Fliegen mit Kindern

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Den meisten Eltern graust es vor Langstreckenflüge mit Kindern. Manche Eltern wagen es nicht einmal, kürzere Flugreisen mit ihrem Nachwuchs anzutreten. Denn als Eltern macht man sich viele Gedanken: Wird man es pünktlich zum Flughafen schaffen? Kann man ausreichend Gepäck mitnehmen? Ist man an Bord gut versorgt? Fühlen sich die Kinder während des Flugs wohl? Stört man andere Fluggäste, wenn die Kinder zwischendurch etwas lauter werden? All diese Fragen kreisen uns Eltern durch den Kopf, sodass man nicht selten zum Entschluss kommt, es mit dem Fliegen doch lieber sein zu lassen. Dabei ist das Fliegen mit Kindern nur halb so wild, wie man es sich vorstellt. In erster Linie gilt: Je entspannter die Eltern, umso entspannter die Kinder.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Fliegen mit Kindern

Es gibt viele Dinge, auf die man sich für eine (lange) Flugreise rechtzeitig vorbereiten kann. Dinge, die einem letztendlich viel Stress in letzter Minute ersparen. Beispielsweise sollte man sich vorab über die Mitnahme von Babyreisebetten, Kinderwagen und Kinderautositzen informieren. Ist die Mitnahme inklusive oder nur gegen einen Aufpreis möglich? Außerdem: Wie groß und schwer dürfen die Koffer und die Handgepäckstücke sein?

Beim Packen gilt das Gleiche: Am besten erstellt man sich zeitnah eine Packliste, auf der alles – bis ins kleinste Detail – notiert ist, was mitgenommen werden muss. Während des Packens kann man die bereits verstauten Dinge dann nach und nach abhaken.

Außerdem sollte man sich vorab über den Abflughafen und den Zielflughafen informieren: Wie weit liegen die Flughäfen von dem Zuhause und dem Reisedomizil entfernt? Gegebenenfalls sollte man rechtzeitig einen Mietwagen für das Reiseziel einplanen und buchen. Beim Mietwagen-Service kann man auch nach dem Aufpreis für Kindersitze fragen, falls man sich die Mitnahme eigener Sitze sparen möchte.

Und zu guter Letzt: Es spart Zeit und Nerven, wenn man bereits von zu Hause aus eincheckt – und zwar online. Dadurch spart man sich zusätzliche Wartezeit und langes Anstehen mit Kindern. Am Flughafen selbst muss man dann nur noch sein Gepäck aufgeben und mit Sack und Pack durch die Sicherheitskontrolle.

Baby an Bord!

Fliegen mit Kindern

 

Für Eltern mit Babys gibt es spezielle Familien-Sitzreihen mit kleinen Babybettchen und mehr Beinfreiheit. Dort können sich auch Kleinkinder etwas unbefangener bewegen. Allerdings sollte man sich rechtzeitig bei der entsprechenden Airline über diese Möglichkeit informieren und die Sitzreihe gegebenenfalls fest buchen.

Babynahrung – sowohl Milchfläschchen als auch Babybreie und Getränke – dürfen mit ins Handgepäck, denn für Eltern mit Babys und Kleinkindern gibt es eine Ausnahmeregelung, was die Mitnahme von Flüssigkeiten betrifft. Allerdings muss man bei der Kontrolle auf die Mitnahme der Babynahrung hinweisen und sie gesondert kontrollieren lassen.

Nachtflüge eignen sich besonders gut für Familien mit Babys und/oder Kindern, denn im Flugzeug wird man schnell müde. Während Nachtflügen kann die weite Reise dann schlichtweg verschlafen werden. Natürlich ist jedes Baby/Kind anders. Jedes Elternpaar kann seinen Nachwuchs und dessen Schlafverhalten am besten einschätzen.

Wartezeiten einplanen!

Fliegen mit Kindern

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass uns Wartezeiten fast immer unangenehm lange vorkommen. Wartezeiten können an den Nerven zehren und zur wahren Last werden. Erst recht, wenn man mit Kind und Kegel unterwegs ist. Darum sollte man sich vorab über diverse Wartezeiten bewusst sein und ausreichend Spielzeug und Snacks zum Überbrücken dieser Zeit dabei haben. Für Babys und Kleinkinder sollte man außerdem stets Windeln und ausreichend Wechselkleidung parat haben.

Natürlich kann es zusätzlich zu diversen Verspätungen der Maschine kommen – manchmal dauert das Ganze sogar einige Stunden. Darüber sollte man sich vorab im Klaren sein.

