Angry Birds

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– Wütendes Federvieh im analogen Luftraum

Die Angry Birds sind im Anflug – von der App ins Kinderzimmer. Ihr Vormarsch ist nicht aufzuhalten. Und auf dem Weg richten sie kuriose und unterhaltsame Schäden an.

Ich oute mich jetzt als ignorant: Ich habe heut zum ersten Mal Angry Birds gespielt. Aber ich kann verstehen, warum die zahllosen Varianten der zornigen Vögel aus dem finnischen Studio Rovio mittlerweile mehr als eine Milliarde (ja, ihr habt euch nicht verlesen) Mal verkauft wurden. Schräge Charakterköpfe, Drei-Sterne-Sammeln, Level-Dauer unter einer Minute und ein fieses, grünes, schweinsohriges Feindbild – das sind die Zutaten für das erfolgreichste App-Game der Welt.

Inzwischen ist die App vom skurrilen Zeitvertreib zu einem zentralen Thema der Popkultur mutiert. Immer auf der Suche nach den gestohlenen Eiern und voll auf Aggro, machen die Vögel jede Art von medialem Luftraum unsicher. I-Store, Android, Flash, Nintendo, Facebook, etc. Auf keiner Plattform bleiben die diebischen Schweinchen ungestört.

Seit einiger Zeit tummeln sich die Angry Birds sogar im richtigen Leben. Neben Disneys Kanalratten-App „Wo ist mein Wasser“ gehören die zornigen Vögel zu den Ersten, die den Schritt von der App zum Gesellschaftsspiel gemacht haben. So setzen sie auf ewiger Schweinejagd nun ihr Zerstörungswerk im Kinderzimmer fort. Das Review soll erhellen, ob es sich dabei nur um geschicktes Merchandising oder auch um brauchbares Spielzeug handelt.

Destruktiver Spaß für die ganze Familie

Das Angry Birds Gesellschaftsspiel von Mattel orientiert sich an der Original-App. Neben bunten Bauteilen gibt es den dicken Katapult in der Packung. Missionskarten geben den Spielablauf vor. Und dann sind da die Protagonisten: Die finster drein blickenden Kugelschweine und die drei heldenhaften Federviecher.

Das Spiel bildet ab, was in der App passiert. Mit dem Unterschied, dass auf dem Tisch per Hand zusammengebaut werden muss, was auf dem Bildschirm schnell hingezaubert ist. Aber dafür gibt es helfende Hände und so sind die Missionsziele der Aktionskarten schnell aufgebaut. Der Reihe nach werden sie dann mit dem Katapult in gekonnt destruktiver Manier wieder zu Kleinholz verarbeitet. Punkte sahnt der Spieler ab, der das letzte Schwein zu Fall bringt.

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So weit, so witzig. Was als App funktioniert, kann sich auf dem Kinderzimmerfußboden aber ganz anders anfühlen. Doch die Hauptmotivation stimmt: Vogel abschießen, der Schweineburg beim zusammenbrechen zuschauen – wer geschickt zielt, wird sofort belohnt. Das ist nicht innovativ, funktioniert aber, besonders mit den kultig abgedrehten Vogelfiguren. Bemängeln muss ich die billige Ausführung der Bausteine. Auch Merchandise funktioniert eher, wenn es gut und wertig gemacht ist.

Die App spielt sich flüssiger. Selbst ein einfaches Aktionsspiel kommt nicht ohne Handling aus, das bei der App der Prozessor übernimmt. Das Bauen kann aber auch Spaß machen und zu kreativen Eigenkonstruktionen anregen. Bei uns zu Hause fangen die Schweine schnell an, sich auch an jedwedem verfügbaren Baumaterial zu bedienen, was natürlich Extrapunkte gibt. Mit der extra erhältlichen Superschleuder lässt sich ja auch ordentlich was einreißen.

Customizing und Hausregeln sind bei einer App nicht drin. Das Spielen mit- und gegeneinander kommt positiv dazu. Insgesamt sind die Angry Birds im Gesellschaftsspiel also sogar mehr mein Fall, als die Smartphone-App.

