Kinderspiele für draußen: Auf zum größten Spielplatz der Welt!

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Die große, weite Welt ist der beste Spielplatz. Immer ist was neues los und das Potential für aufregende Spielideen ist unerschöpflich. Von Fangen und Verstecken, die schon in der Antike gespielt wurden, bis zur spannenden Schnitzeljagd haben wir für euch eine tolle Auswahl an Kinderspielen für draußen zusammengestellt.

Der beste Spielplatz ist draußen. Egal wo, Hauptsache, da fahren nicht zu viele Autos. Ob Park, Wald, Wiese oder Hinterhof – sobald Kinder alt genug sind, um alleine oder mit großen Geschwistern draußen zu spielen, sollen sie das so oft wie möglich machen!

Kinderspiele für draußen haben handfeste Vorteile: Die Kleinen sind an der frischen Luft und in Bewegung. Das ist gesund – sowohl für den Kopf als auch für alles, was darunter liegt. Sie ziehen selbstständig ohne ständige Aufsicht in der großen, weiten Welt herum. So lernen Kids von ganz allein, mit kleinen und auch mit richtig großen Herausforderungen klar zu kommen.

Wenn Kinder draußen spielen, ist immer was los. Es gibt ständig neue Begegnungen, Entdeckungen und reichhaltiges Futter für den wachen Geist und die unbändige Neugier. Anders, als in den eigenen vier Wänden. In einer bestens bekannten Umgebung lenkt der Entdeckerdrang die Aufmerksamkeit schnell in Richtung Tablet und Spielkonsole.

Und dann wäre da noch ein unschätzbarer Vorteil, der Kinderspiele für draußen auch für alle Eltern zum Genuss macht. Wenn die Kinder draußen spielen, stellt die Rasselbande nicht euer Haus samt Kühlschrank auf den Kopf. Kein Lärm, keine wilden Streitereien und kein Stress bei der Frage, wer als nächstes an Papas Handy spielen darf.

Diese Klassiker für draußen spielten Kinder schon in der Antike

Wisst ihr noch, was ihr gespielt habt, als ihr so alt wart, wie euer Nachwuchs jetzt? Dann hoffe ich, dass ihr diese wertvollen Traditionen auch an eure Kids weitergebt. Aber auch, wenn ihr nicht so viel Zeit habt, um Verstecken oder Himmel und Hölle zu spielen: Mit den uralten Kinderspielen für draußen hat es eine besondere Bewandtnis und sie geraten nicht so leicht in Vergessenheit. Man weiß mit hoher Sicherheit, dass die Kids auf den Straßen von Rom oder Alexandria vor einigen Tausend Jahren schon ähnliche Spiele gespielt haben, wie wir.

Kinder haben ihre eigene Art, Dinge zu lernen. Von einer Kindergeneration zur nächsten, auf den Straßen, Schulhöfen und in den schattigen Winkeln in der Nachbarschaft. Da werden Buden gebaut, Murmeln gerollt und unterschiedliche Regeln fürs Versteckspiel von den größeren an die kleineren weiter gegeben. Das einzige, was wir dafür tun müssen: Die Kleinen rauslassen und dafür zu sorgen, dass sie Räume finden, an denen sie ohne Aufpasser unterwegs sein können.

© nadezhda1906 - Fotolia.comEine kleine Grundausstattung im Flur schadet nicht: Straßenmalkreide, ein Eimer voll Murmeln, Klammern, Schnur und Gummiband sollten die Kids auch dann finden können, wenn die Eltern beschäftigt sind. Den Rest erledigt die Natur meistens von selbst. In kurzer Zeit versammelt sich eine bunte Bande beim Kicken, Gummitwist und Himmel und Hölle. Und oft entstehen aus den verschiedenen Varianten, die in der Heimat zugezogener Kinder gespielt werden, ganz neue Regeln und Spielideen, die man dann nur in eurem Hinterhof kennt.

Ein Paradebeispiel für die Vielfalt von Regeln und Spielweisen ist das uralte Versteckspiel, dessen Wurzeln irgendwo in der Antike im Nebel verschwimmen. Wahrscheinlich kennt jeder von uns mindestens drei Varianten der Verse, die der Fänger mit geschlossenen Augen rufen muss, bevor er sich auf die Suche macht.

Fangen ist der kleine Bruder des Versteckspiels. Und auch hier sind die Varianten reichhaltig und laden dazu ein, sie kreativ auf die Gruppe und die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Vielfältiges Gelände im Unterholz des Stadtwaldes oder am alten Garagenhof ist perfekt für Räuber und Gendarm. Die große Wiese und der freie Schulhof dagegen eine schicke Arena fürs Kettenfangen. Erwachsene und kleine Kinder entdecken das zauberhafte Bäumchen-wechsel-dich wieder neu. Steh-Geh war schon auf meinem Schulhof in. Beim Bänderfangen muss der Fänger ein Band oder eine Klammer zu seiner Beute machen. Das sorgt für so viel Action und sportliche Herausforderung, dass mancher Papa nach einer Runde am Baggersee-Strand erstmal verschnaufen muss.

