Die richtige Spielzeugpflege: Aufbewahren, Reinigen, Desinfizieren

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Spiel und Sauberkeit geht nicht unbedingt Hand in Hand. Der Blick ins Kinderzimmer ist leicht geeignet, bei reinlichen Eltern die Alarmglocken klingeln zu lassen. Lesen Sie, wie eine gute Struktur dafür sorgt, dass schlimmes Chaos nicht so schnell entsteht und warum ein gerütteltes Maß Unordnung wichtig für die kindliche Entwicklung ist!

Was Kinder anfassen, wird schnell schmuddelig. Bei Eltern führt das wahlweise zum Drang, selbst aufzuräumen oder zum entsprechenden Kommando an den Nachwuchs. Was mir dabei zuerst einfällt, ist der Hinweis einer weisen Großmutter: Eine Portion Dreck am Tag ist gut fürs Immunsystem. Wer hin und wieder meine Blogbeiträge liest, weiß ja schon, dass ich die Welt da draußen für das beste Spielzeug von allen halte. Und die ist doch alles andere als keimfrei.

Doch auch eine Ordnung, die sich erkennen und benutzen lässt, ist unverzichtbar. Ein Spielzimmer, das im Chaos versinkt und in dem ein Lieblingsspielzeug nach drei Tagen mit Sicherheit verloren oder hinüber ist, macht einfach keinen Spaß. Für Ordnungsfanatiker und Vertreter einer entspannten Aufräumkultur ist es deshalb gleichermaßen interessant, wie sich Spielzeug pflegen, aufbewahren, reinigen und im Notfall desinfizieren lässt.

Schöne Sachen brauchen einen guten Platz

Wer sich wundert, warum das Spielzeug der Kinder ständig kaputt ist, sollte kurz die Strukturen überprüfen. Oft ist es so, dass Dinge gar nicht schmutzig werden und kaputt gehen, während sie bespielt werden. Sondern während sie irgendwo herumliegen.

Was nicht rumliegt, wird nicht kaputt getreten, man stolpert nicht drüber und es sammelt sich kein Staub darunter an. Außerdem lässt sich auch viel schöner sauber machen, wenn man schon den größten Teil des Bodens sehen kann. Da bekommen auch die Knirpse wieder Lust, Staub zu saugen. Nicht zu vergessen, dass Sie sich keine LEGO-Steine eintreten, wenn Sie nachts im Dunkeln nochmal in die Küche schleichen!

Welchen Ordnungsstil Sie pflegen, ist eine Frage der Familienstruktur. Ob die Kids das eigene Chaos selbst verwalten oder regelmäßig picobello aufräumen sollen: Das ist eine Stilfrage, bei der es kaum ein Richtig oder Falsch gibt. Es gibt allerdings Dinge, die besser funktionieren, als andere: Zum Beispiel, wenn gemeinsame Räume auch gemeinsame Regeln bekommen. Da darf das eigenen Zimmer zwar komplett selbst verwaltet werden. Aber das Wohnzimmer wird abends so hinterlassen, wie es früh alle gerne wiederfinden. Das funktioniert besonders gut, wenn die Großen es mit der Küche genauso halten.

Wenn ich mich im Bekanntenkreis umschaue, klappt es bei den meisten Familien gut, bis ins Kindergartenalter zusammen aufzuräumen. Als gemeinsames Spiel funktioniert das am besten. Die Kleinen machen von Anfang an mit und Effektivität steigert sich langsam. So bleibt nicht nur das Spielzeug übersichtlich und in benutzbarer Form. Die Kids lernen auch, Ordnung zu schätzen und einen Raum so in Form zu halten, dass sie sich darin wohl fühlen und gern beschäftigen können.

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Hygiene und Struktur gehören zusammen

Nicht nur die Ordnung an sich, auch die Sauberkeit braucht eine gute Infrastruktur. Was ständig in einer anderen Ecke liegt, wird natürlich schneller dreckig und ist irgendwann reif für den Mülleimer. Wenn das zum Normalfall wird, können Eltern mit ihren Kindern gemeinsam überprüfen, ob es denn für die entsprechenden Dinge überhaupt einen guten Platz gibt. Und wenn: Kommen die Kinder auch gut dort heran? Lassen sich die Sachen leicht hinein und herausräumen? Und liegen sie dort sicher und sauber?

Regalfächer sind ein guter Ort für Bücher, Spielschachteln, Baukästen und alles, was eine Verpackung hat. Kleinkram wie Spielfiguren oder Spielzeugautos fallen aus so einem einfachen Fach aber dauernd raus. Irgendwann gewöhnt man sich dann dran, dass die Hälfte auf dem Boden liegt. In Kisten und Körben liegt Kleinkram sicher und mit einem Deckel verstaubt er nicht. Ein bisschen geordnet sollte das Spielzeug auch sein. Wenn die Spielzeugautos nicht zwischen den Indianer-Figuren, Murmelbahnteilen und Buntstiften liegen, fliegen diese Sachen beim Rumkramen auch weniger durch die Gegend.

