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Woraus bestehen Schuhe?

Die Herstellungsweise von Schuhen sowie die verwendeten Materialien haben sich im Laufe der Jahrhunderte teilweise deutlich verändert – manche Dinge sind jedoch gleich geblieben. So wusste bereits der berühmte Ötzi um den Vorteil von Leder bei der Schuhherstellung. Das Heu, das er als Füllung benutzte, um seine Füße warm zu halten, ist allerdings heutzutage weniger praktikabel. Jedoch war dies der damals beste Weg, sein Schuhwerk den Witterungsverhältnissen anzupassen, wie wir es auch heute noch tun – nur eben mit anderen Materialien. Welche das sind, ihre Vor- und Nachteile sowie weitere Eigenarten stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor. Außerdem möchten wir klären, was einen guten Schuh eigentlich ausmacht und worauf Sie bei der Wahl Ihrer Schuhe achten sollten.

Woran erkennt man einen guten Schuh?

Die entscheidenden Kriterien beim Kauf eines Schuhs sollten immer der Sitz und die Passform sein. Der Schuh muss bequem sein und optimal sitzen, um gesundheitliche Schäden, Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Darüber hinaus stellen unterschiedliche Witterungsverhältnisse und Verwendungszwecke die verschiedensten Anforderungen an Ihr Schuhwerk – es hängt also auch davon ab, für welche Jahreszeit der Schuh geeignet sein soll und was Sie damit vorhaben. Suchen Sie die passenden Schuhe für Ihre Abendgarderobe oder benötigen Sie festes Schuhwerk für die Gartenarbeit?

Außerdem sollte der Schuh atmungsaktiv sein und eine gute Luftzirkulation zulassen, um fiese Gerüche zu vermeiden. Dies hängt stark vom verwendeten Material ab – eine Auflistung der gängigen Stoffe zur Schuhherstellung finden Sie weiter unten.

Neben diesen Kriterien spielen womöglich auch weitere Überlegungen wie ökologische Nachhaltigkeit, Fair Trade oder Veganismus eine Rolle. Dies sollten Sie bei jedem Hersteller gesondert überprüfen.

Wie beurteile ich die Qualität eines Schuhs?

Prüfen Sie vor dem Kauf die Verarbeitung der Schuhe. Anhand verschiedener Faktoren können Sie erkennen, ob der Schuh von guter oder minderer Qualität ist. Hochwertige Schuhe passen sich Ihrem Fuß häufig besser an. Auch aus der Angabe der Schuhgröße können Sie Rückschlüsse ziehen: Gute Schuhe haben neben der Schuhgröße selbst (die sich meist nur auf die Länge bezieht) oft noch eine Angabe für die Weite. So stellen Sie sicher, dass der Schuh nicht nur lang genug ist, sondern auch breit genug und nicht zu eng. Folgende Dinge sollten Sie außerdem testen:

Die Qualität der Nähte: Sind die Nähte schief oder können Sie einzelne Fäden abzupfen, sollten Sie die Schuhe nicht kaufen!
Existieren erst gar keine Nähte, heißt das, dass der Schuh geklebt wurde. Dies ist – zumindest bei Lederschuhen – ein Zeichen minderer Qualität. Bei anderen Materialien ist dies eher üblich, sollte aber dennoch vernünftig verarbeitet sein.
Prüfen Sie die Sohle. Sind dort Löcher zu sehen, können Sie die Schuhe direkt wieder wegstellen oder zurückschicken.
Checken Sie die Verbindung von Sohle und Obermaterial. Hier dürfen keine Unregelmäßigkeiten auftreten.
Bei Schuhen mit Absatz sollte dieser natürlich sicher befestigt sein – bricht er, sieht das nicht nur peinlich aus, sondern kann schnell zu Verletzungen führen. Üben Sie also vor dem Kauf mit den Fingern ein wenig Druck auf den Absatz aus: Ist er instabil, dann Finger weg!

Welche Materialien gibt es? 

Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen dem Obermaterial und der Schuhsohle. Die verschiedenen Arten von Schuhsohlen und die Materialien, aus denen diese bestehen können, möchten wir Ihnen gesondert beschreiben. Lesen Sie dazu hier weiter.

