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Luxusobjekt und Statussymbole: Handtaschen-Klassiker von Hermès, Louis Vuitton und weiteren bekannten Marken

Sie können ein Statussymbol sein. Einige kosten so viel wie ein Kleinwagen. Für andere gibt es Wartelisten. Modelle wie die Kelly und Birkin Bag von Hermès, die Speedy von Louis Vuitton oder die 2.55 von Chanel entfachen bei vielen modebewussten Frauen Begeisterung. Sie gehören zu den Handtaschen-Klassikern und kommen nie aus der Mode. Seit Jahren sind sie beliebt und die Nachfrage nach ihnen ungebrochen. Was macht ihre Faszination aus?

Das sind die beliebtesten Klassiker

Louis Vuitton Speedy (1932):

Dank ihrer klassischen Form, ihrer Alltagstauglichkeit und des attraktiven Preises ist die Speedy von Louis Vuitton oft ein Einsteigermodell für Designer-Taschen. Sie ist Teil der Kollektion Monogram Canvas und zeichnet sich durch ein Muster aus den übereinanderliegenden Buchstaben L und V sowie stilisierten Blüten aus. Dieses sorgt für ihren unverkennbaren Look. Der Handtaschen-Klassiker ist ebenfalls aus Monogram Leder und zu Preisen ab 660 Euro erhältlich. In der Herstellung spiegelt sich langjährige Handwerkskunst und Erfahrung in der Koffer- und Gepäckherstellung wider. Die Geburtsstunde der Speedy geht ins Jahr 1932 zurück. Seitdem begeistert sie Frauen unterschiedlichen Alters wie Catherine Deneuve, Audrey Hepburn und Miranda Kerr.

Kelly Bag von Hermès (1935):

Dank ihrer mittleren Größe eignet sie sich ideal für Alltag, Büro oder offizielle Termine. Die typische Trapezform ist elegant, zeitlos und macht die Kelly Bag zu einem Hingucker. Das erste Mal wurde sie 1935 als Ergänzung zu den Hermès Reisetaschen gefertigt. Den Weg zum Handtaschen-Klassiker bereitete ihr Fürstin Gracia Patrizia von Monaco. Früher als Schauspielerin Grace Kelly bekannt, trug sie die „Petit Sac Haut à Courroies“ bei ihrer Verlobung mit Fürst Rainier III. von Monaco. Die Tasche rückte damit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und die Nachfrage ist bis heute ungebrochen, weshalb es für die Kelly Bag eine Warteliste gibt. Wer sich dort einträgt, erhält eine Tasche, die nach den individuellen Wünschen gefertigt wird.  Sie wird aufwändig in Handarbeit hergestellt und kostet abhängig von den verwendeten Materialien zwischen 3.600 und 60.000 Dollar.

Gucci Bamboo (1947):

Dieser Klassiker unter den Handtaschen ist leicht an den beiden Tragegriffen aus Bambusholz zu erkennen. Ansonsten ist diese Henkeltasche schlicht gehalten und aufgrund ihrer klassischen Form ein idealer Alltagsbegleiter. Entstanden ist sie 1947 aus der Not heraus. In den Nachkriegsjahren waren Ressourcen knapp und das italienische Modelabel Gucci musste nach alternativen und preisgünstigen Materialien suchen. Der außergewöhnliche Look von Bambus begeisterte sofort bekannte Persönlichkeiten wie Ingrid Bergman und Vanessa Redgrave. 

Gucci Jackie Bag (1950): 

Zu ihren Anfängen in den 1950ern hieß sie noch „Constance“. Nachdem die damalige First Lady und Stilikone Jackie Kennedy diese Tasche mehrfach in der Öffentlichkeit getragen hatte, wurde sie in Jackie Bag umbenannt. 2009 wurde der Handtaschen-Klassiker von der Gucci-Kreativdirektorin Frida Giannini neu aufgelegt. Das klassische Design erhielt dadurch einen modernen Twist und die Nachfrage lebte erneut auf. Die Jackie Bag ist eine Art Hobo Bag und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Für den Kauf ist ein vierstelliger Betrag notwendig. 

Chanel Classic Flap Bag 2.55 (1955):

Ihr Design ist durch das abgesteppte Leder, den Logo-Verschluss und die geflochtene Trage-Kette unverkennbar. Sie besitzt eine kleine, praktische Form und ist klassisch elegant. Dadurch eignet sie sich für den Alltag  ebenso wie für besondere Anlässe. Entworfen hat den Handtaschen-Klassiker keine geringere als Coco Chanel selbst. Dabei ließ sie sich von Militärtaschen der damaligen Zeit inspirieren. Im Februar 1955 stellte sie die Chanel 2.55 das erste Mal vor. Benannt ist die Tasche nach dem Monat und dem Jahr ihrer Entstehung. Ihre zeitlose Eleganz macht sie zu einem Erbstück. Mit einem vierstelligen Preis ist sie zudem ein begehrtes Investitionsobjekt. 

Hermès Birkin Bag (1984):

Aufgrund ihrer weltweiten Beliebtheit gilt dieser Handtaschen-Klassiker sogar als sichere Geldanlage. Er stammt wie die Kelly Bag aus dem Traditionshaus Hermès und zeichnet sich wie diese durch eine hohe Handwerkskunst und zeitlose Eleganz aus. Obwohl kein Logo die Birkin Bag ziert, erkennen Modefans sie sofort. Typisch sind ihre geradlinige Form, die klassischen Henkel und der besondere Verschluss mit Überschlag, Schnalle und Schloss. Der Hermès-Chef höchstpersönlich entwarf 1984 die Handtasche für die Schauspielerin Jane Birkin. Wer heute eine Birkin Bag kaufen möchte, muss mindestens eine vierstellige Summe investieren und sich auf einer Warteliste eintragen. Nach durchschnittlich 2 Jahren erhält man sein individuelles Exemplar.

