0 Artikel 0,00 € Warenkorb
0 Artikel Merkliste Merkliste

Wie Sie Ihren Whisky richtig genießen

Wie trinkt man eigentlich richtig Whisky? Nur wenige Spirituosen gewähren Feinschmeckern so viele Möglichkeiten, einen edlen Tropfen zu genießen. Ob mit Eis, etwas Wasser oder gemischt mit anderen Getränken – Whisky lässt Ihnen einen großen Spielraum, Ihre persönliche Lieblingsvariante zu kreieren. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie Whisky wie ein Profi verkosten.

Fünf Arten, Whisky zu genießen

Wie Sie Bourbon, Scotch und Blends richtig trinken, hängt primär vom gegebenen Anlass und Ihren eigenen Vorlieben ab. Insgesamt gibt es fünf grundlegende Varianten, wie Sie Whisky genießen können:

1. Whisky Pur

Whiskykenner trinken ihren Favoriten in der Regel pur und auf Zimmertemperatur. Das hat seinen Grund: Die Aromen entfalten sich optimal bei einer Trinktemperatur von 19 bis 22 Grad. Auf diese Weise können Sie oftmals alle Geschmacksnoten des Whiskys erkennen. Besonders gut geht das in dünnwändigen Nosing-Gläsern. Unten bauchig und oben kelchförmig nach innen geneigt, legen diese die Aromen des Whiskys frei.

Ob Sie den Whiskey vor dem Trinken schwenken sollten, ist unter Experten umstritten. Ein leichtes Schwenken kann dabei helfen, die Aromen besser nach oben steigen zu lassen. Das kann bei jüngeren oder aroma-ärmeren Sorten angebracht sein. Schwenken Sie das Glas jedoch zu stark, steigen zu viele Aromen und der Alkoholgeruch in die Nase, sodass das Sinnesorgan überreizt wird.

2. Whisky auf Eis

Für Puristen erschließt es sich nicht, warum einige Kenner Whisky mit Eis trinken. Besonders für Anfänger kann das jedoch Sinn machen: Ein Whisky auf Eis, auch „on the rocks“ genannt, ist nicht nur wohlschmeckend, sondern vor allem im Sommer auch äußerst erfrischend.

Der Geschmack des Getränks ist auf diese Weise jedoch leicht verändert. Zum einen betäubt die kalte Temperatur die Zunge und macht es so etwas schwieriger, alle Geschmacksnoten klar zu erkennen. Zum anderen verändert das Eis mit zunehmender Zeit den Geschmack des Whiskys, da die Eiswürfel schmelzen und dem Whisky so Wasser hinzufügen. Für Neulinge kann das von Vorteil sein: Durch den verdünnten Geschmack schmeckt der Drink milder.

3. Mit Whiskysteinen

Was sind Whiskysteine? Whiskysteine sind Edelstahlwürfel oder Specksteinquader, die eine Alternative zu Eiswürfeln darstellen. Sie legen diese vor dem Trinkgenuss ins Eisfach und bringen sie so auf eisige Temperaturen. Im Glas kühlen sie den Whisky dann herunter, ohne dass sie diesen verwässern. Auf diese Weise können Sie die Geschmacksnoten besser wahrnehmen.

4.Mit Wasser

Während Eis in Verbindung mit vielen Whiskys verpönt ist, gilt eine kleine Menge Wasser als professionelle Ergänzung. Wie viel Wasser sollten Sie also in den Whisky geben? Kenner empfehlen, Single Malts mit einigen Tropfen Wasser zu versehen, um die unter dem hohen Alkoholgehalt liegenden Aromen freizulegen. Diese werden ansonsten oft durch den starken Alkoholgeschmack überdeckt.

5. Heißer Whisky

Wenn Sie Whisky erhitzen und beispielsweise Zitrone, Orange, Zimt, Honig oder Kardamom hinzugeben, erhalten Sie einen leckeren Drink für kalte Winterabende. Hier gilt jedoch wie beim Eis: Die Zugaben verfälschen das ursprüngliche Aroma des Getränks.

Welche Möglichkeiten gibt es Whisky zu genießen?

Whisky Kenner und Markenbotschafter von Glenmorangie, Thomas Zilm, klärt über die verschiedenen Möglichkeiten Whisky zu trinken auf.

Ob als purer Genuss, "on the rocks" oder in verschiedenen Drinks - Whisky kann man auf vielfältige Art und Weise geniessen.


Klassiker-Rezepte für besonderen Genuss

Auch wenn Whiskyliebhaber ausschließlich auf puren Whisky setzen, können Mischgetränke gerade für Anfänger einen guten Einstieg in die Welt der Single Malts, Bourbons und  Rye Whisky darstellen. Zwei Klassiker-Rezepte sind dabei der Whisky Sour und der Irish Coffee. Wir zeigen Ihnen, welchen Whisky Sie für einen Whisky Sour und welchen Sie für einen Irish Coffee benötigen.

Whisky Sour

Bei einem Whisky Sour kommt in der Regel ein Bourbon zum Einsatz. Die würzigen Holzaromen und milden Vanillenoten des Whiskys bilden einen harmonischen Kontrast zum sauren Zitronensaft. Sie können sich jedoch auch an anderen Varianten probieren. So setzen einige Barkeeper auf Blended Malts, um dem Cocktail eine neue Note zu verleihen.

