Trend: Trail-Running – Über Stock und Stein

Joggen auf asphaltierter Straße? Für Viele viel zu langweilig. Raus in die Natur soll es gehen, über Wanderwege, Wiesen und Waldpfade. Und schon wird man zum „Trail Runner“. Denn „Trail“ bedeutet nichts anderes als „Pfad“ und meint das Laufen auf nicht befestigten Straßen, bzw. ausgewiesenen Fußwegen. So wird man bereits beim Joggen auf Feld- und Wiesenwegen vom Road Runner zum Trail Runner.

Das Besondere daran? Ein Sportler sucht sich seinen Weg oftmals erst beim Laufen aus, da der Weg nicht exakt vorgegeben ist. Ob schräg durch den Wald oder Querfeldein – hier ist alles erlaubt. Nicht zu wissen, wo es exakt hingeht, befreit beim Joggen den Kopf und trägt zur Entspannung bei. Außerdem werden beim Trail Running weit mehr Muskeln trainiert, als beim normalen Laufen. Denn hier zählen auch der Gleichgewichtssinn und das Reaktionsvermögen. Die unterschiedlichen Bodenbeläge schulen die Bewegungsabläufe und trainieren die Ausdauer. Auch Koordination und Konzentration werden beim Trail Running gefördert.

Die drei Arten des Trail-Running

Dabei werden drei verschiedene Arten des Trail-Running unterschieden: Cross-Running, Cross-Trail und Trail-Adventure. Welche der drei Arten die richtige für Sie ist, hängt zum einen von Ihrer persönlichen Vorliebe ab, zum anderen auch von Ihrer Kondition und Leistung. 


Cross-Running oder Urban Trail

Die beliebteste und einfachste Art findet auf Wiesen- oder Waldböden und Schotter-Pfaden statt. Beim normalen Cross-Running gelten auch Wege durch den Park oder um den See als beliebte Laufstrecke. Hierbei sind die Hindernisse eher gering und häufig starten Läufer direkt von Zuhause aus. Daher auch die beliebte Bezeichnung: „From Door To Trail“. Da Läufer hier erst eine kurze Strecke auf dem Asphalt zurücklegen und dann auf den Trail-Untergrund wechseln, sollten Sie auch ein Schuh-Modell wählen, das auf beide Beläge ausgelegt ist.

Definition: Laufen abseits asphaltierter Wege.

Schuhwerk: Ein Laufschuh mit guter Dämpfung und leichtem Profil ist empfehlenswert. Die Kleidung sollte leicht und atmungsaktiv sein.

Cross-Trail oder On Trail

Bei dieser Version des Trail Running läuft man ausschließlich auf "Trails", also Pfaden abseits asphaltierter Straßen. Während Cross Running auch ein Genießen der Natur sein soll, geht es bei Cross-Trail schon anspruchsvoller zu. Gerne kommen hierbei auch Steigung und Gefälle ins Spiel um die Herausforderung zu erhöhen.

Definition: Laufen auf Pfaden mit Steigung und Gefälle.

Schuhwerk: Als perfekter Laufschuh bietet sich hier ein mittelstarkes Profil mit erhöhter Stabilität und Dämpfung an.


Trail-Adventure oder Off Trail

Trail- oder Cross-Adventure ist die anspruchsvollste der drei Arten. Läufer bahnen sich nicht nur Wege durch Wald und Wiesen, sondern auch durch alpines Gelände. Steigung und Gefälle müssen hier auf jeden Fall dabei sein. Hindernisse wie Steine, Äste und mehr werden als Herausforderung gerne in Kauf genommen. Überraschende Hindernisse sind stets Willkommen und Verletzungen beim Laufen nicht unüblich. Die Sportkleidung sollte bei dieser Art des Trail-Running alle Körperteile bedecken, um Verletzungen abzufangen.

Definition: Laufen durch anspruchsvolles, alpines Gelände.

Schuhwerk: Laufschuhe mit starkem Profil und hoher Stabilität sind hier gefragt, während auf Dämpfung verzichtet werden sollte.

Wem Trail-Adventure noch nicht Abenteuer genug ist, der kann es mal mit Cross Speed – der härtesten Art des Trail-Running – versuchen. Die Athleten versuchen ihr Ziel nicht nur über besonders aufregende Wege, sondern auch noch in einer bestimmten Geschwindigkeit zu erreichen.