Noch ein ganz einfaches Prinzip nur der Vollständigkeit halber: Draußenspielzeug steht getrennt von den Indoor-Spielsachen in der eigenen Kiste. Am besten in der Nähe der Haustür, dann fällt der Dreck da ab, wo er nicht so stört.

Lappen, Seife, Spülmaschine: Spielzeug praktisch saubermachen

Dreck gibt es trotzdem immer. Etwa einmal im Jahr können Eltern mit wachem Blick durch den Spielzeugfundus gehen. Am besten gemeinsam mit dem Nachwuchs. Was fassen die Kleinen nicht mehr gerne an? Was fällt unangenehm auf? Und was zeigt sich, wenn Sie in die Tiefen von Kästen und Körben schauen? Besonderes Augenmerk sollte auf vergessene Essensreste verwendet werden. Da können leicht Schimmel und fiese Keime entstehen.

Die praktische Reinigung fällt erfahrenen Haushältern nicht schwer. Plüschtiere haben ihren Waschzettel. Vorsicht allerdings bei den kuschligen Lieblingsfreunden: Einschlaftiere und Schnuffeltücher haben ihren besonderen Geruch, den sie in Jahren von Kuscheln und Schmusen entwickelt haben. Hier sollte Mama oder Papa ganz genau überlegen, ob der Reinlichkeitsdrang wirklich angebracht ist. Ist es ganz schlimm speckig und dreckig? Dann lieber sachte mit der Hand auswaschen.

Kleine Kunststoffteile von LEGO, Playmobil etc. lassen sich in einem Stoffbeutel im Schonwaschgang in die Waschmaschine packen. Der Beutel sollte aber gut verschlossen sein. Legen Sie noch ein, zwei Handtücher mit rein, das vermindert den Lärm. Größere Teile aus Plastik passen gut in die Spülmaschine.

Seien Sie nicht zu schnell mit den harten Geschützen! Falscher Reiniger kann Farben beschädigen. Und mancher scharfer Reiniger ist für die Kindergesundheit schädlicher, als die Keime, gegen die er ins Feld geführt wurde.

Desinfizieren, wenn es sein muss

In der Regeln reicht eine einfache Reinigung. Antibakterielles Spülmittel tut seinen Dienst gut genug. Mehr Desinfektion muss nur in speziellen Fällen sein. Bei Babys und Kleinkindern ist das nochmal etwas anderes. Vor allem in den ersten anderthalb Jahren ist das Immunsystem noch nicht voll entwickelt. Doch das ist ein spezielles Thema für junge Eltern.

Ab anderthalb Jahren wird das mit der Keimresistenz deutlich entspannter. Spätestens gegen Ende der Kindergartenzeit ist die Immunität voll entwickelt, ein bisschen Training vorausgesetzt. Ziehen Sie daher nicht mit der Sterilium-Sprühflasche durchs Kinderzimmer! Das Immunsystem braucht hin und wieder die Begegnung mit einigen, kleinen Übeltätern, um nicht schläfrig zu werden.

Es gibt allerdings Fälle, wenn Spielzeuge sich in bedenklichem Zustand befinden, da ist das Desinfizieren durch Auskochen oder ein Mittel aus der Apotheke angebracht: Wenn grade unangenehme Keime kursieren, die nicht ins Haus oder im Gegenteil nach draußen getragen werden sollen. Oder wenn ein Wochen altes Wurstbrot zwischen den Hot Wheels vor sich hin schmort. Auch nach dem versehentlichen Kontakt mit tierischen Hinterlassenschaften machen Sie die Sachen besser richtig sauber! Am besten messen Sie das Sauberkeitsbedürfnis der Kinder einfach daran, was Sie zu Ihrem eigenen Wohlbefinden brauchen!

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Peter

Ist passionierter Geschichtenerzähler mit einer Vorliebe, alte Spiele neu zu entdecken.

In drei Worten bin ich:

Geschichtenerzähler, Spieleerfinder und Aushilfs-Abenteurer

So hieß mein liebstes Kuscheltier als Kind:

Moritz. So heißt er immer noch. Sitzt grad hier hinter mir.

Ohne dieses Spielzeug konnte ich damals das Haus nicht verlassen:

Als ich klein war, haben wir auf Bretterstapeln und Bäumen gespielt. Hammer und Nägel waren super wichtig. Später ging es nirgendwohin ohne meine Mundharmonika, kein klassisches Spielzeug, spielt sich aber klasse.

Von dieser Spielzeug-Erfindung träume ich bis heute:

Ich entdecke lieber gute und gerne auch alte Spiele. Ich träume davon, das alles mal in Ruhe mit Freunden auszuprobieren!

Wäre ich heute noch mal Kind, würde ich auf jeden Fall:

Ständig mit Freunden unterwegs sein. Zusammen spielt es sich eben am besten. Mit und auch ohne Zeug.

Von dieser Kindheitserinnerung werde ich mich nie trennen:

Ich war sechs oder sieben, meine Schwester acht. Wir hatten einen winzigen Puppenherd, der richtig heiß geworden ist. Darauf haben wir echtes Essen gekocht! Nicht lecker, aber unglaublich spannend.

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