Adventskalender: Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4

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Für Kinder ist die Weihnachtszeit etwa punktgleich mit den Sommerferien die schönste Zeit im Jahr. Mit einer kleinen Überraschung für jeden Tag lässt sich die Vorfreude noch steigern und die schier endlose Wartezeit verkürzen. Der Adventskalender gehört zu den Traditionen, mit denen wir schon lang im Voraus die Weihnachtszeit ausgiebig begehen. Lest hier mehr über seine Geschichte und findet tolle Ideen zum selber machen!

Die Ursprünge des Adventskalenders sind ein ganzes Stück einfacher, als die ausgefeilten Ideen, die heute hinter 24 Türchen warten. In den ärmsten Familien wurde für jeden Tag ein Kreidestrich an die Wand gemalt. Jeden Tag durften die Kinder einen davon wegwischen.

In manchen Häusern wurde täglich ein neues Bild mit einem christlichen Weihnachtsmotiv an die Wand gehängt. Die Sitte, täglich einen neuen Strohhalm in der Krippe zu legen, stammt aus dem katholischen Raum. Dem Adventskalender sehr ähnlich ist die Adventskerze. Die großen Kerzen trugen Markierungen für jeden Tag der Vorweihnachtszeit. So konnte man sie täglich ein Stück abbrennen lassen, bis das Fest endlich vor der Tür stand.

Von dort aus war es gar nicht mehr weit bis zu der Idee, hübsche Adventsbildchen hinter einer Tür zu verstecken, die sich erst am richtigen Tag öffnen durfte. Nun ist ein Bild allein zwar schön, aber Schokolade alle Mal noch besser. Darum verstecken sich im Adventskalender seit schon fast hundert Jahren auch Lebkuchen, Pralinen, Schokoladenplätzchen und andere kleine Leckereien als Vorgeschmack aufs große Fest.

Gut gefüllt für jeden Geschmack

Der vorgefüllte Adventskalender ist heute der Standard fürs Kinderzimmer. Es gibt ihn in hunderten Varianten: Kunstvoll mit schöner Stimmung von außen und meist mit feiner Schokolade von innen. Darüber freuen sich auch viele Erwachsene und bestehen jedes Jahr auf ihren eigenen Adventskalender.

Auf dem Vormarsch sind Produkte, die thematisch Bezug auf die Hobbies und Leidenschaften der Kinder nehmen. So lässt sich für Fans von FC Bayern, Schalke 04, Borussia Dortmund und anderen Fußballvereinen mit dem Vereins-Adventskalender die sportliche Winterpause versüßen.

Viele Spielzeugmarken geben ihre eigenen Adventskalender heraus und füllen sie mit kleinen Accessoires aus der jeweiligen Spielwelt. Hot Wheels, Barbie, Trolls und viele andere Marken konkurrieren um die 24 Tage vor dem Fest. Zu den beliebtesten gehören die Adventskalender der Drei Fragezeichen, Playmobil und die großen LEGO Serien wie Star Wars oder LEGO Friends. Beliebt sind manche dieser Marken-Kalender auch, weil sich hin und wieder kleine Sammlerstücke darin verbergen, die sonst nirgendwo zu haben sind.

Manchen stört vielleicht der Gedanke, dass eine so alte, tiefgehende Tradition als Marketingplattform verwendet wird. Wer das nicht so eng sieht, der bekommt mit diesen Adventskalendern unkompliziert eine abwechslungsreiche Spielidee pro Tag frei Haus.

Selbst befüllen und kreativ Freude machen

Wer etwas mehr Mühe vor der Weihnachtszeit nicht scheut, der greift gern zu einem Adventskalender zum selbst befüllen. Auch die finden sich in großer Vielfalt. Die Hauptsache an einem Adventskalender zum selbst befüllen sind 24 schöne Taschen. Je nach Ausführung lassen sie sich an der Wand aufhängen oder quer durch das Zimmer unter die Decke hängen. Andere sind dekorativ an einem Halteelement befestigt. Ein schöner Vorteil solcher Kalender: Ihr könnt sie Jahr für Jahr wieder verwenden.