So geht’s:

  • Geben Sie 5 cl Whisky mit 3 cl Zitronensaft und 2 cl Zuckersirup mit einigen Eiswürfeln in einen Shaker und schütteln sie gut.
  • Füllen Sie den Cocktail in ein Glas mit einigen Eiswürfeln und dekorieren Sie das Glas mit einer Zitronenspalte.

Irish Coffee

In einem Irish Coffee dominieren die Geschmacksnoten des Kaffees. Sie benötigen daher nicht unbedingt einen hochpreisigen Whisky, sondern können stattdessen auf einen Whisky aus dem mittleren Preissegment setzen. Kenner greifen dabei ausschließlich auf irische Whiskys zurück. Besonders beliebt ist dabei der Bushmills 10 Jahre. Seine Aromen von Milchschokolade, malziger Süße und feinen Sherry-Noten harmonieren hervorragend mit dem kräftigen Kaffeegeschmack. Auch der Jameson Irish Whisky passt mit seinem milden, nussigen und leicht süßlichen Geschmack gut zum Irish Coffee. Verzichten Sie auf Whiskys mit rauchigen Noten. Diese wirken in einem Irish Coffee eher fehlplatziert.

So geht’s:

  • Verrühren Sie 4 cl Whisky mit einem Teelöffel braunem Zucker in einem hitzefesten Glas.
  • Hat sich der Zucker im Whisky aufgelöst, füllen Sie das Glas bis oben hin mit heißem Kaffee auf.
  • Schlagen Sie Sahne mit etwas Vanillezucker, bis diese etwas dickflüssig ist.
  • Lassen Sie die Sahne langsam über einen umgedrehten Teelöffel in das Getränk laufen.

Wie Sie Whisky richtig lagern

Die Lagerung von Whisky spielt eine wichtige Rolle, um den Geschmack nicht zu verfälschen und die Aromen zu erhalten.

Vor Licht und Sonne schützen

Whisky bezieht seine Aromen aus verschiedenen chemischen Verbindungen. Sind diese zu lange der Sonne ausgesetzt, kann sich die chemische Zusammensetzung des Whiskys und damit auch der Geschmack verändern. Darüber hinaus sorgt eine konstante Lichteinstrahlung dafür, dass sich der Alkohol in der Flasche vom restlichen Inhalt löst und absetzt. Auch das hat einen Einfluss auf den Geschmack. Sie sollten Whisky immer lichtgeschützt (im besten Fall: dunkel), z. B. in einer verschließbaren Bar aufbewahren.

Lagerung auf Zimmertemperatur

Große Temperaturschwankungen können einen negativen Einfluss auf den Geschmack des Whiskys haben. Lagern Sie Whisky daher an einem Ort, der konstant Zimmertemperatur (oder etwas darunter) aufweist. Bei einer Temperatur von ca. 18 Grad behält Whisky am ehesten seinen Geschmack.

Genießen Sie Ihren Whisky am liebsten eiskalt, können Sie diesen auch ins Eisfach legen. Da Ihre Zunge beim Trinken durch die Kälte jedoch betäubt wird, können Sie den vollen Geschmack des Getränks nicht mehr wahrnehmen. Wann Whisky gefriert, hängt vom Alkoholgehalt ab. Bei einem 40-prozentigen Whisky liegt der Gefrierpunkt bei ca. -30 Grad. Mit steigendem Alkoholgehalt benötigt die Flasche noch niedrigere Temperaturen, um zu gefrieren. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, dass Ihnen Whisky im Eisfach einfriert.

Lagern Sie Whisky trocken

Die Luftfeuchtigkeit im Zimmer sollte nicht zu hoch sein. Diese kann im Whisky einen Schimmelgeruch hervorrufen, der bestimmte Aromen überdeckt. Lagern Sie Ihre Flaschen daher in jedem Fall trocken.

Bewahren Sie Whiskyflaschen stehend auf

Kommt Whisky ständig in Kontakt mit dem Naturkorken, kann es sein, dass dieser nach einiger Zeit den Geschmack verfälscht. Zudem löst der hochprozentige Alkohol den Verschluss nach und nach auf bzw. zieht diesen zusammen, sodass die Flasche nach Monaten der Lagerung nicht mehr dicht sein kann. Lagern Sie Whisky daher immer stehend.

Wie lange ist Whisky haltbar?

Wie lange Whisky haltbar ist, hängt vor allem davon ab, ob die Flasche bereits geöffnet ist. Während verschlossener Whisky gut und gerne zehn Jahre hält, liegt die Haltbarkeit bei einer offenen Flasche deutlich darunter. Lagern Sie den Whisky kühl, trocken und lichtgeschützt, können Sie den Tropfen auch nach sechs Monaten noch trinken. Danach kann es aber sein, dass der Whisky seinen Geschmack verändert. Dafür ist vor allem Luft verantwortlich, die einen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung des Whiskys hat. Um diesen Effekt zu vermeiden, können Sie die Flasche mit einer Weinpumpe verschließen und so die Beeinträchtigung des Geschmacks verringern.