Longchamp Le Pliage (1993):

1993 hatten Phillipe Cassegrain und Isabelle Guyon eine erfolgreiche Idee. Sie entwickelten eine Tasche aus Nylon mit ledernen Tragegriffen und Klappe. Diese sollte sich flach zusammenfalten lassen, damit man sie unterwegs komfortabel mitnehmen könne. Die besondere und zugleich simple Konzeption wurde zum Renner und die Le Pliage zum Handtaschen-Klassiker. Es gibt sie inzwischen in zahlreichen Ausführungen sowie Größen und ab einem Preis von ca. 50 Euro. 

Fendi Baguette Bag (1997):

Die italienische Designerin Silvia Venturini Fendi ließ sich 1997 von den Franzosen inspirieren. So wie diese üblicherweise Baguettes unter den Arm klemmen, sollte man auch ihre neue Taschenkreation tragen können. Die Baguette Bag von Fendi hat daher eine schmale, längliche Form und einen kurzen Henkel. Sie ist sehr minimalistisch gehalten. Einzig schmückendes Element ist die auffällige Schließe an der Vorderseite. Neben schlichten Modellen gibt es auch solche mit ausgefallenen Mustern und Verzierungen auf dem Taschenkörper. Mindestens 1.300 Euro müssen Sie für diese Handtasche investieren. 

Chloé Paddington (1999):

Die Chefdesignerin Stella McCartney brachte Ende der 1990ern dem französischen Unternehmen Chloé den Erfolg aus den 1970ern zurück. Ihrer ehemaligen Assistentin und Nachfolgerin Phoebe Philo ist es schließlich zu verdanken, dass die Chloé Paddington heute zu den Handtaschen-Klassikern zählt. Sie erschuf während ihrer Tätigkeit als Chefdesignerin eine Taschenkollektion, aus der auch dieses Modell hervorging. Es spiegelt gekonnt den für die Marke typischen romantischen Boho Look wider. Dafür sprechen die knautschige Form, das Vintage-Design sowie auffällige Elemente wie ein großes Schloss und ein Schlüssel-Anhänger.

Stella McCartney Falabella (2010):

Unverkennbar ist diese Tasche durch die rundherum an den Kanten verlaufenden Ketten. Diese dienen außerdem als Henkel und Schulterriemen. Ansonsten ist die Falabella schlicht gehalten und besitzt eine puristische Form. Bei ihr handelt es sich um einen noch recht jungen Handtaschen-Klassiker. Die Designerin McCartney brachte sie im Winter 2010 heraus. Schnell entwickelte sie sich zu einem echten Verkaufsschlager. Ihr Preis liegt bei rund 800 Euro.

Prada Galleria (2011):

Dass sich auch junge Modelle in die Handtaschen-Klassiker einreihen können, beweist die Prada Galleria. Nach ihrem Launch 2011 machte ihr zeitloses, schlichtes Design sie zu einem echten Allrounder. Sie erinnert mit ihrer geradlinigen, eleganten Form ein wenig an die Kelly und Birkin Bag. Es gibt die klassische Tote Bag in verschiedenen Ausführungen und ihr Preis beginnt bei etwa 1.500 Euro.

 


Warum sind luxuriöse Taschen ein Statussymbol?

Schauspielerinnen, Models, It-Girls und weitere Prominente sind bekannte Besitzerinnen von Handtaschen-Klassikern. Immer wieder werden sie mit den Taschen auf Filmpremieren, Preisverleihungen, Modenschauen und weiteren Events abgelichtet. Dadurch sind nicht nur die Promis in der Presse vertreten, gleichzeitig steigt so auch die Bekanntheit der Design-Klassiker. Sie werden zu It-Bags und lösen bei modebewussten Frauen oft ein Haben-will-Gefühl aus. Die Handtasche wird vom Accessoire zum begehrten Luxusobjekt. Wenn man dieses dann endlich sein eigen nennen kann, löst das positive Gefühle aus. Unausgesprochen wird angenommen, dass auch in anderen solche Emotionen hervorgerufen werden. Die Folge: Die Handtaschen werden zum Statussymbol. Wer sich mit den begehrten Modellen in der Öffentlichkeit präsentiert, zeigt, dass er zum Kreis der stolzen Besitzerinnen gehört. Handtaschen-Klassiker sind aufgrund ihrer unverwechselbaren Form leicht zu erkennen. Außerdem hilft das Logo diese zu identifizieren. Es ist typischerweise an irgendeiner Stelle sehr präsent angebracht, weshalb es in der Regel schon bei einem kurzen Blick auffällt.

Des Weiteren sind Handtaschen für einen bestimmten Designer oder Brand stilbildend. Während Kleider, Hosen, Jacken und Co. mit jeder Kollektion anders aussehen, sind die Taschenmodelle ihren Designs relativ treu. Die Grundform bleibt in der Regel bestehen, verändert werden lediglich die verwendeten Materialien oder Applikationen. Daher repräsentieren sie auf gekonnte Weise den Stil des Designers oder der Marke. Wer sich mit diesem Stil identifiziert, zeigt das deshalb am besten mit einer Handtasche.

Ein Grund für den Hype um die Designer-Modelle können auch ihre Namen sein. Kelly, Noé, Betty, Selma oder Jackie heißen Handtaschen, die besonders beliebt sind. Diese klingen so wie die Namen von netten Frauen und besten Freundinnen. Dadurch erhält die Tasche ein besonderes Image. Dieses macht sie spielendleicht zur treuen Gefährtin und idealen Begleiterin für alle Lebenslagen.