Ein Sitzplatz für die Kleinsten!

Kinder bis zum Alter von zwei Jahren dürfen auf dem Schoß eines Erwachsenen mitfliegen. Dafür gibt es spezielle Gurtsysteme, mit denen die kleinen Passagiere auf dem Schoß der Mutter oder des Vaters angeschnallt werden. Für Kinder, die auf diese Weise mitreisen, braucht man keinen eigenen Sitzplatz buchen. Allerdings ist diese Methode nicht die sicherste. Die bessere Alternative ist es, für das Kind einen festen Sitzplatz zu buchen und es in seiner Babyschale mitfliegen zu lassen. Dann hat man auch beide Hände frei, wenn das Kleine mal schläft oder sich anderweitig beschäftigt. Allerdings muss jedes Elternpaar selbst entscheiden, auf welche Weise es seinen Nachwuchs mitfliegen lassen möchte.

Hilfsmittel gegen den Ohrendruck

Fliegen mit Kindern

Jeder, der schon einmal geflogen ist, kennt den unangenehmen Ohrendruck, der gerade während des Starts und der Landung entsteht. Bei Kindern kann der Ohrendruck noch unangenehmer sein. Deshalb hilft es, Babys und Kindern etwa eine halbe Stunde vor dem Abflug Nasenstropfen zu geben. Ebenfalls sehr hilfreich ist es, ein Baby/Kind während des Starts und der Landung zu stillen, ihm ein Fläschchen zu geben oder ihm einen Schnuller anzubieten. Bei älteren Kindern kann man auf Kaugummis und Kaubonbons zurückgreifen.

Langeweile vermeiden!

Fliegen mit Kindern

Solange man ausreichend Beschäftigung und Spiele dabei hat, sollte eigentlich kaum Langeweile beim Kind aufkommen. Bei kürzeren Flügen lohnt es sich zum Beispiel ein Tablet mitzunehmen, auf das man vorab spezielle Spiele-Apps für Kinder und/oder Kinderfilme spielt.

Bei Langstreckenflügen befindet sich an jedem Platz ein kleiner Monitor, der einem viele Beschäftigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Spiele und (Kinder-)Filme, bietet.

Allerdings kann es auch während der Wartezeit am Flughafen langweilig werden. In diesen Situationen können Bücher und Malsachen wunderbar ablenken. Außerdem sollte man die Kinder am Flughafen nicht zu sehr zurückhalten. Denn dort können sie sich noch am besten bewegen und austoben, sodass ihnen das lange Stillsitzen im Flugzeug später einfacher fällt.

Fazit

Fliegen mit Kindern

Das Fliegen mit einem oder mehreren Kindern kann, muss aber keinesfalls zur Bewährungsprobe werden. Hat man es einmal geschafft, ist man ziemlich stolz und traut sich lange Flugstrecken anschließend wesentlich besser zu. Gute Vorbereitung und Ausgelassenheit sind eigentlich alles, was zählt. Wenn man sich für jede Situation gewappnet fühlt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Dann reagiert man auch automatisch entspannter auf verschiedene bad cases.

Kinder verhalten sich oft wie ein Spiegelbild der Eltern: Sind die Eltern gestresst, werden sie unruhig. Sie die Eltern entspannt, sind sie es auch.

Manchmal hilft es auch, sich vorzustellen, wie viele Babys und Kinder jeden Tag durch die Weltgeschichte fliegen. Und was andere schaffen, schafft man doch auch, oder?

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Mari
Auf ihrem Blog „Baby, Kind & Meer“ berichtet Mari regelmäßig über den kunterbunten Alltag mit ihrer kleinen Familie.
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Kommentare
  1. Hallo. Das haben wir ja vor kurzem schon auf anderen Blogs gelesen. Langweilig – kennen wir schon. Wie viele Langstreckenflüge hast du denn schon mit Kindern gemacht?? Und kläre uns mal bitte über die bad cases auf.

  2. Hallo! Natürlich ist das Thema nichts Neues, dafür aber noch einmal aus meiner persönlichen Sicht erzählt. Die Tipps, die ich gebe, sind alles welche, die wir tatsächlich selbst nutzen, da wir schon viele Erfahrungen gesammelt haben. Wir sind schon häufig mit unseren Kindern geflogen. Bad cases können einige sein: Keine Wechselkleidung parat, wenn das Kind sich übergeben musste (Hatten wir schon so ähnlich!), die Flieger haben einige Stunden – teilweise bis nachts – Verspätung etc. Da gibt es einige Situationen, die ordentlich an den Nerven zehren können. Alles Liebe, Mari

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