Mit Kindern unterwegs: So wird aus jedem Spaziergang ein Abenteuer

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Mit Kindern draußen unterwegs zu sein bringt Spannung, Spaß, Spiel und jede Menge Freude mit sich. Reisen, Ausflüge oder einfach nur ein Spaziergang um den Block: Wer den Blick dafür hat, den erwarten überall Wunder und Abenteuer. Und wer clever gepackt hat, ist dafür auch passend ausgestattet. Als Inspiration gibt es hier eine abenteuerliche Packliste ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn euren Kids zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und nicht einmal diese unkonventionelle Art, die Wohnung zu renovieren, noch richtig Abwechslung bringt, ist es Zeit, euch auf den Weg zu machen. Wohin ist eigentlich egal, Hauptsache raus. Da gibt es neue Orte, Leute und Themen hinter jeder Straßenecke. Zwischen mehr oder weniger wilder Natur und den unzähligen Facetten der Stadt warten aufregende Einblicke ins echte Leben. Die Außenwelt ist ein außerordentlich spannender Spielplatz, wenn ihr flexibel damit umgehen könnt, dass nicht immer alles genau so läuft, wie geplant.

Es empfiehlt sich, für diverse Notfälle gerüstet zu sein. Und auch auf Spaziergängen oder weiten Reisen kann irgendwann mal Langeweile aufkommen. Dann schlägt die Stunde einer clever gepackten Tasche. Denn da ist immer irgendwas drin, das eine ereignislose Stunde retten kann oder auch mal deren zwei.

Wir haben euch hier eine Liste zusammengestellt, was wir immer dabei haben möchten, wenn wir mit den Kindern unterwegs sind. Die Packliste stellt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll euch vor allen Dingen auf eigene Ideen bringen und euch inspirieren!

Gesund und munter: Gepäck für alle (Not-) Fälle

trinkflascheAn dieser Stelle oute ich mich: Ich vergesse regelmäßig beim Spazieren die Wasserflasche. Mich stört das weniger, darum denk ich wohl auch nicht dran. Aber der Große mit seinen neun Jahren will nach spätestens einer Stunde was trinken. Also Memo an mich selbst: Trinkflasche nicht vergessen, und am besten noch ein zwei Äpfel und Möhren zum Knabbern. Wäre toll, wenn er mich mal dran erinnern würde. Aber die Zerstreutheit liegt in der Familie.

Ähnlich sieht es mit dem Sonnenschutz aus. Der wird auch gern vergessen und fehlt, wenn es zu spät ist: Bei strahlender Sommersonne, aber auch bei blauem Himmel und weißem Schnee, vor allem in den höheren Lagen. Taschentücher und Pflaster sind einfach immer dabei. Ein aufgeschlagenes Knie ist kein großes Problem, solang es im Bus nicht auf die Polster tropft. Das sind die Tipps für die Minimalausstattung, die auch in zwei Manteltaschen oder nebst Kastanien, kaputten Legomännchen und dem Kindertaschenmesser in Juniors Rucksack passt.

Seid ihr länger unterwegs und ein bisschen weiter draußen? Dann empfiehlt es sich, die Notfallausrüstung zu erweitern. Wenn ihr mit den Kindern unterwegs seid, darf die gut gepackte Notfallapotheke gern immer mit dabei sein. Mit der passenden Ausrüstung ist auch ein größerer Kratzer kein zwingender Grund, die Tour abzubrechen. Und wenn es doch mal richtig heftig kommt, sind alle Mittel zur Ersthilfe sofort bei der Hand.

Immer mal in Gebrauch sind Sachen wie Kompressen, Heftpflaster und ein Mittel zur Desinfektion, wenn das Knie mal ganz doll aufgeschlagen ist oder beim Klettern über den Zaun ein fieser Nagel hervorstand. Zur Empfehlungsliste gehören einfache Verbandpäckchen und spezielles Verbandsmaterial für Brandwunden, das Dreiecktuch und die praktische Rettungsdecke. Auch eine Pinzette und die Zeckenzange sollten auf längeren Um- und Abwegen immer dabei sein.

Diese knappe Liste ist auch für hartgesottene Abenteurer mit leichtem Gepäck nicht zu lang. Gut gepackt ist die Notfallapotheke nicht viel größer, als die Hülle einer Digitalkamera. Um den Inhalt einfach und preiswert zusammenzustellen, könnt ihr einfach einen Auto-Verbandskasten ausplündern und ergänzen. Fertig ist die Notfallapotheke, die in jede Handtasche passt. Lasst sie am besten gleich in der Tasche oder dem Rucksack, mit dem ihr in der Regel unterwegs seid! Und denkt daran, die Sachen einmal im Jahr zu erneuern!

Langeweile hat keine Chance

unoKommen wir zum spaßigen Teil der Packliste. Denn so spannend die große, weite Welt auch sein mag, es gibt immer wieder Anlässe, da ist es heilsam, eine geniale Idee aus der Tasche zu zaubern. Das Paradebeispiel: Ihr habt vor zwanzig Minuten Essen bestellt und es kommt einfach nicht, die Rabauken vibrieren vor Energie und die anderen Gäste fangen schon an, genervt in eure Richtung zu sehen.

