Lauflernhilfen: Auf die Füße, fertig los!

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Die ersten Schritte gehören zu den großen Meilensteinen der frühen Jahre. So ist es verständlich, dass Eltern ihren Sprösslingen bei diesem Entwicklungssprung mit gut durchdachten Lauflernhilfen gerne unter die Arme greifen. Lesen Sie in unserem Guide, weshalb manche Hilfe schnell zu viel des Guten ist. Und lernen Sie zwei Formate kennen, die sich als Lauflernhilfe jederzeit empfehlen lassen!

LauflernwagenZunächst eine gute Nachricht: Kinder lernen laufen. Mit oder ohne Lauflernhilfe. Nun haben Eltern nichts dagegen, wenn es auch mal schneller geht. Der erste Schritt wird mit Ungeduld erwartet. Und ein Spielzeug, das Junior dazu bringt, sich körperlich noch mehr auszupowern, ist schon deswegen nicht verkehrt, weil der Kleine abends wie ein alter Baum ins Bett fällt.

Die klassischste aller Lauflernhilfen ist in die Familie eingebaut: Das sind die starken Hände respektive Finger von Mama und Papa. Welches Kind ist nicht schon mal an hochgehaltenen Händen vorwärts gewatschelt und hat sich dabei schon ganz groß und stark gefühlt?

Der Wunsch, den ersten Schritt rauszukitzeln, wenn Junior sich viel Zeit lässt und alle Krabbelgruppenfreunde schon munter über die Dielen flitzen, ist nicht verwerflich. Das Training für die ersten Schritte ist allerdings für die Kleinen gar nicht so eine lockere Sache, wie es für uns aussieht. Zu groß ist die Versuchung, Baby zum Stehen zu motivieren, bevor sich die Voraussetzungen ausreichend entwickeln. Meist laufen Kinder noch nicht, weil die schmalen Beinchen noch was anderes vorhaben, als gut ausbalanciert das Gewicht des eigenen Körpers zu tragen. Auch der Bewegungsablauf – mit den Händen nach oben gestreckt und halb im Hängen – ist nicht das Laufen, wie die Kinder es eigentlich entdecken möchten.

Der erste Gedanke, zu dem wir bei der Anschaffung einer spielerischen Lauflernhilfe raten, ist daher: Mischen Sie sich nicht zu sehr ein! Wenn Sie diesen Grundsatz beherzigen, kann eine spielerische Unterstützung bei aufrechten Gang allerdings eine aufregende und wertvolle Sache sein.

Bitte nur helfen und auch nicht zu viel

Princess World LauflernwagenEine häufige Frage ist: Wann sollte man Lauflernhilfen frühestens einsetzen? Die Antwort ist gar nicht so schwierig. Der beste Zeitpunkt ist der, wenn die Kleinen von selbst Anstalten machen, die Welt auf zwei Beinen zu erobern. Wenn Kleinkinder allmählich auf die Idee kommen, sich an Möbelstücken hochzuziehen und auch schon alleine stehen, dann geht es richtig los.

Gute Lauflernhilfen nehmen den Kiddies nicht die Arbeit ab. Sie motivieren nur dazu, die eigenen Schritte zu machen. Im übertragenen Sinne genauso, wie im wörtlichen. Sie stabilisieren leicht das Gleichgewicht, fordern aber gleichzeitig dazu heraus, sich selbst auf den Beinen zu halten. Im Klartext: Eine Lauflernhilfe ist geeignet, wenn das Kind wieder auf seinem Hintern sitzt, sobald es nicht mehr mitmacht.

382756Gestelle, in denen Krabbelkinder fest und unverrückbar sitzen, um sich mit Tretbewegungen vorwärts treiben zu lassen, sind ein nettes Erlebnis. Aber diese Tätigkeit dürfen Sie nicht mit laufen lernen verwechseln. Im Gegenteil: Wenn die Kleinen im Übermaß die Erfahrung machen, dass es ohne Mühe vorwärts geht, prägt sich das ein. Und wenn die Idee einmal da ist, kann es für die Würmchen deutlich schwieriger werden, sich zum richtigen, aufrechten Gang zu motivieren. Was als Lauflernhilfe gedacht war, kann deswegen auch leicht den gegenteiligen Effekt entwickeln.