Schräge Vögel zwischen Cyberspace und Wirklichkeit

Von den US-Spielzeuggiganten hat sich neben Mattel auch Hasbro auf die schrägen Vögel gestürzt. Die „Angry Birds Telepods“ entwickelte Hasbro in Kooperation mit Rovio. Die dazugehörigen Apps sind das 3D-Rennspiel „Angry Birds Go!“ und das epochemachende Aufeinandertreffen zweier Phänomene der Popkultur: „Angry Birds Star Wars“.

Gar nicht so alt ist die Idee, reale Spielelemente und eine interaktive, digitale Spielwelt miteinander zu verknüpfen. Der Spieler kauft sich Sammelkarten oder Figuren, die einen scanbaren Code tragen. Damit werden Spielinhalte, meist die Figuren selbst, im Spiel freigeschalten. Ein nettes Gimmick, mit dem die Lust am Figurensammeln mit dem interaktiven Spielerlebnis verschränkt wird.

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Die Angry Birds Serien von Hasbro machen das sehr geschickt. Die Telepods können zweifach bespielt werden: Als reales Spiel auf dem Kinderzimmerfußboden und als Element im dazugehörigen App-, Computer- oder Konsolenspiel.

Bevor wir die Telepods auf ihre Tauglichkeit als Spielzeug testen, erst ein Blick auf ihre digitale Existenz. Den QR-Code zu scannen ist kinderleicht. So taucht im jeweiligen Spiel eine exklusive Zusatzfigur auf, die dem jeweiligen Telepod entspricht. In den Telepods gibt es viele exklusive Spielfiguren und Fahrzeuge, die in den Apps nicht von Anfang an spielbar sind.

Süße Sammelfiguren geben den Schweinchen Saures

Und wie spielt sich so eine Telepod-Figur im wirklichen Leben? Das Spielprinzip ist, wenig überraschend, einfach und nah am Original. Ein Starter lässt Gokarts und spacige Star Wars Rebellen nach vorne schnellen. Verschiedene Spielsets enthalten Parkurs und Rennstrecken. Am Ende müssen sie wie üblich die zuvor aufgebauten Burgen der Schweinchen in Schutt und Asche legen.

Ob das Spaß macht? Das hängt davon ab, wie sehr Sie sich für die spacig-abgedrehten Vogelfiguren in ihren wahnwitzigen Gefährten begeistern können. Wer den eigentümlichen Stil der Apps mochte, dem macht es sehr wahrscheinlich auch Spaß, mit aufgemotzten Gokarts im Dschungel die Schweine-Ananas zu bombardieren. Oder alternativ die eiersuchenden Rebellenvögel in ihrem epischen Widerstand gegen das Imperium der Schweine anzuführen. Es gibt jedenfalls immer viel, was umfallen kann.

Die Telepods sind Sammelware. Aber beim genauen Hinschauen fällt auf, dass sie mit viel Sorgfalt und Humor gestaltet sind. Insbesondere bei der Star Wars Adaption ist das sehr wichtig. Die Adaptionen des Pop-Kults um Jedi, Sith, Rebellen und Imperium leben von einem Humor, der zünden muss und von einem respektvollen Umgang mit der Vorlage. Um so mehr, wenn unter dem Mantel des Imperators grüne Schweinsohren hervorlugen und der galaktische Sternenzerstörer von laserschwerttragenden Kamikazevögeln verhackstückt wird.A2844E24 ABSW Jenga Launchers Sort A2846 Jenga Hoth Spiel PR Feature 2

Die Figuren aus Hasbros „Angry Bird Go!“ und „Angry Bird Star Wars Telepods“ sehen kultig aus, selbst wenn man nicht weiß, wo sie herkommen. Daher kann ich gut nachvollziehen, warum viele Kids Lust bekommen, sie zu sammeln. Erst Recht, wenn die schrägen Vögel nicht im Setzkasten verstauben, sondern auch im wirklichen Leben auf witzige Art den fiesen Schweinchen Saures geben.

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