Bei uns ist fast immer ein kompaktes Kartenspiel mit auf der Reise. Die Auswahl ist so groß und günstig, dass Spielefans sich jeden Monat einen neuen Favoriten leisten können. Von den All-Time-Klassikern wie Uno, Skip Bo oder „Ohne Furcht und Adel“ zu aktuellen Hits wie Machi Koro und Sankt Petersburg. Super sind sparsame Spiele wie Mogel Motte oder das kommunikative „Es war einmal“, weil die keinen großen Tisch brauchen. Denkt dran, dass ihr vielleicht auch auf der wackligen Bank einer einsamen, mecklenburgischen Bushaltestelle, auf dem Zweiersitz im ICE oder auf dem umgedrehten Koffer im überfüllten Wartebereich eines bestreikten Flughafens spielen wollt! Auch mit dem klassischen französischen Rommé-Blatt lassen sich zahllose, uralte Spiele und Varianten entdecken.

stifteWas auch nie fehlen darf ist Papier, Stift und Spitzer. Am besten kariert und glattweiß. Damit lässt sich stundenlang malen, rätseln und dichten. Oder ihr spielt Käsekästchen, Schiffe versenken und baut Papierflieger. Das Letzte aber lieber nicht im vollbesetzten Reisebus!

Die vorstehende Emfehlung gilt auch für den kleinen Ball, der immer mit von der Partie sein darf: Handlich, leicht und robust. Je nach Platzangebot spielt ihr den mit Fingern, Hand, Fuß oder Knie, ihr könnt kicken, rollen oder jonglieren. Wo ein Ball ist, da ist auch ein Spiel.

Auch ein ganz heißer Tipp ist das Handtuch und, wenn nötig, Wechselsachen und vielleicht noch eine Badehose. Wasser geht immer. Und es ist doch zu schade, eine hervorragende Badebucht oder einen kühlen Springbrunnen ungenutzt zu lassen, nur weil die Anziehsachen nicht nass werden dürfen!

Dann gibt es noch die Spiele, die ganz ohne Material auskommen. Ideen, die ihr einfach nur kennen müsst, um sie jederzeit aus dem Hut zu zaubern. Wie die beliebten Ja-Nein-Rätsel. Ihr denkt an die Black Stories? Richtig, aber die kamen später. Es geht viel einfacher. Einer denkt sich etwas aus, ein Objekt, ein Tier, eine Person oder etwas aus eurem aktuellen Lieblingsbuch. Und die anderen fangen an, zu fragen. Wer es erraten hat, gibt das nächste Rätsel auf. So haben wir schon stundenlange, nächtliche Autobahnfahrten verbracht.

Einen großen Teil dieser Dinge könnt ihr einfach gleich im Rucksack oder in der Tasche lassen, wenn ihr mit den Kindern unterwegs gewesen seid. So spart ihr euch den Aufwand, die ganze Packliste beim Losgehen immer wieder neu durchzugehen.

Gepäck für unvergessliche Augenblicke

Schließlich habe ich noch zwei Vorschläge, die ihr nicht unbedingt braucht, wenn ihr unterwegs seid. Aber hinterher wärt ihr vielleicht traurig, wenn ihr sie vergesst. Erstmal der Fotoapparat. Wobei die Funktion der Schnappschüsse inzwischen ja vom Smartphone schon sehr hochwertig abgedeckt wird. Sorgt auf jedenfall dafür, dass ihr fotografieren und filmen könnt. Dann lassen sich unerwartete, einmalige Momente immer wieder in Erinnerung rufen. Und Mama merkt, was sie verpasst hat, weil sie Sonntag Nachmittag keine Lust hatte, mit spazieren zu gehen.

notizbuch-fuer-unterwegsEine coole Idee ist außerdem das Notizbuch. Das dient ja nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Aufschreiben, Zeichnen, Einkleben und Dokumentieren. Hier notieren die Kids akribisch die Farbe von aufgeschlagenen Steinen und skizzieren die Form der Bachkrebse. Die Fundorte für Fossilien, Heidelbeeren und glitzernde Mineralien und wo die schönste, geheime Badebucht an der spanischen Atlantikküste zu finden ist, vermerken sie im eigenen Abenteuer-Tagebuch. Wenn ihr am Ende des Jahres durch die vergilbten, nassgetropften und zerrupften Seiten blättert, wißt ihr, warum es sich lohnt, das gute Stück immer dabei zu haben!

Nun noch der letzte Punkt auf der Liste und wie üblich der wichtigste: Nehmt euch viel Zeit für ungeplante Abstecher und bewahrt ein Auge für die seltsamen Dinge am Wegesrand. Und bitte das Telefon ausschalten!

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Peter

Ist passionierter Geschichtenerzähler mit einer Vorliebe, alte Spiele neu zu entdecken.

In drei Worten bin ich:

Geschichtenerzähler, Spieleerfinder und Aushilfs-Abenteurer

So hieß mein liebstes Kuscheltier als Kind:

Moritz. So heißt er immer noch. Sitzt grad hier hinter mir.

Ohne dieses Spielzeug konnte ich damals das Haus nicht verlassen:

Als ich klein war, haben wir auf Bretterstapeln und Bäumen gespielt. Hammer und Nägel waren super wichtig. Später ging es nirgendwohin ohne meine Mundharmonika, kein klassisches Spielzeug, spielt sich aber klasse.

Von dieser Spielzeug-Erfindung träume ich bis heute:

Ich entdecke lieber gute und gerne auch alte Spiele. Ich träume davon, das alles mal in Ruhe mit Freunden auszuprobieren!

Wäre ich heute noch mal Kind, würde ich auf jeden Fall:

Ständig mit Freunden unterwegs sein. Zusammen spielt es sich eben am besten. Mit und auch ohne Zeug.

Von dieser Kindheitserinnerung werde ich mich nie trennen:

Ich war sechs oder sieben, meine Schwester acht. Wir hatten einen winzigen Puppenherd, der richtig heiß geworden ist. Darauf haben wir echtes Essen gekocht! Nicht lecker, aber unglaublich spannend.

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