Color me mine: Die Tasche gibt’s nur einmal! 

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Spielzeug, das Kindern Anlass gibt, kreativ zu werden, und dann noch einen praktischen Nutzen hat, muss eigentlich nicht mehr groß gelobt werden. Ein bisschen Lob und auch etwas Kritik lässt sich zu Simbas Reihe Color me mine trotzdem formulieren. Lesen Sie hier mehr über die schicken Taschen zum Anmalen!

Farbe ist eine reizende Sache. Sie reizt vor allem dazu, Dinge anzumalen. Und zwar auch solche, die dafür gar nicht gedacht waren. Vielleicht haben Sie ja bisher gesagt: „Nichts gegen Kunst, aber wenn die Mädchen ihre guten Sachen anmalen, hört der Spaß auf.“ Mit Color me mine – Simbas Taschen zum Anmalen – fängt der Spaß dort aber erst an.

Die schicke Damenhandtasche ist hier nicht nur ein unverzichtbares Accessoire. Sie wird zur Leinwand, auf der sich die kleinen Künstlerinnen und Künstler austoben sollen. Das ist nun keine Revolution: Schon vor zwei Generationen gehörte die handbemalte Tasche zur Grundausstattung jedes anständigen Hippie-Haushalts.

Trotzdem ist jede Idee willkommen, die Kinder motiviert, ihren eigenen Wünschen und Befindlichkeiten Form und Farbe zu geben. Die Motivation funktioniert mit Color me mine nachgewiesen gut. In den meisten Fällen bleiben die Taschen zum Anmalen keine fünf Minuten so weiß, wie sie aus der Packung kamen. Und da die Mädels die bunten Kreationen gern selbstbewusst im Park und in der Schule tragen, geht das Konzept von Simbas Color me mine auch im praktischen zweiten Teil auf.

Schwarz auf Weiß: Kinderkunst mit Simba

color me mine_diamond rollBei Color me mine zeigt sich, dass neue Ideen oft darin bestehen, zwei alte Ideen geschickt zusammenzupacken. Dass Ausmalbilder jeder Fasson eine spannende Sache sind, muss Eltern nicht lang erklärt werden. Und der geheimnisvolle Reiz, den Taschen vor allem, aber nicht nur, auf Mädchen ausüben, ist ein altbekanntes Rätsel. Simba setzt mit Color me mine auf eine besonders angesagte Ästhetik und fährt damit erwartungsgemäß viele Punkte ein.

Bei Color me mine wird nicht angemalt, sondern ausgemalt. Damit folgt Simba dem Trend zu Kreativspielzeug, das die Kinder nicht mit zuviel Freiheit überfordern will. Die Ausmaltaschen von Simba tragen vollflächige Motive, die alle Oberflächen der Taschen in sinnvoll kleine Felder unterteilen. Eingefärbt werden die „out of the box“ mit den beiliegenden farbigen und wasserfesten Stiften.

Qualität und Handling stimmen. Die Farben kommen schön leuchtend zur Geltung. Sie lassen sich leicht auftragen und verlaufen nicht ineinander. So reduziert sich das Risiko, dass bei einem Fehlstrich gleich die neue Tasche fällig ist.

Allerdings hat das Color me mine-Konzept so auch den Nachteil der Ausmalbilder mit eingebaut: Die vorgefügten Formen lassen der echten, künstlerischen Fantasie allen Werbesätzen entgegen nur beschränkt freien Lauf. Schneller als gedacht kommt der Punkt, da haben sich junge Leute so sehr an feste Formvorgaben gewöhnt, dass sie sich kaum noch eine wirklich eigene ausdenken können. Deshalb wären auch reinweiße Varianten und eine größere stilistische Vielfalt mit offenen, ausgefaserten Formen mutig und anerkennenswert gewesen.

Hübsches Dekor mit Herzchen

color me mine_stifteDie Motive sind an sich zwar vielfältig, aber alle in der gleichen Tonart gehalten. Die ist fröhlich, lustig und ruft nach Rosa. Der flächige Dekor-Stil verwendet harmlos-sympathische, neutrale Comic-Motive mit simplen Linien. Dankbar registriere ich allerdings, dass keins der geprüften Motive vollends in den Kinderkitsch abgleitet. Dabei hätte es bei der mit Herzchen angereicherten Pop-Symbolik dazu viel Gelegenheit gegeben.

Jenseits von Allgemeinheiten wie Freundschaft und Sonnenschein kommen die Motive ohne große Bedeutung aus. Das ist nun wieder völlig in Ordnung. Denn sie sollen ja auch  nur die Leinwand sein für den Farbenrausch, zu dem sie hoffentlich Anlass geben.

