Musikinstrumente für Kinder: Spaß mit schiefen Tönen

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Musik ist überall, wo Leben ist. Wenn es den Menschen gut geht, fangen sie von selbst an, zu klopfen, zu summen und zu pfeifen. Lesen Sie, wie Sie dieser Lust an Klang und Rhythmus mit Musikinstrumenten für Kinder das nötige Futter geben!

Kinder machen fast immer Musik. Sie sprechen und singen, klopfen und tanzen und haben eine Menge Spaß dabei. Eine große Dosis Musik steckt in jedem Menschen. Und je kleiner der Mensch noch ist, desto einfacher ist es, die Musik zum Vorschein zu bringen. Darum ist es selbst im Krabbelalter nicht zu früh, an Musikinstrumente für die Kinder zu denken.

Gemeint ist damit natürlich nicht die wertvolle, fein gearbeitete Gitarre oder eine komplizierte Querflöte. Als Musikinstrument für Kinder eignet sich alles, was mehr oder weniger schöne Geräusche machen kann. Und vieles, das sich dafür eignet, lässt sich sogar ganz leicht selber bauen. Ein kleiner Becher mit Reis oder Kichererbsen ist ein erstklassiges Rhythmusinstrument. Aus drei verschieden großen Eimern und zwei Löffeln wird ein Schlagzeug. Und mit etwas Geschick lässt sich sogar ein richtiges Saiteninstrument selber bauen.

Wer sich aber nicht gleich selbst an den Basteltisch setzen möchte oder von der DIY-Optik nicht so angetan ist, der findet im Handel ein riesiges Angebot an Musikinstrumenten für Kinder. Lesen Sie hier, was zu wem am besten passt und woran man bei der Auswahl denken sollte!

Robuste Musikspielzeuge schon im Kindergartenalter

Simba_GitarreBis ins Kindergartenalter sind Musikinstrumente und Spielzeuge kaum von einander zu unterscheiden. Das gilt nicht nur für die vielfältige Art ihrer Verwendung. Denn nur langweilige Erwachsene haben eine einzige, feste Vorstellung davon, wie auf einem Instrument richtig zu spielen ist.

Witzigerweise sind hier die echten Virtuosen und die frei verspielten Kiddies ganz auf einer Wellenlänge. Die Kids testen alle möglichen und unmöglichen Arten aus, ein Instrument zu bespielen. Und echte Vollblutmusiker nutzen die Gitarre als Percussioninstrument, spielen mit schräg überblasenen Flötentönen und gehen klopfend, kratzend und pustend dauernd neue Wege.

Musikalische Spielzeuge sollen nach Lust und Laune bespielt werden dürfen. Für ein wertvolles, empfindliches Instrument ist das nicht der beste Umgang. Robuste, einfache Musikinstrumente für Kinder umgeben die Kleinen mit vielfältigen Geräuschlandschaften und laden sie ein, auf alle erdenkliche Art, Klänge aus ihnen hervorzuzaubern.

Die Großen sollten sich dann sehr mit ihrem Drang zur Anleitung und zum Bewerten zurückhalten. Solange etwas Hörbares rauskommt, ist das schon klasse. Was gefällt und was eher nicht, ist dann zum einen Geschmacksache und sollte sich zum andern behutsam und allmählich entwickeln dürfen.

Klingender Zeitvertreib und musikalische Früherziehung

Simba_Schlagzeug_KinderWer gezielt nach Musikinstrumenten für Kinder sucht, muss eine Frage schnell beantworten: Elektrisch oder akustisch? Es macht einen grundlegenden Unterschied aus, ob ein Spielzeug auf Knopfdruck einen vorprogrammierten Ton erzeugt, oder ob die Kinder durch ihren eigenen Körpereinsatz einen akustischen Körper zum schwingen bringen.

Elektrische Geräte und Gadgets sind allgegenwärtig. Was liegt also näher, als die Segnungen der Technik auch musikalisch nutzbar zu machen? Elektrische Pianos, Keyboards und Klangspielzeuge bieten eine geringe Einstiegshürde, leichtes Lernen, schnellen Erfolg und viel Spaß. Sie kombinieren mit Farben, Geschichten und allem, was die Elektroabteilung an Spezialeffekten hergibt und die Technik funktioniert schon in Klangbüchern für Krabbelkinder. Das ist niedlich und für Kinder zunächst auch sehr einladend. Allerdings wird ein übertriebenes Geklingel schnell unübersichtlich. Und ein elektronisch erzeugter Ton ist immer gleich, egal mit welchem Gefühl und welcher Fertigkeit die Kleinen in die Tasten hauen. Es ist ein einfacher Erfolg, der zum Experimentieren einlädt. Er wird aber auch schnell langweilig und entwickelt keine Persönlichkeit.