Die Frage, wie sich der Kalender am besten befüllen lässt, lädt ein, sich mehr mit der Adventszeit zu beschäftigen. Und vor allem mit der Frage, wie wir unserem Nachwuchs denn am schönsten eine Freude machen können. Das kann bei 24 Tagen die Kreativität durchaus herausfordern. Aber das Ergebnis ist dafür viel persönlicher und oft haben die Großen genauso viel Freude an der Reaktion der Kinder, wie die am Auspacken ihrer kleinen Überraschungen.

Was lässt sich also in so einen Adventskalender reinpacken? Klar, die Grundlage legt sich leicht mit einem Gang quer durch die Süßwarenabteilung. Aber dabei muss es ja nicht bleiben. Es bieten sich Ideen an, die man gleich danach zusammen ausprobieren kann. Kartenspiele, Vorlesegeschichten und Rätsel, Buntstifte und Bastelmaterial sind tolle Ideen für den selbst gemachten Adventskalender. Mit Karten fürs Kino oder zum Kindertheater könnt ihr auch hin und wieder eine ganz große Überraschung in die kleinen Säckchen packen.

Tolle Weihnachts-Deko aus eigener Hand

Wer mit Leidenschaft näht, häkelt und stickt, möchte sicher auch den Adventskalender selbst machen. Die 24 Taschen für jedes Kind zu nähen und schön zu dekorieren braucht zwar einige Zeit. Aber dafür habt ihr dann eine persönliche und unverwechselbare Weihnachtsdekoration, die ihr Jahr für Jahr aus dem Schrank holen könnt.

Besonders praktisch: Wenn ihr die Taschen selber macht, könnt ihr gleich verschiedene Größen nähen. Vielleicht wollt ihr ja auch mal ein kleines Buch vom Flohmarkt oder ein kleines Brettspiel hineinlegen. Auf so extravagante Ideen sind die Taschen der meisten Adventskalender zum selbst befüllen mit ihrer mittleren Größe nicht vorbereitet.

Die Idee mit dem selbst gemachten Adventskalender eignet sich nicht nur für Profis an der Nähmaschine. Auch ausgemachte Handarbeitsmuffel können mit ganz einfachen Ideen einen schicken und individuellen Adventskalender als Weihnachtsdekoration herstellen: Ein charmanter Klassiker sind die Socken an die Wäscheleine. Sammelt einfach die Einzelstücke, die sich bei jedem Waschgang ansammeln. Schön bunt und gern auch mit Loch, nur frisch gewaschen sollten sie sein. Und achtet drauf, dass ihr nicht die warmen Wintersocken nehmt! Die werden dringend anderweitig gebraucht.

Für eine sehr ausgefallene und umso einfachere Idee wickelt ihr jedes der kleinen Präsente in eine große, dicke Kugel aus Zeitungspapier. Die lässt sich gut fixieren, indem ihr sie reichlich mit Bindfaden umwickelt. Zuletzt bekommen die Kugeln, wenn ihr mögt, noch eine Schleife aus farbigem Geschenkband und werden so an die Wäscheleine gehängt. Besonders hübsch sieht es aus, wenn die Kugeln verschieden groß und unterschiedlich hoch hängen. Das schwarz-weiße Zeitungspapier sorgt für eine coole, moderne Optik und macht viel Spaß beim auspacken.

Zum aufhängen nehmt ihr am besten schönes Seil aus Hanf, Sisal oder Kokosfaser, das es als Meterware im Baumarkt gibt. Je nach Lust und Laune könnt ihr den Adventskalender mit Reisig, Nüssen und Pfefferkuchen schmücken. Und am 6. Dezember könnt ihr den geputzten und gefüllten Stiefel gleich mit an die Leine hängen!

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