinwand die eigenen, unvergleichbaren Ideen zu verwirklichen.

Schicken Sie Ihre Kinder auf spannende Entdeckungsreisen und sammeln Sie Inspirationen mit den kreativen Spielzeugsets von Ravensburger. Und lasst sie kritzeln, wenn ihnen danach ist! Die Grundausstattung dafür ist denkbar einfach: Weißes Papier, Buntstifte und Wasserfarben. Am besten haben die Kinder das immer in Reichweite. Sie sollten sich die Sachen selbst holen können, wann immer ihnen der Sinn danach steht.

Für besondere Einsätze können Sie dann auch schöne Fingerfarben, Lebensmittelfarben oder natürliche Pigmente vorrätig haben. Sie werden sehen: Wenn das Kreativregal einmal eingeräumt ist, wird es Sie sogar selbst in den Fingern kribbeln!

Auch auf Reisen ist das kreative Spielzeug ein Muss: Ein einfaches Federmäppchen mit Buntstiften und ein Dosenspitzer, dazu ein Heft mit weißen Seiten. Das sind die richtigen Zutaten für glücklich verbrachte Stunden im Wartezimmer, auf dem Autorücksitz oder in der Eisenbahn. 

Entdeckungsreisen durch Formen und Materialien

Papier beiseite: Es gibt noch so viele tolle Formen und Materialien, mit denen sich wunderbar lange, regnerische Nachmittage füllen lassen. Die ganze Vielfalt des kreativen Spielzeugs dürfen Sie genüsslich mit Ihrem Nachwuchs wiederentdecken und eines nach dem anderen gemeinsam ausprobieren.

Strickstudio Spin MasterMachen Sie doch einmal in der Woche einen Bastelnachmittag. Am besten mit einer befreundeten Familie, damit die Gewohnheit nicht zu schnell wieder verloren geht. Das wird schnell zur Entdeckungsreise in die eigene, künstlerische Ader, die auch für die Eltern eine Menge Überraschungen bereit hält.

Lassen Sie sich von Schere, Leim und Buntpapier zu fantastischen Tieren, Fensterbildern, Laternen oder Scherenschnitten animieren! Experimentieren Sie mit fröhlichen Formen aus Knetmasse! Oder entdecken Sie richtigen Ton und andere faszinierende Klassiker mit archaischer Note: Gips, Pappmacheé oder Salzteig, der richtig im Ofen gebrannt wird.

In der nächsten Woche dreht sich dann vielleicht alles um Stoff, Nadel und Faden? Zum Stricken und Häkeln gibt es viele gelungene Startersets für den Einstieg. Auch althergebrachte Techniken wie das Strickliesel können im kreativen Spielzeugsortiment wieder entdeckt werden.

Die Krönung für stoffverliebte Nachwuchsschneider und Schneiderinnen wäre dann eine eigene Nähmaschine. Witziges Kreativ-Spielzeug wie die Sew Cool Nähmaschine oder das Strickstudio von Spin Master sind zunächst noch mehr Entertainment als wirkliches Werkzeug. Doch sie können spielerisch Lust darauf machen, die echten Techniken und Fertigkeiten zu entdecken, mit deren Hilfe in Handarbeit seit Jahrtausenden kunstvolle Dinge entstehen.

Auch technische Basteleien sind kreatives Spielzeug

Eure Kids wollen lieber schrauben als malen? Auch Technik und Kreativität gehören zusammen. Die Kunst von Technikern und Ingenieuren besteht ja gerade darin, neue Lösungen für Fischer Technikkonstruktive Probleme finden. Wer sich von dieser Seite dem Thema Kreativität nähern will, kommt nicht an Namen wie LEGO Technic, Eitech oder Fischer Technik vorbei. Auch die digitale Komponente wird mit Systemen wie LEGO Mindstorms kindgerecht aufbereitet und als kreatives Spielzeug erlebbar gemacht.

Auch die beliebten Experimentier-Baukästen für Kinder führen in eine faszinierende Welt, in der keine Herausforderung unlösbar bleibt. Die passende Idee wird zwar im Baukasten in der Regel immer gleich mitgeliefert. Doch die Experimente und Konstkruktionen mit Kosmos und Ravensburger machen Lust darauf, auch ganz ohne Anleitung mit Grips und Geschick auf Forschungsreise zu gehen.

Von Sets, Experimenten und Bauanleitungen mit überraschenden Effekten und hübschen Spielzeugen ist es nur ein Schritt, bis es richtig interessant wird. Zu den Klassikern für leidenschaftliche Bastler gehört der selbstgebaute Bogen. Die Einsteiger-Version aus einem halbierten Bambusstab ist einfach und wohnzimmertauglich. Als Zielscheibe dienen ineinander gesteckte Umzugskartons. Und mit Projekten wie diesem wird die kreative Bastelei zur unvergesslichen, prägenden Erfahrung.

Lasst Kinder experimentieren, eigene Fehler machen und selbst entscheiden, wie sie daraus lernen möchten! So entfaltet kreatives Spielzeug seinen ganzen, wunderschönen Wert. Und die Kids lassen sich ohnehin nicht davon abhalten!

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Peter

Ist passionierter Geschichtenerzähler mit einer Vorliebe, alte Spiele neu zu entdecken.

In drei Worten bin ich:

Geschichtenerzähler, Spieleerfinder und Aushilfs-Abenteurer

So hieß mein liebstes Kuscheltier als Kind:

Moritz. So heißt er immer noch. Sitzt grad hier hinter mir.

Ohne dieses Spielzeug konnte ich damals das Haus nicht verlassen:

Als ich klein war, haben wir auf Bretterstapeln und Bäumen gespielt. Hammer und Nägel waren super wichtig. Später ging es nirgendwohin ohne meine Mundharmonika, kein klassisches Spielzeug, spielt sich aber klasse.

Von dieser Spielzeug-Erfindung träume ich bis heute:

Ich entdecke lieber gute und gerne auch alte Spiele. Ich träume davon, das alles mal in Ruhe mit Freunden auszuprobieren!

Wäre ich heute noch mal Kind, würde ich auf jeden Fall:

Ständig mit Freunden unterwegs sein. Zusammen spielt es sich eben am besten. Mit und auch ohne Zeug.

Von dieser Kindheitserinnerung werde ich mich nie trennen:

Ich war sechs oder sieben, meine Schwester acht. Wir hatten einen winzigen Puppenherd, der richtig heiß geworden ist. Darauf haben wir echtes Essen gekocht! Nicht lecker, aber unglaublich spannend.

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