Sport und Spiel: Wo ist da der Unterschied?

Die Grenze von Spiel und Sport ist umso überflüssiger, je kleiner die Teilnehmer sind. Deshalb sind Sportgeräte, angefangen mit einem ganz einfachen Ball, eine Garantie für atemlosen Spielspaß. Zum Fußball gibt es wenig zu sagen. Jede halbwegs ebene Fläche, ob Gras, Asche oder Schotter, wird mit einem einigermaßen harten Ball und zwei Schultaschen ganz fix zum Bolzplatz. Wenn die Mannschaften fehlen, lässt sich zu zweit oder zu dritt in der Runde passen, Jonglage, Torschuss und Halten üben.

Basketball_KinderFür Basketball braucht es mehr. Mindestens den Korb am Garagentor oder den Streetballplatz im Park und einen anständigen Outdoorball. Dann fasziniert der Sport auch als Kinderspiel für draußen durch seinen vielfältigen Körpereinsatz mit Kraft, Schnelligkeit und Finesse.

Ein Kinderspiel für draußen, das heute nur selten gespielt wird, aber riesiges Spaßpotential hat, ist Brennball. Viele in meiner Generation haben das Spiel als Erwärmung im Schulsport in Erinnerung. Die Kombination aus Angriff und Verteidigung, Teamgeist und Einzelstärke hat alles, was ein aufregender Nachmittag braucht.

Weniger körperliche Herausforderung aber viel Spannung und Teamgeist steckt im Trendspiel Kubb. Das simple und spannende Spiel für vier und mehr Leute wird auch Wikingerschach genannt. Es ist zwar uralt, bei uns aber erst seit einigen Jahren im kommen.

Lockere Kinderspiele für draußen mit Betonung auf Geschicklichkeit sind Frisbee, Federball und Speedminton. Diese Ferienklassiker sind eine tolle Idee, wenn Eltern was mit ihren Kindern spielen wollen. Bei Hula Hupp, Springseil oder bei ausgiebigen Gummitwist-Sessions halten sich die Erwachsenen dagegen eher zurück und überlassen das Feld ganz den Kleinen.

Wenn etwas mehr Aufwand kein Problem ist, dann gibt es noch eine Idee, die ich unbedingt mit auf die Empfehlungsliste setzen will: Das eindrucksvolle Bogenschießen. Am besten natürlich mit einem Bogen, den Papa selbst gebaut hat. Keine Sorge, der erste Versuch bricht immer, das muss einfach so sein. Wer nicht selbst bauen will oder einfach die Zeit oder das Geschick dazu nicht hat, bekommt im Spielwarenhandel Kinderbögen aus Bambus oder alternativ aus Kunststoff. Die haben nicht zuviel Spannung und stellen keine Verletzungsgefahr dar. Vorsicht ist trotzdem geboten. Ein sportliches Set mit Pfeil und Bogen ist keine Spielzeug, mit dem Grundschüler unbeaufsichtigt unterwegs sein sollten. Zielschießen geht gut auf einen großen Pappkarton, der mit weiteren Pappresten ausgestopft wird. Ein großartiges Highlight für jeden Kindergeburtstag.

Die Natur als Spielgefährte

scout_becherlupeDie Natur ist bester Lehrmeister und auch bester Spielgefährte. Wer Kinderspiele für draußen sucht, muss eigentlich nur nach einem grünen Ort in der Nähe Ausschau halten und die Kinder dorthin lotsen. Klettern, balancieren, Regenwürmer zählen oder im Matsch nach unbekannten Schätzen buddeln, das alles stellt sich ganz von alleine ein. Für Kinderspiele in der Natur lässt sich schwer ein Programm machen und das ist auch gar nicht nötig. Etwas Grundausrüstung und Inspiration, die Sie Ihren Kids auf den Weg zum erfahrenen Waldläufer mitgeben können, ist dagegen eine gute Idee.

Nehmen Sie bei Park- und Waldausflügen am besten immer was zum Buddeln und was zum Schnitzen mit. Der Kinderrucksack kann dafür ja gleich dauerhaft gepackt bleiben. Die kleine Schaufel, ein Eimer und eine Becherlupe oder einfach eine Schale, in der sich Insekten und Krabbelgetier betrachten lassen, kommen bei fast jedem Spaziergang zum Einsatz.

Mindestens so spannend wie der Wald ist das Wasser, egal ob es sickert, steht oder fließt. Wenn Gummistiefel dabei sind oder das Wetter mitspielt, haben die Kinder riesigen Spaß beim Brücken bauen: Aus dicken Steinen, die ihr in ein flaches Rinnsal legt, oder aus starken Ästen und Zweigen. Die eigentliche Herausforderung ist die Überquerung mit trockenen Füßen. Ein echtes Abenteuer, das ihr unbedingt fotografisch festhalten solltet!  Wer sich mit weniger Mühe nasse Füße holen möchte, bricht klassisch zur nächsten Regensaison mit Gummistiefeln und Cape zum Pfützen-Springen auf.

Lust und Laune, Abenteuer und unerwartete Begegnungen erwarten euch mit neuen und alten Kinderspielen für draußen!

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