Für das Obermaterial wiederum gibt eine Reihe unterschiedlicher Stoffe mit individuellen Vor- und Nachteilen. Diese finden Sie in der folgenden Übersicht:

Leder

Je nachdem welche Seite der Tierhaut bei der Verarbeitung zum Lederschuh nach außen zeigt, ergibt sich eine unterschiedliche Lederart. Ist es die “Fleischseite”, so spricht man beim Schuh von Veloursleder, die Narbenseite ergibt beim fertigen Schuh das bekannte Glattleder.

Rindsleder ist die am häufigsten verwendete Art, es können aber auch andere, exotische Sorten verarbeitet werden. Diese sind meist teurer und sorgen eher für optische Reize – wie beispielsweise das Leder von Krokodilen, Schlangen oder Eidechsen.

Vorteile

- reißfest

- passgenauer Sitz

- hoher Tragekomfort

- geschmeidig

Nachteile

- muss gegen Nässe imprägniert werden

- längere Einlaufzeit


Synthetik (PVC, Kunstleder, Plastik)

Vorteile:

- pflegeleicht

- günstig

- strapazierfähig

Nachteile:

- geringe Atmungsaktivität: kein gesundes Fußklima

- Tragekomfort nicht so hoch wie bei echtem Leder

Gummi

Vorteile:

- wasserfest

- robust, gut für Arbeitsschuhe geeignet

- leicht zu reinigen

Nachteile:

- ebenfalls schlechtes Fußklima

- oft umbequem

Stoff

Vorteile:

- geringes Gewicht

- für hohe Temperaturen geeignet

- pflegeleicht, oft waschmaschinenfest

Nachteile:

- nicht wasserdicht

- schmutzanfällig


Die Schuhsohle

An eine Schuhsohle werden verschiedene Anforderungen gestellt. Wenn Sie aber nicht gerade Spezialanfertigungen benötigen, wie beispielsweise zum Turniertanz oder für bestimmte Sportarten, dann werden Sie größtenteils auf Sohlen aus Leder, Gummi oder Kunststoff stoßen. Eine Schuhsohle aus Leder war dabei lange Zeit die gängigste Variante; moderne Techniken haben sie jedoch im Laufe der Zeit in vielen Bereichen abgelöst. So spielt die Ledersohle vor allem bei Business-Schuhen wegen ihrer Optik eine Rolle.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien erfahren Sie in der folgenden Auflistung:

Gummi

Vorteile:

- rutschfest

- wiederstandsfähig

- wasserfest

- günstig

Nachteile:

- nutzt schnell ab

Leder

Vorteile:

- langlebig

- robust

- chice Optik

Nachteile:

- oft glatt und rutschig

- nicht wasserfest

Kunststoff

Vorteile:

- wiederstandsfähig

- sehr leicht

- dämpfend

Nachteile:

- wird oft mit anderen Kunststoffen vermischt

- nicht sehr langlebig


Sonstige Materialien 

Neben diesen Materialien werden vereinzelt auch weitere Stoffe zur Schuhherstellung – sowohl für das Obermaterial als auch für die Sohle – verwendet. Sie kennen bestimmt die berühmten Klompen unserer Nachbarn aus den Niederlanden – klobige, aus einem Stück geschnitzte Holzschuhe, die robust und wasserdicht sind und sich somit perfekt für die Arbeit auf dem Feld eignen. Auch Filzpantoffel sind Ihnen bestimmt ein Begriff. Als altmodisch verschrien, kommt Filz als Material für Schuhe immer mehr in Mode. In Kombination mit Leder und Fell eignet sich Filz hervorragend für warme, bequeme Winterschuhe!

Bei auf Nachhaltigkeit und vegane Herstellung bedachten Anbietern finden sich auch immer häufiger Schuhe aus Kork in Verbindung mit Textilstoffen wie Baumwolle. Kork ist atmungsaktiv, elastisch und umweltfreundlich – dafür sind solche Schuhe nicht überall erhältlich. Zudem hat die Berücksichtigung der oft speziellen Herstellungsorte und -methoden meist ihren Preis. Häufiger findet sich Kork als zusätzliche Laufsohle in Hausschuhen wieder.