Ob am Ende die sommerliche Blumenwiese steht oder doch eine unterkühlte Winterlandschaft, das liegt im Ermessen der Künstler – und ein wenig im Spektrum der mitgelieferten Farbstifte. Wenn Sie ein Gespür für die Stimmungen und Vorlieben des beschenkten Kindes haben, könnte es sinnvoll sein, das beiliegende Set um ein oder zwei besondere Farbtönen zu ergänzen. Besonders, da sich diese Farben nicht mischen lassen. Dazu eignet sich jeder handelsübliche Permanentmarker in mittlerer Dicke, der auf Kunststoff schreibt. Um der Sache noch mehr Klasse zu geben: Fühlen Sie sich frei, noch die eine oder andere Tüte mit Glitzerapplikationen in die Tasche zu packen!

Fertig gestylt und raus auf die Straße!

Irgendwann ist die Tasche zum anmalen fertig gestylt. Damit hat sie ihren ersten Daseinszweck erfüllt und, je nach Größe, zwischen zehn Minuten und zwei oder drei Stunden für kreative Beschäftigung gesorgt. Nun beginnt ihr zweites Leben und sie soll einfach schick aussehen.

Um viele Geschmäcker zu treffen, hat Simba die Color me mine-Taschen in einer beeindruckenden Vielfalt aufgelegt. Von der Geldbörse bis zum Rucksack und vom Umhängeshopper bis zur Henkeltasche fehlt kaum eine Größe oder Form, die von den Mailänder Laufstegen bekannt ist.

Die Qualität der Taschen ist naturgemäß nicht mit echtem Täschnerhandwerk vergleichbar. Aber die kleinen Stücke sind keine billig gearbeiteten Wegwerfartikel. Der Rucksack als solcher wäre zwar nicht meine erste oder zweite Wahl für den eigenen Nachwuchs. Aber als Begleiter für leichte Einsätze macht er sich doch ganz passabel. Skeptisch sehe ich die Haltbarkeit der Reißverschlüsse. Wobei es auch dazu bisher keine negativen Testberichte gibt.

Die farbig veredelten Oberflächen halten jedenfalls, was sie versprechen. Sie sind lange farbecht und dürfen auch mal richtig in den Regen kommen. Die Farben sind zwar anfällig und einen derben Fleck verzeiht eine Color me mine-Tasche nicht. Aber das tut Mamas edle Lederhandtasche aus italienischem Nappa noch viel weniger.

Kreativspielzeug macht Lust auf mehr

Die Color me mine-Taschen sind mehr Spielzeug, als hochwertiges Accessoire. Und das ist bei einer Zielgruppe zwischen sechs und zehn Jahren auch genau das Richtige. Ein Spielzeug, mit dem sich Kinder selbst, wenn schon nicht in Form, so doch in Farbe austoben dürfen. Und das sie anschließend noch lange durch den Spielalltag begleitet.

Color me mine – die schicken Taschen zum Anmalen – sind eher Taschen zum Ausmalen. Dennoch halten sie viel von dem, was das Wort „Kreativspielzeug“ verspricht. Und sehen außerdem echt stylisch aus!

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Peter

Ist passionierter Geschichtenerzähler mit einer Vorliebe, alte Spiele neu zu entdecken.

In drei Worten bin ich:

Geschichtenerzähler, Spieleerfinder und Aushilfs-Abenteurer

So hieß mein liebstes Kuscheltier als Kind:

Moritz. So heißt er immer noch. Sitzt grad hier hinter mir.

Ohne dieses Spielzeug konnte ich damals das Haus nicht verlassen:

Als ich klein war, haben wir auf Bretterstapeln und Bäumen gespielt. Hammer und Nägel waren super wichtig. Später ging es nirgendwohin ohne meine Mundharmonika, kein klassisches Spielzeug, spielt sich aber klasse.

Von dieser Spielzeug-Erfindung träume ich bis heute:

Ich entdecke lieber gute und gerne auch alte Spiele. Ich träume davon, das alles mal in Ruhe mit Freunden auszuprobieren!

Wäre ich heute noch mal Kind, würde ich auf jeden Fall:

Ständig mit Freunden unterwegs sein. Zusammen spielt es sich eben am besten. Mit und auch ohne Zeug.

Von dieser Kindheitserinnerung werde ich mich nie trennen:

Ich war sechs oder sieben, meine Schwester acht. Wir hatten einen winzigen Puppenherd, der richtig heiß geworden ist. Darauf haben wir echtes Essen gekocht! Nicht lecker, aber unglaublich spannend.

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