Akustische Instrumente erzeugen Töne auf einfachsten Wegen. Da wird geklopft, gezupft und gepustet. Die Schwingungen, die sich in Klänge und mit etwas Glück sogar in Musik verwandeln, erzeugen wir mit dem eigenen Körper. Und wir spüren sie auch im ganzen Körper. In den Armen und Beinen, an den Lippen und mitten im Bauch. Ein Fest für die die Emotionen und die Feinmotorik.

Allerdings muss der Körpereinsatz passen, damit der Ton nicht schief wird. Das erfordert Geduld und Frustrationstoleranz. Und es macht bestimmt mehr Spaß, wenn man sieht, dass es Mama und Papa auch nicht so einfach gelingt und bei ihnen genau so schief klingen kann. So lernen Kinder indem sie sich dem Risiko von Misstönen aussetzen, mit Spaß und Spannung die richtigen Töne zu treffen.

Wer einen netten, klingenden Zeitvertreib sucht, bei dem Spiel und schneller Spaß im Vordergrund stehen, der darf gern zu einem vielseitigen, elektronischen Keyboard oder den digitalen Klangspielzeugen von Vtech, Smoby und Fisher Price greifen. Wen der Wert musikalischer Früherziehung interessiert, um Kindern aufregende Erfahrungen mit den Grundlagen von Musik und Rhythmus zu verschaffen, der ist mit einfachen, akustischen Musikinstrumenten für Kinder besser beraten.

Vom Rhythmus zur Melodie

Eitech_SchellenkranzEin weiterer, wichtiger Unterschied ist der zwischen Rhythmus- und Melodie-Instrumenten. In der Kiste mit den Musikinstrumenten für die Kinder sollten beide Arten zu finden sein. Rhytmusinstrumente können sehr einfach sein, denn sie müssen nur irgendeine Art von Geräusch machen, das sich nicht verändert. Trommeln, Klanghölzer und Triangel, Klappern, Schellen und Rasseln sind nur ein Teil der vielfältigen Welt der Rhythmusinstrumente.

Solche Percussion-Sets sind widerstandsfähig und darum auch perfekt für kleine Kinder geeignet. Sie sind nicht teuer und es ist nicht schwierig, auch für eine ganze Kindergeburtagsgesellschaft ausreichend Material zu sammeln. Außerdem sind sie am leichtesten selbst zu bauen.

Spaß machen die einfachen Perkussionsinstrumente vor allem, wenn man damit zu bekannten Liedern spielt, die gemeinsam gesungen werden oder von der Lieblings-CD kommen. Wirklich schief spielen kann man damit nicht. Und Stück für Stück wächst das Gespür für den Groove, der irgendwann auch in Arme und Beine geht und jeden zum Tanzen bringt.

Melodie-Instrumente sind komplexer und schwieriger zu spielen. Zum Rhythmus kommt noch der richtige Ton. Den erzeugen manche Instrumente durchaus mit einfachsten Mitteln: Beim Metallophon klopfen die Kinder auf verschiedene Plättchen. Am Kinderpiano gehört zu jeder Taste ein Ton. Zum spielerischen Üben ist das eine gute Idee, weil man nicht so schnell von schiefen Tönen frustriert wird.

Eitech_MetallophonAndere Instrumente fordern mehr heraus. Die Gitarre klingt nur dann, wenn jeder Finger sauber seine Arbeit macht. Für eine Flöte braucht es neben geschickten Fingern auch eine viel Gefühl in den Lippen. Auch die Mundharmonika verlangt einiges Geschick mit den gespitzten Lippen und eine Menge Gefühl, wenn die Kinder schöne, klare Töne daraus hervorlocken wollen.

Dafür belohnen diese Instrumente ein wenig Geduld mit einer wundervollen Entdeckung: Es dauert nicht sehr lang, dann scheint das Instrument lebendig zu werden. Plötzlich liegen eigene Gedanken und Gefühle in den einfachen Klängen. Wer diesen Moment einmal erlebt hat, den lässt die Musik so schnell nicht mehr los.

Musik fängt mit dem Singen an

Wenn Kinder einmal Geschmack an der Sache gefunden haben, ist es sehr wichtig, den Moment zu finden, wenn die Spielzeuge nicht mehr ausreichen. Wenn Musikinstrumente für Kinder richtig klingen sollen, müssen sie mehr sein, als Spielzeuge. Die einfachen Nachbauten im Spielzeugformat eignen sich für den Einstieg zum Appetitmachen. Beim richtigen Üben stoßen sie sehr schnell an ihre Grenzen. Schwergängig, dumpf und ohne echte Stimmung können sie leicht die Lust und die Technik verderben. Also rechtzeitig für das echte Instrument sorgen!

Und wie fangen die Kids zu musizieren an? Am leichtesten beim gemeinsamen Singen. Nehmt euch ein Lied, das ihr und auch die Kinder mögt. Und traut euch! Dann trauen die Kinder sich auch. Der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Musik ist, keine Angst vor falschen Tönen zu haben!

Wir wünschen euch genügend Geduld und viel Spaß auf dem Weg zum eigenen Lied: Mit schönen und mit schiefen Tönen!

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