Ganz anders sieht das aus, wenn der Hauptteil der Arbeit dort bleibt, wo sie hingehört: In Kinderhänden respektive auf Kinderfüßen. Eine Lauflernhilfe tut nur das, was sie dem Namen nach auch soll: Sie hilft. Ein bisschen. Vor allem, indem sie dafür sorgt, dass der Spaßfaktor bei der freihändigen Fortbewegung noch größer wird, als er ohnehin schon ist. Zwei Prinzipien haben sich dafür ganz besonders bewährt.

Alles im Gleichgewicht

Lauflernwagen sind nicht nur coole Spielzeuge für neugierige Entwickelkinder. Sie sind auch richtige Arbeitsgeräte. Ein guter Lauflernwagen steht standfest auf vier Rädern, mit einem festen Griff in perfekter Kleinkinderhöhe. Gut ausbalanciert und mit ordentlichem Gewicht kippt er nicht so leicht um und gibt dadurch ein sicheres Gefühl. Doch wenn sich die Kleinen zu sehr darauf verlassen, ist er schnell weggerollt.

Die richtige Mischung aus Hilfe und Herausforderung, aber das ist noch nicht alles. Einige Lauflernwagen sind mit zusätzlichen Spielmöglichkeiten, Geräusch- und Lichteffekten versehen. Die schönsten Modelle sind aber ganz simpel: Nicht viel mehr als eine Kiste auf Rädern mit einem Griff. Sie bringen auch noch eine gute Ladekapazität mit. Damit ist ein Lauflernwagen die Vorstufe zu Papas Schubkarre. Bücher, Geschirr, Teddy und alles, was sonst noch von hier nach dort transportiert werden soll, lässt sich wunderbar einladen und durch die ganze Wohnung fahren. Später lässt sich der Wagen zum Puppenwagen umfunktionieren. So ist er in jeder Hinsicht ein einfaches und schönes Spielzeug, das auch für Kindergartenkinder noch ganz großen Reiz besitzt.

Wenn von ernsthaften Fortbewegungsmitteln die Rede ist, sind wir dann schnell bei Rutscher, Dreirad und Laufrad angelangt. Diese Kinderfahrzeuge sind auch tolle Lauflernhilfen für Fortgeschrittene. Sie regen zu vielfältigen Bewegungsabläufen an und unterstützen damit grundlegend die Fertigkeiten im Laufen und Rennen und die allgemeine Körperkontrolle.

Standfeste Rutschfahrzeuge im Stil des Bobby Cars sind empfehlenswert, sobald die Kleinen allein drauf sitzen können. Nur Geduld: Wie es geht, finden sie selbst heraus oder schauen es sich von den Größeren ab. Manche Rutschermodelle stehen auf vier Rädern, sind aber so schmal, dass die Kinder sich um das Gleichgewicht selbst bemühen müssen. Die Abstoßbewegung nach hinten ist dabei eine interessante Koordinationsaufgabe. Und es dauert nicht lang, dann sausen die Kiddies im Eiltempo über den Flur. Das Dreirad mit Tretantrieb fordert die Körperspannung heraus und bietet ganz neue Erfahrungen beim intensiven Muskeleinsatz.

Am oberen Ende der Kategorie Lauflernhilfen steht das Laufrad. Am Anfang wirkt es fürchterlich schmal und wacklig. Doch mit nur einigen Tagen Übung entwickelt es sich bald zu einem unverzichtbaren Fortbewegungsmittel. Damit schlängeln sich die Kids ebenso geschickt durch den morgendlichen Kindergartenverkehr, wie durch die schmalen Gänge im Baumarkt. Spätestens in diesem Moment wird dann auch den Eltern klar, dass die Grenze zwischen Laufen lernen und Extremsport bei unserem Nachwuchs fließend ist.

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